Mutter und KindFoto: Laura DeBouchel/Getty Images

Gen-Babys: England erlaubt künstliche Befruchtung mit DNA von drei Menschen

Epoch Times4. Februar 2015 Aktualisiert: 4. Februar 2015 20:47

In England ist es nun erlaubt Babys mit drei Elternteilen künstlich zu erzeugen. Als einziges Land weltweit billigte das Parlament in London am Dienstag die Zulassung eines Verfahrens, in dem bei der künstlichen Befruchtung die DNA von drei Menschen zum Einsatz kommen darf.

"Bei der vom Parlament am Dienstag mit großer Mehrheit genehmigten Methode wird bei einer befruchteten Eizelle eines Elternpaares die mitochondriale Erbsubstanz der Frau durch die einer anderen weiblichen Eizelle ersetzt. Mit der Genmanipulation sollen Erbkrankheiten verhindert werden," berichtet die "Bild" Zeitung.

Das Ziel der Genmanipulation ist es Erbkrankheiten zu verhindern. 382 Abgeordnete stimmten dafür das Verfahren zu legalisieren, 128 stimmten dagegen. 

Die an der Universität von Newcastle entwickelte Methode ist jedoch hoch umstritten. 

Bei dieser neuen Technik wird die Übertragung der Mitochondriopathie von der Mutter auf das Kind blockiert indem aus der Eizelle die defekte Mitochondrie entfernt und durch eine Mitochondrie einer anderen Frau ersetzt wird.

Mitochondriopathien sind Erkrankungen, die durch eine Fehlfunktion oder Schädigung der Mitochondrien verursacht werden. Da die Zellorganellen vor allem für die Bereitstellung der Energie (in Form von ATP) in den Körperzellen zuständig sind, machen sich diese Erkrankungen meist durch massive Schwäche, Müdigkeit und Ähnliches bemerkbar. 

Nach dem Vorgang wird die veränderte Eizelle im Labor mit dem Sperma des Vaters befruchtet und danach in die Gebärmutter der Mutter eingesetzt. 

Die britische Regierung sieht durch diese Methode einen riesigen medizinischen Fortschritt. Gegner, wie die anglikanische Kirche von England, verweisen auf die Ethik. 

"Wenn einmal diese ethische Grenze überschritten wird, wenn einmal festgelegt wird, dass es erlaubt ist, das menschliche Erbgut zu verändern, wird es schwierig, nicht die nächsten Schritte zu gehen und zu einer Welt zu kommen, in der Babys nach Mass produziert werden", sagt David King vom Verein Human Genetics Alert, berichtet 20min.ch.

Die USA hatte ein ähnliches Verfahren bereits legalisiert. In 2002 wurde die Methode jedoch wieder verboten. (so) 


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