Bei einem ehemaligen SARS-Patienen wurde der Antikörper S309 gefunden.Foto: istock

Antikörper von ehemaligen SARS Patienten wirkt in Labortests gegen Covid-19

Von 21. Mai 2020 Aktualisiert: 21. Mai 2020 8:50
Antikörper mit Bezeichnung "S309" von ehemaligen SARS-Patienten neutralisieren Sars-CoV-2: Vor 17 Jahren war der Patient mit SARS infiziert, die noch erhaltenen Antikörper wirken nun in ersten Labortests gegen das Virus. Das Potenzial für einen Impfstoff oder Therapie will man nun in weiteren Studien untersuchen.

Das internationale Forschungsteam aus den USA, Schweiz und Frankreich fand einen wirksamen Antikörper, der Sars-CoV-2 in Labortests neutralisiert. Dies ist an sich nichts Ungewöhnliches, da seit Beginn der Pandemie in Wuhan Forscher weltweit bereits mehrere hundert neutralisierende Antikörper gegen Sars-CoV-2 identifizierten. Ungewöhnlich ist jedoch, dass der Antikörper S309 von einer Blutprobe von einem im Jahr 2003 mit SARS infizierten Patienten stammt.

Seit der Genesung sind 17 Jahre vergangen, dennoch erkannte der Antikörper das neuartigen Coronavirus und neutralisierte es in Labortests. Daraus schöpfen die Forscher Hoffnung für einen möglichen lange wirksamen Impfstoff. Nun sollen erste klinische Studien folgen.

Antikörper interagiert mit Spike-Protein des neuartigen Virus

Der in der Blutprobe eines ehemaligen SARS-Patienten entdeckte Antikörper, zeigte besondere Bindungsaffinität zu den Spike-Proteinen des neuartigen Virus, wie die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt. Über Spike-Proteine kann das Virus durch Interaktion mit ACE2-Rezeptoren in menschliche Zellen eindringen und sich vermehren.

Assistenzprofessor für Biochemie und Korrespondenzautor der Studie, David Vessler, sagt über den gefundenen Antikörper: „Was diesen Antikörper von den anderen unterscheidet, ist, dass er nicht aus Menschen stammt, die COVID-19 hatten, sondern von jemanden der vor 17 Jahren während der SARS Epidemie infiziert war.“

Der Antikörper wird über B-Gedächtniszellen des ehemaligen SARS-Patienten freigesetzt. B-Gedächtniszellen sind spezielle Immunzellen und werden meist nach schweren überstandenen Infektionskrankheiten gebildet. Oftmals können sie für den Rest des Lebens im Körper vorhanden sein. Dadurch erkennen sie auch Jahre später einen bestimmten Krankheitserreger und aktivieren die Immunantwort. Dadurch kann ein Ausbruch der Krankheit vermieden werden.

Bedeutung für möglichen Impfstoff oder Therapie

Da B-Gedächtniszellen den Antikörper freisetzten, die bereits mehrere Jahre aktiv sind, sehen die Forscher gute Chancen für eine Impfstoffentwicklung. Zudem beobachteten die Forscher, dass der Antikörper in Kombination mit anderen, schwächeren Antikörpern sogar noch besser wirken kann. Laut Professor Veesler sei eine Kombination von mehreren Antikörpern für eine zukünftige Impfung sinnvoll, weil es so für das Virus schwieriger sei, gezielt zu mutieren, um so der Wirkung des Antikörpers zu entkommen.

Die Forscher hoffen, dass diese ersten Ergebnisse den Weg bereiten, sodass der Antikörper S309 allein oder in Kombination als Impfung für Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko oder als Therapie bei schwerem COVID-19 Verlauf zur Anwendung kommen kann.

Vorerst muss der Antikörper seine Wirkung aber noch am Menschen beweisen, was bisher laut Professor Veesler noch nicht geprüft wurde.


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