Pharmaunternehmen CureVac hält Corona-Impfstoff im Herbst für möglich

Epoch Times18. März 2020 Aktualisiert: 18. März 2020 9:00
„Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen“, sagte der Dietmar Hopp, Miteigentümer des Pharmaunternehmen CureVac.

Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac kann nach Einschätzung seines Miteigentümers Dietmar Hopp möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern.

„Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen“, sagte der SAP-Gründer und Mäzen des Fußball-Bundesligisten Hoffenheim der „Bild“-Zeitung. „Zunächst einmal muss man sagen, dass natürlich keine kranken Menschen geheilt werden können, sollten unsere Forscher Erfolg haben. Ein Impfstoff kann aber vorbeugend die Gesunden schützen.“ Hopp hält es für möglich, im Herbst einen Impfstoff zu liefern.

Am Wochenende hatte es Berichte gegeben, wonach die USA exklusiv die Rechte an einem Impfstoff gegen das Coronavirus von CureVac erwerben wollten. Die Firmenspitze hatte aber gesagt, ein Exklusivvertrag etwa mit den USA für einen Corona-Impfstoff komme für CureVac nicht infrage. Seit Januar forscht das Pharmaunternehmen an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Die EU will die Firma bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen.

Seine vor rund 14 Jahren getätigten Investitionen in die Firma begründete Hopp damit, er sei davon fasziniert, dass der Mensch seine Krankheiten mit körpereigenen Mitteln bekämpfen könne, ohne Chemie. Die CureVac-Forscher beschäftigen sich schon lange mit dem Coronavirus damit, fügte Hopp hinzu. Gesammelte Erfahrungen sollten nützlich sein für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus.

Der 79-Jährige wäre glücklich, wenn die gegen ihn gerichteten Hasstiraden in den Bundesliga-Stadien aufhören würden. Auf die Frage, ob der Kampf mit CuraVac gegen das Coronavirus die teils kriminellen Angriffe auf ihn stoppen könnte, sagte er: „Das ist in keinster Weise meine Motivation. Aber es wäre natürlich ein sehr schöner Nebeneffekt. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, wie sehr mich diese Angriffe belasten.“ (dpa)

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