Die Medien im Stockholm-Syndrom: Verteidige deine Peiniger (Teil 1)

Als Stimme der Gesellschaft können Medien die Verteidiger universeller Werte oder ein Instrument des Bösen sein. Ihre Aufgabe wäre es, die Wahrheit über die wichtigsten Ereignisse der Welt fair, korrekt und rechtzeitig zu berichten. Doch was geschieht?

Menschen sind bei den neusten Nachrichten auf die Medien angewiesen, die Medien beeinflussen, welche Informationen die Menschen sehen und wie sie diese bewerten. Die Medien sind in der Lage, den ersten Eindruck der Menschen zu einem bestimmten Thema zu manipulieren und verfügen somit über die weitreichende Macht des psychologischen Primings. Sie legen den Schwerpunkt der öffentlichen Debatte fest – und Probleme, über die sie nicht berichten, werden ignoriert und vergessen.

Als Stimme der Gesellschaft können Medien die Verteidiger universeller Werte oder ein Instrument des Bösen sein. Ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit über die wichtigsten Ereignisse der Welt fair, korrekt und rechtzeitig zu berichten. Sie müssen Gerechtigkeit unterstützen, Fehlverhalten verurteilen und gleichzeitig das Gute fördern. Ihre Mission geht über die privaten Interessen einer Person, eines Unternehmens oder einer politischen Partei hinaus.

Heute schließt die Gruppe der Medienschaffenden die Meinungen aus, die nicht mit ihrer liberalen Ausrichtung übereinstimmen. Dadurch bilden sich politische Echokammern. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft verstehen sich als die mitfühlende und intelligente Oberschicht an der Spitze der gesellschaftlichen Entwicklung, während sie die normalen Menschen als starrköpfige Banausen betrachten.

Die linke Schieflage der Medien ist eindeutig nicht das Ergebnis des Volkswillens. Ursache ist vielmehr die hinter den Kulissen betriebene politischen Strategie, die die gesamte Menschheit nach links rücken will … Die Epoch Times veröffentlicht damit den ersten Teil vom 13. Kapitel des neuen Buches „Wie der Teufel die Welt regiert“.

Inhaltsverzeichnis Teil 1

Einführung

1. Medien in den kommunistischen Ländern sind Instrumente der Gehirnwäsche

2. Kommunistische Unterwanderung westlicher Medien

3. Linke Vorurteile bei Medienschaffenden

Quellen

Im kommenden 2. Teil geht es um: Übernahme der Medien durch Liberalismus und Progressivismus (Fortschrittswahn), Subtile linke Methoden jenseits von Fake News, Die traditionsfeindliche Filmindustrie, Fernsehen als Gehirnwäsche in jedem Haushalt, Medien als Hauptschlachtfeld in einem totalen Krieg, Medien müssen wieder ihre ursprüngliche Verantwortung übernehmen

Einführung

Der Einfluss der Medien in der modernen Gesellschaft ist enorm und wächst täglich. Er durchdringt alle Gesellschaftsgruppen jeder Größe, von der lokalen bis zur globalen Ebene. Die Massenmedien haben sich von Zeitungen und Zeitschriften zu Radio, Film und Fernsehen entwickelt. Mit dem Aufkommen von Social Media und benutzergenerierten Inhalten hat das Internet die Geschwindigkeit und Reichweite der audiovisuellen Kommunikation stark vergrößert.

Die Menschen sind bei den neuesten Nachrichten und Analysen auf die Medien angewiesen. In einem Ozean von Informationen beeinflussen die Medien, welche Informationen die Menschen sehen und wie sie diese bewerten. Die Medien sind in der Lage, den ersten Eindruck der Menschen zu einem bestimmten Thema zu manipulieren und verfügen somit über die weitreichende Macht des psychologischen Primings.

Für soziale Führungsschichten, insbesondere Politiker, legen die Medien den Schwerpunkt der öffentlichen Meinung fest, sie bestimmen die Richtung der öffentlichen Debatte. Themen, die die Medien aufgreifen, erlangen eine große Bedeutung in der Gesellschaft. Probleme, über die sie nicht berichten, werden ignoriert und vergessen.

Thomas Jefferson, der Vater der Unabhängigkeitserklärung der USA und dritter Präsident der Vereinigten Staaten, fasste einmal die wesentlichen Aufgaben zusammen, die die Presse in der Gesellschaft übernimmt:

Wenn ich zu wählen hätte zwischen einem Volke mit einer Zeitung und ohne eine Regierung – und einem Volke mit einer Regierung, aber ohne eine Zeitung, – so würde ich mich unbedingt für Ersteres entscheiden.“ [1]

Als Stimme der Gesellschaft können Medien die Verteidiger universeller Werte oder ein Instrument des Bösen sein. Ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit über die wichtigsten Ereignisse der Welt fair, korrekt und rechtzeitig zu berichten. Sie müssen Gerechtigkeit unterstützen, Fehlverhalten verurteilen und gleichzeitig das Gute fördern. Ihre Mission geht über die privaten Interessen einer Person, eines Unternehmens oder einer politischen Partei hinaus.

Im Westen ist die Presse der Hüter der Wahrheit und der Grundwerte der Gesellschaft. Sie genießt den hohen Status der „vierten Gewalt“. Journalisten werden für ihr Fachwissen und ihre Bemühungen respektiert.

Joseph Pulitzer (1847-1911), ein Zeitungsverleger und Stifter des Pulitzer-Preises, sagte: „Unsere Republik und ihre Presse werden zusammen aufsteigen oder untergehen. Eine fähige, uneigennützige, bürgernah arbeitende Presse mit geschultem Personal, die das Richtige kennt und den Mut hat, es zu tun, kann jene öffentliche Tugend bewahren, ohne die die Volksherrschaft eine Täuschung und ein Hohn ist. Eine zynische, profitsüchtige, demagogische Presse wird mit der Zeit ein Volk hervorbringen, das genauso niederträchtig ist, wie sie selbst. Die Kraft, die Zukunft der Republik zu gestalten, liegt in den Händen der Journalisten zukünftiger Generationen.“ [2]

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Doch inmitten des moralischen Niedergangs der Menschheit ist es für die Medien schwierig, ihre Werte zu schützen und ihre Aufgaben unter dem Druck der Macht und der Versuchung des Geldes zu erfüllen. In kommunistischen Ländern werden die Medien vom Staat kontrolliert. Sie sind Sprachrohre des Regimes und unterziehen die Massen einer Gehirnwäsche – sie fungieren als Komplizen der kommunistischen Politik von Terror und Mord.

In der westlichen Gesellschaft wurden die Medien stark vom kommunistischen Denken unterwandert. Sie sind zu einem der wichtigsten Akteure des Kommunismus zur Verbreitung von anti-traditionellen, antimoralischen und dämonischen Trends geworden. Sie verbreiten Lügen und Hass und tragen so dazu bei, dass die moralische Degeneration weiter zunimmt. Viele Medienunternehmen haben ihre Pflicht, über die Wahrheit zu berichten und das moralische Gewissen der Gesellschaft zu schützen, aufgegeben. Es ist unerlässlich, dass wir den Zustand, in dem sich die Medien heute befinden, erkennen und die Verantwortung für diesen Bereich wieder übernehmen.

1. Medien in den kommunistischen Ländern sind Instrumente der Gehirnwäsche

Von Anfang an haben Kommunisten die Medien als ein Werkzeug zur Gehirnwäsche angesehen. In ihrem Artikel für den „Bund der Kommunisten“ von 1847 forderten Marx und Engels die Mitglieder auf, „revolutionäre Energie und Eifer der Propaganda“ zu haben. Marx und Engels verwendeten in ihren Artikeln oft Begriffe wie „Schlachtfeld der Partei“, „Sprachrohr der Partei“, „politisches Zentrum“ oder „Werkzeug für die öffentliche Meinung“, um den gewünschten Charakter und die Funktionen der Medien auszudrücken.

Lenin nutzte die Medien als Instrument zur Förderung, Anstiftung und Organisation der russischen Revolution. Er gründete die offiziellen kommunistischen Zeitungen „Iskra“ (Deutsch: Funke) und „Prawda“ (Deutsch: Wahrheit), um revolutionäre Propaganda und revolutionären Aktivismus zu fördern. Kurz nachdem die Kommunistische Partei der Sowjetunion die Macht ergriffen hatte, nutzte sie die inländischen Medien zur innenpolitischen Beeinflussung. Im Ausland wurde Reklame und Propaganda durch die Partei betrieben, um ihr Image zu verbessern und den Export der Revolution voranzutreiben.

Die Kommunistische Partei Chinas betrachtet die Medien ebenfalls als ein Werkzeug zur Formung der öffentlichen Meinung im Sinne der Diktatur und als ein Sprachrohr der Partei und der Regierung. Die Kommunistische Partei Chinas ist sich der Tatsache bewusst, dass „die Waffen und die Stifte das sind, worauf sie angewiesen ist, um die Macht zu ergreifen und zu festigen“. [4] Schon in der Yan’an-Periode hat Mao Tse-tungs Sekretär Hu Qiaomu das Prinzip der „Parteinatur zuerst“ vorgeschlagen und gesagt, dass die Literatur der Partei

…die Standpunkte und Erkenntnisse der Partei in allen Artikeln, jedem Essay, jeder Nachrichtensendung und jedem Mitteilungsblatt durchsetzen muss.“ […] [5]

Nach der Gründung ihres Regimes verhängte die KP China eine strenge Kontrolle über die Medien, darunter Fernsehen, Radio, Zeitungen, Zeitschriften und später das Internet. Es benutzt sie als Werkzeuge, um die Chinesen in der kommunistischen Ideologie zu schulen und zu indoktrinieren, Dissidenten zu unterdrücken, die Öffentlichkeit einzuschüchtern und die Wahrheit zu verbergen oder zu verzerren. Medienmitarbeiter sind Experten in Sachen Selbstzensur und sind sich ständig bewusst, dass ein einziger Fehler furchtbare Konsequenzen haben kann. Die Zensur durchdringt nicht nur die offiziellen Nachrichtensender, auch persönliche Blogs, und Online-Communitys werden von einem riesigen System von Internetpolizisten überwacht und kontrolliert.

Es gibt einen zeitgenössischen chinesischen Satz, der die Rolle der Medien unter der Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas anschaulich beschreibt: „Ich bin der Hund der Partei, der an der Tür der Partei sitzt. Ich beiße jeden, von dem die Partei meint, dass ich ihn beißen soll, und so oft, wie mir gesagt wird.“ Das ist keine Übertreibung. Jede kommunistische politische Bewegung beginnt mit der öffentlichen Meinung – die Presse verbreitet Lügen, um den Hass zu schüren, der in Gewalt und Töten übergeht. Die Medien spielen eine entscheidende Rolle in diesem tödlichen Mechanismus.

Während des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 behauptete die KP China, dass es sich bei den protestierenden Studenten um gewalttätige Schläger handelte, und benutzte daher die Armee, um den „Aufstand“ zu unterdrücken. Nach dem Massaker beteuerte sie, dass die Armee niemanden erschossen und dass es auf dem Platz des Himmlischen Friedens keine Opfer gegeben hätte. [6] Im Jahr 2001, zu Beginn der Verfolgung von Falun Gong, inszenierte das Regime die so genannte „Selbstverbrennung“ auf dem Platz des Himmlischen Friedens, um die spirituelle Praxis zu verleumden und Hass gegen Falun Gong in China und auf der ganzen Welt zu schüren. [7]

Führungskräfte der Gremien auf allen Ebenen der KP China messen der Propagandaarbeit große Bedeutung bei und setzen für diese Aufgabe umfangreiches Personal ein. Bis Ende 2010 beschäftigte China mehr als 1,3 Millionen Mitarbeiter im nationalen Propagandaapparat, darunter etwa 56.000 in Propagandaabteilungen auf Provinz- und Bezirksebene, 1,2 Millionen in den lokalen Abteilungen für Propaganda und 52.000 Menschen in den zentralen Propagandabüros. [8] Diese Zahlen beinhalten nicht die noch größere Menge von Mitarbeitern, die für die Überwachung und Manipulation der Meinung in Online-Medien verantwortlich sind, wie z. B. Internetpolizisten, Moderatoren, von der Partei geführte und kontrollierte Kommentatoren und andere, die in verschiedenen Formen der Öffentlichkeitsarbeit tätig sind.

Alle Länder, die von kommunistischen Parteien regiert werden, setzen viele Ressourcen ein, um die Medien zu manipulieren. Jahrzehntelange Erfahrung hat die kommunistischen Staatsmedien zu einem effizienten Sprachrohr der totalitären Herrscher gemacht: Sie setzen alle Mittel ein, um das Volk zu täuschen und zu vergiften.

2. Kommunistische Unterwanderung westlicher Medien

Im letzten Jahrhundert wurde die Welt Zeuge der großen Konfrontation zwischen der freien Welt und dem kommunistischen Lager. Zur gleichen Zeit infiltrierte der Kommunismus die freien Gesellschaften. Dabei wurde die Unterwanderung der Medien in den westlichen Ländern zu einer seiner wichtigsten Methoden. Neben dem Blick auf den außerordentlichen Einfluss der US-Medien auf die Welt untersucht dieses Kapitel den Einfluss des Kommunismus auf die US-Medien.

Nachdem das Sowjetregime die Macht in Russland ergriffen hatte, versuchte es, seine Kontrolle über den öffentlichen Diskurs im Westen auszubauen; dazu entsandte es seine Agenten zur Infiltration der westlichen Medien und zur Anwerbung lokaler kommunistischer Sympathisanten. Es nutzte diese Menschen mit großem Erfolg, um die Sowjetunion zu preisen und die Brutalität der kommunistischen Herrschaft zu verbergen. Die sowjetische Propaganda hatte Einfluss auf eine große Anzahl von Menschen im Westen, und beeinflusste sogar die Regierungspolitik zugunsten der Sowjetunion.

Es ist bekannt, dass der sowjetische Geheimdienst KGB seine Agenten in den USA einsetzte, um direkt mit renommierten amerikanischen Medienunternehmen zusammenzuarbeiten. Unter ihnen waren Whittaker Chambers und John Scott, die als Redakteure der „New York Times“ tätig waren, Richard Lauterbach und Stephen Laird vom „Time Magazine“ und andere. Sie nutzten ihre Positionen, um sich mit Politikern, Prominenten und Staatschefs zu treffen. Einerseits sammelten sie ein breites Spektrum an Informationen. Andererseits beeinflussten sie auch wichtige Beschlüsse und Entscheidungen auf hohen Ebenen der Politik, Wirtschaft, Diplomatie, Kriegsführung und mehr. [9]

Der Moskauer Korrespondent der „New York Times“, Walter Duranty, berichtete ausführlich über die Sowjetunion und gewann 1932 den Pulitzer-Preis für seine 13-teilige Artikelserie in diesem Land. Jedoch glauben der amerikanische Ex-Kommunist Jay Lovestone und der prominente Journalist Joseph Alsop, dass Duranty als Spion für die sowjetische Geheimpolizei fungierte. [10]

Während der Hungersnot, die 1932-1933 die Ukraine und andere Regionen der Sowjetunion heimsuchte, leugnete Walter Duranty, dass die Hungersnot überhaupt existierte, ganz zu schweigen davon, dass Millionen von Menschen verhungerten. Er behauptete, dass „jeder Bericht, dass in der Sowjetunion heute Hungersnot herrsche, eine übertriebene oder böswillige Propaganda ist“. [11]

Robert Conquest, ein berühmter britischer Historiker und führender Wissenschaftler für die Geschichte der Sowjetunion, schilderte die Folgen von Durantys falscher Berichterstattung. So heißt es in seinem Klassiker „The Harvest of Sorrow: Soviet Collectivization and the Terror-famine“ (dt. etwa: „Die Ernte der Trauer: Die sowjetische Kollektivierung und die Terror-Hungersnot“):

Als einer der bekanntesten Korrespondenten der Welt, der für eine der bekanntesten Zeitungen der Welt arbeitete, wurde Mr. Durantys Leugnung der Hungersnot als Wahrheit akzeptiert. Er täuschte nicht nur die Leser der ‚New York Times‘, sondern beeinflusste aufgrund des Prestiges der Zeitung auch die Ansichten unzähliger Menschen über Stalin und das Sowjetregime. Sein Einfluss hat zweifellos den neu gewählten Präsidenten Roosevelt beeinflusst, das sowjetische kommunistische Regime anzuerkennen.“ [12]

Hollywood, die Heimat der amerikanischen Filmindustrie, wurde ebenfalls von kommunistischen und linken Ideen infiltriert und beherbergte sogar einen Zweig der Kommunistischen Partei. Nachdem Willi Munzenberg (1889-1940), ein deutscher Kommunist und Mitglied der Dritten Internationale, in die Vereinigten Staaten kam, begann er Lenins Konzepte der Filmentwicklung und -produktion umzusetzen und den Film als Propagandamittel zu nutzen. Er animierte Amerikaner, in die Sowjetunion zu reisen, um dort Filmwissenschaften zu studieren, und half Praktikanten beim Einstieg in die Filmindustrie. Er war es, der die Zweigorganisation der Kommunistischen Partei in Hollywood gründete.

Schrittweise begann der Einfluss der Sowjetunion zu wachsen. Viele Filmemacher der damaligen Zeit verehrten die Sowjets, und diese Empfindungen verstärkten sich während des Zweiten Weltkriegs, als die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion kurzzeitig gegen das Dritte Reich verbündet waren. Ein berühmter Dramatiker behauptete, dass die deutsche Invasion in der Sowjetunion „ein Angriff auf unser Mutterland“ sei. In dem Film „Botschafter in Moskau“ von 1943 wurde öffentlich erklärt, dass „es keinen grundlegenden Unterschied zwischen der Sowjetunion und den traditionellen Vereinigten Staaten gibt“. [14]

Neben der Sowjetunion hat das chinesische kommunistische Regime auch stark von linken Medien und Journalisten in der freien Welt profitiert. Prominent unter ihnen sind die linken amerikanischen Journalisten Edgar Snow, Agnes Smedley und Anna Louise Strong.

Edgar Snows „Roter Stern über China“ malte ein leuchtendes Bild von Mao Tse-dong und anderen hochrangigen chinesischen Führern der Kommunistischen Partei, während er ihre Verbrechen und die böse Natur des Kommunismus vor westlichen Lesern verheimlichte. Mao sagte: „Snow ist die erste Person, die den Weg für die freundschaftlichen Beziehungen frei macht, damit eine geschlossene Front aufgebaut werden kann.“ [15]

Agnes Smedley schrieb viele Artikel und Bücher, die der KP China und ihrer Führung schmeichelten. Es gibt stichhaltige Beweise aus den sowjetischen Archiven, die darauf hinweisen, dass sie eine Komintern-Agentin war. Sie arbeitete daran, die bewaffnete Revolution in Indien zu fördern und Informationen für die Sowjets zu sammeln. [16] Anna Louise Strong war ebenfalls eine Bewunderin der chinesischen kommunistischen Bewegung. Die KP China hat diese drei Amerikaner anerkannt, indem sie Briefmarken zu Ehren ihrer „verdienstvollen Leistungen“ herausgab.

3. Linke Vorurteile bei Medienschaffenden

Die meisten US-Amerikaner sind skeptisch gegenüber der Qualität der Medienberichterstattung. Laut Umfragen sind 47 Prozent der Menschen der Meinung, dass die Medien liberal ausgerichtet sind. Im Vergleich dazu sind nur 17 Prozent der Meinung, dass es eine konservative Tendenz gibt. [17] Deshalb stellt sich die Frage, warum es in der Nachrichtenbranche, einem Bereich mit so starker Konkurrenz, eine derart einheitliche Tendenz geben kann.

Obwohl Reporter und Redakteure ihre eigenen individuellen, politischen und sozialen Ansichten haben, muss sich dies nicht in ihrer Berichterstattung widerspiegeln. Da Subjektivität und Neutralität Schlüsselprinzipien der journalistischen Ethik sind, sollten Nachrichten keine persönliche Meinungen enthalten. Nach den normalen marktwirtschaftlichen Grundsätzen sollten Wettbewerbsverzerrungen durch das Auftreten neuer, neutralerer Wettbewerber ausgeglichen werden.

Die Realität ist komplizierter. Der US-Politikwissenschaftlers Tim Groseclose nutzte für sein Buch „Left Turn: How Liberal Media Bias Distorts the American Mind“ (zu deutsch etwa: „Linksruck: Wie die Parteilichkeit der liberalen Medien die amerikanische Psyche deformiert“) aus dem Jahr 2012 strenge wissenschaftliche Methoden, um die politische Orientierung der großen amerikanischen Medien zu analysieren. Seine Ergebnisse zeigen, dass die durchschnittliche politische Orientierung der amerikanischen Medien überaus stark in Richtung Liberalismus und Progressivismus tendiert und sich damit weit links vom typischen Wähler befindet. Die „Mainstream“-Medien sind noch weiter von diesem Durchschnitt entfernt. [18]

Das Buch erklärt, dass die Mehrheit der professionellen Medienschaffenden Liberale sind, was objektiv gesehen Druck auf Traditionalisten in diesem Bereich ausübt. Die wenigen Konservativen, die in liberalen Medienunternehmen arbeiten, gelten als „ziemlich böse oder menschenverachtend“, so Groseclose. Selbst wenn sie nicht aus der beruflichen Position gedrängt werden, wagen sie es nicht, ihre politischen Ansichten öffentlich zu äußern, geschweige denn konservative Standpunkte in der Presse oder dem Fernsehen zu vertreten. [19]

Linke Parteilichkeit hält Studenten mit konservativen Ansichten davon ab, Journalismus zu studieren oder sich nach dem Abschluss einen Job in den Medien zu suchen. Die Gemeinschaft der Medienschaffenden schließt Meinungen aus, die nicht mit ihrer liberalen Ausrichtung übereinstimmen. Dadurch bilden sich politische Echokammern. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft verstehen sich als die mitfühlende und intelligente Oberschicht an der Spitze der gesellschaftlichen Entwicklung, während sie die normalen Menschen als starrköpfige Banausen betrachten.

Allerdings repräsentieren die Mainstream-Medien (nicht nur der USA) nicht unbedingt die Meinungen des Hauptteils der Gesellschaft. Eine Umfrage von Gallup 2016 bestätigt dies. Laut der Umfrage sind 36 Prozent der amerikanischen Bürger Konservative, während die Liberalen etwas mehr als 25 Prozent ausmachen. [20] Anders gesagt, wenn die Medien genau die Ansichten der Menschen widerspiegeln würden, dann wären die Medien als Ganzes nicht linksgerichtet.

Die linke Schieflage der Medien ist eindeutig nicht das Ergebnis des Volkswillens. Ursache ist vielmehr die hinter den Kulissen betriebene politische Strategie, die gesamte Menschheit nach links zu rücken. Dies wird auch durch die oben genannte Umfrage widergespiegelt – Bürger ändern allgemein ihre Ansichten in Richtung liberaler und fortschrittlicher. 1996 betrug die Kluft zwischen Konservativen und Liberalen 22 Prozent, 2014 waren es 14 Prozent und 2016 11 Prozent. Der Anteil der Konservativen ist stabil geblieben, aber viele Menschen der Mitte sind nach links gewechselt. Die Mainstream-Medien spielen bei dieser Entwicklung der Bevölkerung eine nicht zu leugnende Rolle, was wiederum die ideologische Polarisierung der Medien unterstützt.

Es gibt auch einige Probleme, wenn man sich die Partei-Zugehörigkeiten von Medienschaffenden ansieht. In den Vereinigten Staaten gehören die Demokraten zum linken Spektrum, während die Republikaner zum rechten tendieren. Laut einer Umfrage der „Washington Post“ aus dem Jahr 2014 waren 28,1 Prozent der Medienmitarbeiter in den Vereinigten Staaten Demokraten, verglichen mit nur 7,1 Prozent, die sich als Republikaner bezeichneten. [21]

Die Mehrheit der Menschen, die in großen Zeitungen und Fernsehsendern arbeitet, sind Linke, seien es die Eigentümer dieser Einrichtungen oder die Reporter und Kommentatoren. Ihre Parteilichkeit ist offensichtlich. Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 unterstützten 57 der hundert größten Zeitungen des Landes – mit einer Gesamtauflage von 13 Millionen Exemplaren – die demokratische Kandidatin offen. Nur zwei von ihnen, mit einer Auflage von 300.000 Exemplaren, unterstützten den republikanischen Anwärter. [22]

Warum tendieren die Medien so weit nach links? In den 1960er Jahren war das Land stark von der kommunistischen Ideologie geprägt, wobei die sozialen Bewegungen der radikalen Linken die Vereinigten Staaten im Sturm eroberten. Die radikalen Studenten dieser Zeit traten später in die Medien, die akademische Gemeinschaft, die bürgerliche Gesellschaft, Regierungsbehörden und die Kunstszene ein und etablierten so die Herrschaft über den öffentlichen Diskurs.

Die Mehrheit der Universitätsprofessoren sind Linke, wie in Kapitel 12 erläutert. In Instituten für Journalismus und Literatur brachten sie Generationen von Absolventen unter ihren Einfluss. Medienschaffende erhalten keine hohen Gehälter, sondern nutzen ihren Idealismus als Zweck, um in der Branche zu überleben. Dieser Idealismus ist zum Instrument geworden, um die Medien in eine linke Plattform und Handlungsbasis zu verwandeln.

Neben den Nachrichtenmedien wird auch die Filmindustrie unter Druck gesetzt. Hollywood ist zu einer Bastion linker Propaganda geworden. Mit raffinierten Produktions- und Erzähltechniken fördern linksgerichtete Produzenten linke Ideologien, die die ganze Welt erreicht haben. Das Hauptthema der Hollywood-Filme ist in der Regel die Verleumdung des Kapitalismus und die Betonung von Klassenkonflikten, während sie gleichzeitig unmoralisches Verhalten oder Anti-Amerikanismus loben.

Der Autor Ben Shapiro interviewte viele Filmstars sowie Produzenten in Hollywood und schrieb ein Buch mit dem Titel „Primetime Propaganda: The True Hollywood Story of How the Left Took Over Your TV“ (dt.: „Primetime-Propaganda: Die wahre Hollywood-Geschichte darüber, wie die Linke Ihren Fernseher in Besitz nahm“). Laut Shapiro sagte ein berühmter Produzent, dass in diesem Beruf der Liberalismus zu 100 Prozent vorherrsche, und dass jeder, der dies leugne, entweder einen Scherz mache oder nicht die Wahrheit sage. Auf die Frage, ob ein anderer politischer Standpunkt den Weg einer Person in die Filmindustrie versperren könne, antwortete der Produzent: „Absolut”.

Ein berühmter Produzent gab unverhohlen zu, dass Hollywood liberale politische Ansichten über die Programme verkauft. Er sagte: „Im Moment gibt es nur eine Perspektive. Und es ist eine sehr fortschrittsgläubige Perspektive.“ [23] Der Produzent einer Fernsehserie über die Kriminalpolizei räumte ein, dass er absichtlich mehr Weiße als Kriminelle zeige, weil er nicht „zu negativen Stereotypen beitragen will“. [24]

Shapiro betont, dass Vetternwirtschaft in Hollywood eher ideologisch als familiär bedingt ist: Freunde engagieren Freunde mit den gleichen ideologischen Ansichten. Die Offenheit, mit der das Hollywood-Völkchen seine antikonservative Diskriminierung innerhalb der Branche zugibt, ist schockierend. Diejenigen, die über Toleranz und Vielfalt sprechen, haben keine Toleranz, wenn es darum geht, die ideologische Vielfalt zu respektieren. [25]

Fortsetzung

Quellen

[1] Rudolph A. Koss, Milwaukee. Milwaukee, Schnellpressen-Druck des „Herold“, 1871, S.54. Abgerufen am 18.12.2018. https://books.google.de/books?id=jfMvAQAAMAAJ&pg=PA54&dq=jefferson#v=onepage&q=jefferson&f=false
[2] Joseph Pulitzer, Why Schools of Journalism? The New Republic, 9. Oktober 1930, S. 283.
[3] “Rules of the Communist League,” The Communist League, Marx/Engels Internet Archive. Abgerufen am 18. Dezember 2018. https://www.marxists.org/archive/marx/works/1847/communist-league/index.htm
[4] Lin Biao, Speech at the Enlarged Meeting of the Politburo, Collection of Documents From China’s Cultural Revolution, 18.May 1966. [Auf Chinesisch]
[5] Hu Qiaomu, Newspapers Are Textbooks, The Collected Works of Hu Qiaomu, Vol. III, Peking, People’s Daily Publishing House, 1994, S. 303. [Auf Chinesisch]
[6] Han Mei, UK Declassifies Files Saying 10,000 Were Killed at Tiananmen; Bodies Stored Underground in Heaps, Sound of Hope Radio, 20. December 2017, http://www.soundofhope.org/gb/2017/12/20/n1378413.html. [Auf Chinesisch]
[7] „Die sogenannte Selbstverbrennung“. minghui.org. Abgerufen am 18.12.2018. http://de.minghui.org/cc/88/
[8] “General Overview: Intensify the Fostering of a Mechanism for Innovation, Construct a High-Grade Propaganda Cultural Team,” Xinhua News Network, 28. September 2011, http://cpc.people.com.cn/GB/64107/64110/15777918.html. [Auf Chinesisch]
[9] Matthew Vadum, “Journalistic Treachery,” Canada Free Press, 1. Juli 2015. Abgerufen am 18.12.2018. https://canadafreepress.com/article/journalistic-treachery.
[10] Marco Carynnyk, “The New York Times and the Great Famine,” The Ukrainian Weekly No. 37, Vol. LI (11. September 1983). Abgerufen am 18.12.2018. http://www.ukrweekly.com/old/archive/1983/378320.shtml.
[11] Robert Conquest, The Harvest of Sorrow: Soviet Collectivization and the Terror-famine. Oxford: Oxford University Press, 1986, S. 319.
[12] Arnold Beichman, “Pulitzer-Winning Lies,” The Weekly Standard, 12. June 2003, https://www.weeklystandard.com/arnold-beichman/pulitzer-winning-lies.
[13] Ronald Radosh, Red Star over Hollywood: The Film Colony’s Long Romance with the Left. San Francisco: Encounter Books, 2005, S. 80.
[14] Ibid., S. 105.
[15] Edgar Snow, Random Notes on Red China, Maos Zitat übersetzt von Xi Boquan, Nanjing: Jiangsu People’s Publishing House, 1991, S. 1.
[16] Ruth Price, The Lives of Agnes Smedley. Oxford: Oxford University Press, 2004, S. 5–9.
[17] Lymari Morales, “Majority in U.S. Continues to Distrust the Media, Perceive Bias,” Gallup, 22. September 2011, https://news.gallup.com/poll/149624/majority-continue-distrust-media-perceive-bias.aspx.
[18] Tim Groseclose, Left Turn: How Liberal Media Bias Distorts the American Mind. New York: St. Martin’s Press, 2011.
[19] Ibid., “The Second-Order Problem of an Unbalanced Newsroom,” Kapitel 10.
[20] Lydia Saad, “U.S. Conservatives Outnumber Liberals by Narrowing Margin,” Gallup, 3. Januar, 2017, https://news.gallup.com/poll/201152/conservative-liberal-gap-continues-narrow-tuesday.aspx
[21] Chris Cillizza, “Just 7 Percent of Journalists Are Republicans. That’s Far Fewer than Even a Decade Ago,” The Washington Post, 6. Mai, 2014, https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2014/05/06/just-7-percent-of-journalists-are-republicans-thats-far-less-than-even-a-decade-ago/?noredirect=on&utm_term=.3d0109901e1e
[22] “2016 General Election Editorial Endorsements by Major Newspapers,” The American Presidency Project, http://www.presidency.ucsb.edu/data/2016_newspaper_endorsements.php
[23] Ben Shapiro, “The Clique: How Television Stays Liberal,” Primetime Propaganda: The True Hollywood Story of How the Left Took Over Your TV. New York: Broadside Books, 2012.
[24] Ibid., “Making the Right Cry: How Television Drama Glorifies Liberalism.”
[25] Ibid., “The Clique: How Television Stays Liberal”

Chinesisches Original: http://www.epochtimes.com/
Englische Version: https://www.theepochtimes.com/how-the-specter-of-communism-is-ruling-our-world

Hier der Link zur Liste der bereits veröffentlichten Kapitel: Wie der Teufel die Welt regiert

Kurzform: Einführung, Kap. 1: 36 Strategien Teil 1, Teil 2Kap. 2: Marx Teil 1, Teil 2Kap. 3: NovemberrevolutionKap. 4: Der verborgene Feind der freien Gesellschaft Teil 1, Teil 2 Kap. 5: Offene oder verdeckte Gewalt Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 – Kap. 6: Eine Generation ohne traditionelle Kultur Teil 1, Teil 2 – Kap. 7: Die Zerstörung der Familien Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap. 8: Sozialstaat und Politik Teil 1, Teil 2Teil 3Kap. 9: Die Wohlstandsfalle Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap. 10: Justiz, Gesetze und Staatsterrorismus Teil 1, Teil 2Kap. 11: Kunst Kap. 12: Bildungswesen Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap 13: Medien Teil 1, Teil 2Kap. 14: Parteikultur und Pop-Kultur Teil 1, Teil 2Kap. 15: Terrorismus – Kap. 16:  Umweltschutz Teil 1, Teil 2Kap. 17: Globalisierung Kap. 18: Globaler Anspruch des „Modell China“ Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Ausblick