Der Kopf eines eiszeitlichen Wolfes liegt neben einem Maßband.Foto: Albert Protopopov/dpa

Gut erhaltener Kopf eines Eiszeit-Wolfs in Sibirien gefunden

Epoch Times15. Juni 2019 Aktualisiert: 15. Juni 2019 21:55
Wissenschaftler haben in Sibirien einen vollständig erhalten gebliebenen Kopf eines Wolfs aus der Eiszeit sichergestellt.

Wissenschaftler haben in Sibirien einen vollständig erhalten gebliebenen Kopf eines Wolfs aus der Eiszeit sichergestellt und untersucht. Der Fund sei etwa 32.000 Jahre alt, teilte die Akademie der Wissenschaften von Jakutien im Nordosten Russlands mit.

„Dies ist der weltweit einzige vollständig erhalten gebliebene Kopf eines pleistozänen Wolfs samt Weichgewebe, Zähnen und Gehirn.“

Der Fund sei von großem Interesse für die Wissenschaft, sagte Paläontologe Albert Protopopow. „Wir vergleichen ihn mit modernen Wölfen, um zu verstehen, wie sich die Art entwickelt hat, und um ihr Aussehen zu rekonstruieren.“ Die DNA des Tieres werde nun mit Experten aus Schweden untersucht. Der Kopf sei etwa 40 Zentimeter lang und damit deutlich größer als der heute lebender Wölfe.

Ein Bewohner der Region hatte den mit dichtem Haar bedeckten Schädel im Sommer vergangenen Jahres am Ufer des Flusses Tirechtjach gefunden. Er sei deshalb so gut erhalten geblieben, weil er im Permafrostboden vor Verwesung geschützt gewesen sei. Russische und japanische Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Eiszeit-Wolf im Alter von zwei bis vier Jahren starb – woran genau, war zunächst unklar. Die Forscher wollen auch untersuchen, ob der Kopf im Eis abgetrennt wurde oder möglicherweise mit einer Axt.

In Sibirien werden immer wieder sensationelle Funde gemacht. Vor allem im europäischen Teil der russischen Arktis zieht sich der Permafrost stark zurück. Dadurch werden gut erhaltene Fossilien freigegeben, vor allem von Mammuts. 2013 wurden Überreste eines ausgestorbenen Elefanten mit Muskelgewebe und Blut gefunden. Nicht weit entfernt von dem Eiszeit-Wolf sei auch ein Jungtier eines Höhlenlöwen entdeckt worden, teilte die Akademie mit. (dpa)



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