Pflanzen stellen Berechnungen an, um ihren Stärke-Vorrat für die Nacht einzuteilen.Foto: Oliver Morin / AFP / Getty

Pflanzen rechnen mit ihrer Stärke

Von 1. August 2013 Aktualisiert: 1. August 2013 8:00

 

Pflanzen können Mathematik? Das jedenfalls ist einer Studie zu entnehmen, wonach Pflanzen Berechnungen anstellen, um sicherzugehen, genügend Nahrung für die Nacht zu haben.

Wissenschaftler des John Innes Zentrums im englischen Norwich entdeckten, dass Pflanzen ihren Stärkekonsum anpassen, um Hunger in der Nacht zu vermeiden, wenn keine Sonnenenergie zur Verfügung steht, berichtete Reuters.

„Das ist der erste konkrete Beispiel für komplizierte arithmetische Berechnungen in einem biologischen Prozess“, bemerkte Martin Howard, ein Mathematiker des Zentrums, gegenüber der Nachrichtenagentur.

Mechanismen im Pflanzen-Blatt sollen den Stärkevorrat darin berechnen, um so abschätzen zu können, wieviel davon bis zur nächsten Morgendämmerung benötigt wird.

„Die Berechnungen sind so genau, dass die Pflanzen nicht nur vermeiden über Nacht zu hungern, die Nahrung wird auch so effizient wie möglich eingesetzt, um den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen“, sagt die Koautorin, Alison Smith, in einer Pressemitteilung gegenüber Discovery News. „Wenn der Stärkespeicher zu schnell aufgebraucht wird, würden die Pflanzen nachts hungern und aufhören zu wachsen. Wird der Speicher zu langsam aufgebraucht, geht ein gewisser Teil davon verloren.“

Informationen über die empfangene Menge an Sonnenlicht kommen, wie beim Menschen, von der inneren biologischen Uhr der Pflanzen.

„Wenn wir verstehen, wie Pflanzen es schaffen, selbst in der Dunkelheit zu wachsen, könnten wir die Ernteerträge steigern”, sagte Smith Reuters.

Die Mechanismen seien nicht das Resultat eines bewussten Prozesses, sagte der Wissenschaftler, sondern das einer chemischen Reaktion.

Englischer Originalartikel: Plants ‘Do Math’ to Stay Alive, Says Study



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion