„Die Mauer“ ein asisi-Panorama zum geteilten Berlin

Von 4. September 2012 Aktualisiert: 4. September 2012 22:20
Am 4. September 2012 wurde ein Teil des Rohbaus für das neue Panoramahaus für „Die Mauer“ von Yadegar Asisi in Berlin am Checkpoint Charlie fertiggestellt. Panoramakünstler Yadegar Asisi richtete seinen …

Am 4. September 2012 wurde ein Teil des Rohbaus für das neue Panoramahaus für „Die Mauer“ von Yadegar Asisi in Berlin am Checkpoint Charlie fertiggestellt.

Panoramakünstler Yadegar Asisi richtete seinen Dank an die Bauarbeiter, Handwerker und den Architekten Anuschah Behzadi zum bisherigen Bau der Rotunde. Er sagte: „Wir wollten eigentlich mit dem Projekt weiter sein, aber wir sind hier durch Stürme gefahren. Bauen ist in der Mitte Berlins aufgrund der Kriegseinwirkungen im Kellerbereich nicht einfach. Auch der Abschluss des Mietvertrages war eines der schwierigsten Verfahren, die ich je kennengelernt habe. ..“

120 Tonnen Stahl wurden in das Gerippe der Rotunde verbaut. Die Gründungsebene des asisi

Panometers besteht aus veredeltem Stahlbeton. Zur Zeit wird noch an der äußeren Hülle gearbeitet. Nächste Woche beginnen die Ausbauarbeiten im Inneren des Objektes. Es entsteht ein Besucherturm, der eine Aussichtsplattform für die Panoramaschau enthalten wird.

Die Druckdatei für das monumentale Rundbild umfasst etwa 12 Gigabyte. Die fertig gedruckten Bildbahnen werden bei einer Firma in Lennestadt zu einem Gesamtbild konfektioniert und am 17. September nach Berlin geliefert.

„Die Mauer“ ist ein im Maßstab 1:1 gehaltenes Panorama und gibt einen Eindruck vom Leben mit der Teilung Berlins an einem fiktiven Novembertag in den 1980er-Jahren. Von der Plattform aus im 18 Meter hohen Rundbau ist zu entdecken, wie sich die Menschen mit der Situation in der geteilten Stadt arrangieren und wie banal alltäglich und subtil grausam zugleich die Teilung Berlins war. Asisis Erfahrungen als Zeitzeuge, der im Osten und im Westen der Stadt lebte, verdichten sich detailreich zu Alltagsgeschichten. Er sagte: „Ich habe mir Gedanken gemacht, wie man als Künstler mit dem Thema des Kalten Krieges umgehen kann. Die Mauer hat nicht nur Menschen getrennt sondern auch Stadträume mit ihren Häusern zerschnitten. Der Riss durch die Stadt wird im Panorama von Kreuzberg aus nach Berlin Mitte gezeigt. Das, was ich beschreibe, bündelt meine Erfahrungen und lässt sich nur aus dem Westen beschreiben. Die Häuser im Osten blieben an der Mauer unsaniert oder wurden weggerissen … Das Panorama ist für mich mit seiner Räumlichkeit ein modernes Medium unserer Zeit und hat einen großen Nachhalteeffekt bei den Besuchern.“

Ab 22. September 2012 kann das Asisi-Panorama der Zeitreise ins Berlin der 1980er-Jahre ab 10 Uhr in der Friedrichstraße 205, Ecke Zimmerstraße, besucht werden. Tickets kosten 10 Euro. Abhängig von der Areal-Entwicklung wird es vorerst 13 Monate am Checkpoint Charlie zu sehen sein.

Weitere Informationen sind unter www.asisi.de erhältlich.

 

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