Sensation in Israel: 5.000 Jahre alte Metropole aus der Bronzezeit freigelegt

Epoch Times7. Oktober 2019 Aktualisiert: 7. Oktober 2019 11:26
Forscher haben im Norden Israels eine über 5.000 Jahre alte Metropole freigelegt. Die Stätte En Esur sei das bislang größte urbane Zentrum aus der Bronzezeit in der Region, erklärte die israelische Altertumsbehörde.

Forscher haben im Norden Israels eine über 5000 Jahre alte Metropole freigelegt. Die Stätte En Esur in der Nähe der heutigen Stadt Chadera im Bezirk Haifa sei das  bislang größte urbane Zentrum aus der Bronzezeit in der Region, erklärte die israelische Altertumsbehörde am Sonntag.

En Esur sei ausgesprochen planvoll angelegt worden, sagte Behördenvertreter Jizchak Pas der Nachrichtenagentur AFP. „Es gab öffentliche Plätze sowie regelrechte Straßennetze.“ Schätzungsweise 5.000 bis 6.000 Menschen hätten hier von Landwirtschaft und Handel gelebt. Rund 3.000 Jahre vor Christi sei die Stadt allerdings wieder aufgegeben worden. Die Gründe dafür seien unbekannt.

Nach Angaben der Archäologen Itai Elad und Dina Schalem erstreckte sich En Esur über eine Fläche von 0,65 Quadratkilometern und war damit doppelt so groß wie alle anderen bisher bekannten antiken Stätten in der Region. Die Forscher entdeckten Teile eines zwei Meter hohen Befestigungswalls, einen Friedhof sowie einen Tempel mit Tier- und Menschenfiguren. In einem Steinbecken des Tempels fanden sie als mutmaßliche Opfergaben verbrannte tierische Knochenreste.

Bei ihren Grabungen stießen die Forscher auch auf eine kleinere und mutmaßlich 2.000 Jahre ältere Siedlung aus der Kupferzeit. Diese weise Anzeichen für einen ungewöhnlich frühen ersten Urbanisierungsprozess auf, erklärte Pas. Bislang wurden in En Esur rund vier Millionen Fragmente freigelegt, darunter Keramikscherben, Steinwerkzeuge und Vasen aus Stein und Basalt. Einige der Werkzeuge stammten laut den Forschern aus Ägypten.

Die Ausgrabungen wurden vor zweieinhalb Jahren im Vorfeld von Straßenbauarbeiten in dem Gebiet begonnen. An ihnen beteiligten sich neben den Experten auch 5.000 Jugendliche und Freiwillige. (afp)

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