Wissenschaftler sammeln in einer Höhle in Sibirien Daten zum Permafrost.Foto: -/University of Oxford/dpa/dpa

Ehemaliges Biowaffenlabor erforscht Corona-Impfstoff – und Viren aus der Altsteinzeit

Epoch Times17. Februar 2021 Aktualisiert: 17. Februar 2021 18:19
Ein russisches Staatslabor will mit Hilfe von Geweberesten von Tieren aus der Altsteinzeit nach ebenso alten Viren suchen. Anhand der Funde aus dem Permafrost hoffen die Forscher des früheren Biowaffenlabors unter anderem Erkenntnisse über noch heute existierende Krankheitserreger zu finden.

Zu Sowjetzeiten wurden im Vektor-Labor in der Region Nowosibirsk biologische Waffen entwickelt. Heute steht das Labor hinter dem Corona-Impfstoff EpiVacCorona. In Zukunft möchte man sich wieder der Vergangenheit widmen, der Zeit, lange vor der Sowjet-Ära.

Die Forscher des russischen Staatslabors wollen mit Hilfe von Geweberesten von Tieren aus dem auftauenden Permafrost nach Viren aus der Altsteinzeit suchen. Ein Ziel sei es, mit Hilfe möglicher Paläoviren die Entwicklung von Viren zu erforschen, teilte das in Sibirien ansässige Labor Vektor am Dienstag mit. An dem Projekt beteiligt ist demnach auch die Universität von Jakutsk.

Für das Projekt wurde demnach bereits erstes Gewebe von einem etwa 6.500 Jahre alten Pferd entnommen, das im Jahr 2009 in der sibirischen Region Jakutien entdeckt wurde. Dort werden wegen der Schmelze der Dauerfrostböden häufig Überreste von Tieren aus dem Paläolithikum in erstaunlich gutem Zustand entdeckt, darunter auch von Mammuts.

Die Wissenschaftler glauben, dass sich in den Überresten möglicherweise auch die DNA von Viren und anderen Mikroorganismen finden lassen. Diese könnten unter anderem Aufschluss über noch heute existierende Krankheitserreger geben.

Die Forscher wollen auch Gewebe von Mammuts, Elchen, Hunden, Rebhühnern, Nagetieren und Hasen untersuchen. Bislang seien diese nur bakteriologisch untersucht worden, erklärte Maxim Tscheprassow, der Laborleiter für das Mammut-Museum an der Universität Jakutsk. Über Paläoviren hätten sie aber noch nie geforscht, fügte er hinzu. (afp/ts)



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