Wohnungsknappheit: Preisanstieg in deutschen Metropolen

Epoch Times10. Juni 2014 Aktualisiert: 10. Juni 2014 9:59

Ende Mai 2014 stimmte in Berlin die Mehrheit der Bürger gegen die Bebauung des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Die rot-schwarze Landesregierung wollte hier Wohnhäuser und Gewerbebauten errichten und so der Wohnungsknappheit in der Bundeshauptstadt entgegenwirken. Doch ist dies überhaupt notwendig? Ein Thema, zwei Meinungen.

Meinung Nummer 1: Luxus für die reiche Bevölkerung

Die Wohnungssuche in Städten wie München, Frankfurt am Main, Stuttgart oder Hamburg stellt Familien, Normal- und vor allem Geringverdiener vor eine enorme Herausforderung. Die Einwohnerzahlen der deutschen Metropolen wachsen kontinuierlich und mit ihnen auch die Mietpreise. Besonders junge Menschen strömen in die Städte und treiben die Quadratmeterpreise in die Höhe. Darüber hinaus mangelt es am Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen.

Zwar wurden im vergangenen Jahr wieder mehr Wohnungen genehmigt und gebaut, nur werden diese vor allem als Luxusimmobilie im teuren Top-Segment vermietet oder als Eigentumswohnung verkauft. Für den Durchschnittsmieter stellen diese Objekte keine Option dar. Begeben sich Interessierte daher zum Beispiel auf die Wohnungssuche in München, sollten sie sich Unterstützung durch Wohnungsagenturen suchen, wie beispielsweise auf cs-wohnungsagentur.de zu finden. Hier können sie professionelle Expertise und manchmal sogar provisionsfreie Wohnungen finden.

Meinung Nummer 2: So schlimm ist es doch gar nicht

Hohe Mieten, geringe Fluktuation und eine Nachfrage, die das Angebot übersteigt. Sind diese drei Kriterien in einem Wohngebiet erfüllt, liegt nach aktueller Mietrechtsreform ein angespannter Wohnungsmarkt vor und Mieten können bei neuen Verträgen nun gedeckelt werden. Der steigenden Mietpreisentwicklung soll dadurch entgegengewirkt werden – so der Plan von Union und SPD.

Immobilienrechtsexperten sehen dies kritisch, die Kriterien würden nichts über die tatsächliche Wohnsituation aussagen und selbstverständlich würden die Menschen in Städten wie Hamburg oder München am liebsten an der Alster oder in der Nähe des Englischen Gartens wohnen. Die diskutierte Wohnungsnot wäre lediglich in den beliebtesten Wohnvierteln der Metropolen zu erkennen, in anderen Stadtteilen gäbe es ausreichend bezahlbaren Wohnraum: "In der Verfassung gibt es kein Grundrecht, dass jeder in den schönsten Lagen einer Stadt wohnen darf", so Peter-Georg Wagner, Researcher beim Immobilienverband Deutschland (IVD) zur Tageszeitung "Die Welt".

Wie so häufig: Die Wahrheit liegt in der Mitte

Selbstverständlich kann nicht jeder in die attraktivsten Stadtviertel der deutschen Großstädte ziehen – die Mieten sind zu hoch, der Wohnraum zu begrenzt. Trotzdem müssen Stadt- und Kommunalverwaltungen darauf achtgeben, dass keine soziale Ausgrenzung vollzogen wird. Auch Familien und Menschen mit geringerem Einkommen müssen die Chance haben, in eine schöne und stadtnahe Wohngegend ziehen zu können. (re)

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