Kampf gegen leere Regale: Logistikbranche im Stresstest

Epoch Times18. März 2020 Aktualisiert: 18. März 2020 18:10
Aus Angst vor dem Coronavirus stocken viele Verbraucher ihre Vorräte auf. Die Folge sind leere Regale in den Supermärkten. Dabei besteht an Ware nach Angaben des Handels eigentlich kein Mangel. Das Problem ist nur, sie in die Läden zu bekommen.

Angesichts leer gefegter Regale wächst bei vielen Verbrauchern die Angst vor Warenengpässen in Deutschland: Doch Handel, Logistikunternehmen und Paketzusteller geben Entwarnung. Die Lager seien noch gut gefüllt, die Lieferketten in Deutschland angespannt, aber stabil.

„Wir haben keine Fälle, in denen die Logistik einen Aussetzer hat, um Industrie, Handel und Bevölkerung zu versorgen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Spedition und Logistik (DSLV), Frank Huster, der Deutschen Presse-Agentur.

Die größte Herausforderung sei es derzeit, die Ware schnell genug in die Läden zu bekommen, um dem derzeitigen Kundenansturm gerecht zu werden, betonte der Handelsverband Deutschland (HDE). Es sei genug Ware da.

Die Werkschließungen in der Industrie und die Ladenschließungen im Handel erleichterten diese Aufgabe sogar, hieß es beim DSLV. Denn durch den Wegfall dieser Lieferungen würden Lastwagen für Versorgungsfahrten frei.

Der Handel hofft auf baldiges Nachlassen der Hamsterkäufe

„Die Leute werden schnell merken, dass die Versorgung gesichert und alles da ist – und das nimmt ihnen die Angst“, sagte ein Sprecher des Handelsverbands Bayern am Mittwoch. Das sei in Italien ähnlich gewesen.

Zudem seien die Bestände derjenigen, die Vorräte anlegten, irgendwann auch gefüllt. „Wenn ich 100 Rollen Klopapier habe, was will ich dann mit den nächsten 50?“

Stattdessen könnte in den nächsten Wochen der Online-Handel einen neuen Boom erleben. Schließlich sind viele Geschäfte in den Innenstädten vom Modeladen bis zur Parfümerie für Wochen geschlossen.

DHL auf Paketflut vorbereitet

Doch zeigten sich die Paketzusteller wie die Deutsche Post, Hermes oder DPD bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur überzeugt, auf eine mögliche Paketflut vorbereitet zu sein.

Der Marktführer Deutsche Post DHL spürt momentan noch keinen Anstieg des Paketvolumens. „Aber das kann sich natürlich in den nächsten Tagen ändern“, sagte ein Unternehmenssprecher. Auf jeden Fall sei die Post gewohnt, mit starken Schwankungen im Paketaufkommen umzugehen. „Wir können das schultern.“

Das gelte auch in Zeiten der Coronavirus-Epidemie. Selbst wenn wegen der neuartigen Krankheit einzelne Brief- und Paketzentren zeitweise geschlossen werden müssten, sei die Post in der Lage, einen solchen Ausfall durch die Umleitung auf andere Standorte auszugleichen.

Bei Hermes bislang keine Einschränkungen

Auch beim Wettbewerber Hermes gibt es bislang nach Unternehmensangaben keine Einschränkungen oder Verzögerungen bei der Zustellung in Deutschland. Die angeordneten Geschäftsschließungen dünnen zwar das Netz der Hermes-Paketstationen aus. Doch ist der Effekt begrenzt.

„Wir gehen derzeit davon aus, dass 70 bis 80 Prozent unserer bundesweit über 16.000 Paketshops weiterhin geöffnet bleiben, weil sie in Einrichtungen für die Grundversorgung integriert sind“, betonte ein Unternehmenssprecher.

Der Paketzusteller DPD berichtete, er verzeichne zwar mehr Sendungen im Privatkundenbereich, dafür aber weniger von Business-Kunden, was sich insgesamt ausgleiche.

Die Lieferketten in Europa werden aktuell einem enormen Stresstest unterzogen. Denn die wegen des Coronavirus eingeführten Grenzkontrollen führen teilweise zu langen Staus und großen Verzögerungen beim innereuropäischen Gütertransport.

Lange Wartezeiten an der polnischen Grenze

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Vor allem an der Grenze zu Polen und auch in Richtung Tschechien gebe es lange Wartezeiten, betonte der deutsche Logistikverband. Angespannt sei die Lage zudem an Grenzübergängen zwischen Elsass und Deutschland. Zwischen Belgien, der Niederlande und Deutschland hingegen laufe es erstaunlich reibungslos.

Noch keinen messbaren Einfluss hat die Coronavirus-Pandemie nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) auf den Gütertransport per Binnenschiff. Einschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr seien hier zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein Thema.

Zunehmende Probleme bereiten der Branche jedoch die strengen Einreise- und Quarantänebestimmungen der europäischen Nachbarländer, wie etwa in Tschechien, Ungarn, Polen oder der Slowakei. Auf zahlreichen Binnenschiffen sei internationales nautisches Personal unterwegs, betonte der BDB.

Schiffsbesatzungen, die während ihrer Freischicht in ihr Heimatland reisten, liefen Gefahr, keine Ausreisegenehmigung mehr zu erhalten oder bei der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne zu geraten. „Wir werden in den kommenden Tagen massive Probleme bekommen, die Schiffe in Fahrt zu halten, weil uns schlicht das Personal für den Schiffsbetrieb fehlt“, warnte BDB-Präsident Martin Staats. (dpa)

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wer hat die Weltherrschaft? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Immer klarer wird, dass die Geschichte der Menschheit nicht so ablief, wie sie heutzutage gelehrt wird. Das Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ gibt die lange gesuchten Antworten.

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Der Kommunismus hat im 20. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen physisch vernichtet, heute zielt er auf ihre Seelen. Bei vielen Menschen blieb glücklicherweise die der menschlichen Natur innewohnende Güte erhalten – was den Menschen die Chance gibt, sich vom Einfluss des „Gespenst des Kommunismus“ zu befreien.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich in unserem neuen Online-Buch-Shop, bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3-Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind in unserem neuen Online-Buch-Shop oder direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]