Immer mehr Abiturienten mit Fachhochschulreife

Von 15. Februar 2006 Aktualisiert: 15. Februar 2006 13:23
„Studierneigung“ der Abiturienten bei 82 Prozent

Wiesbaden – Wie das Statistische Bundesamt zur am kommenden Montag beginnenden Bildungsmesse „Didacta“ in Hannover mitteilt, erwarben im Jahr 2004 rund 386 900 Jugendliche die Hochschul- oder Fachhochschulreife, das sind 41,5% der gleichaltrigen Wohnbevölkerung.

Knapp ein Drittel der Abiturienten erhielt die Fachhochschulreife. Dieser Anteil ist seit dem Jahr 2000 um nahezu ein Viertel von 26% auf 32% gestiegen. Die Fachhochschulreife wurde zu rund 90% in beruflichen Schulen erworben, insbesondere an Fachoberschulen (40%), Berufsfachschulen (28%) und Fachschulen (17%). Die Gesamtzahl der Absolventen mit Fachhochschulreife stieg seit dem Jahr 2000 deutlich um 33 500 (+ 37%) auf 123 400.

Dagegen erhöhte sich die Zahl der Absolventen mit Hochschulreife gegenüber dem Jahr 2000 lediglich um 5 800 (+ 2%). Die Absolventen mit allgemeiner Hochschulreife erwarben ihren Abschluss auch 2004 weitgehend an allgemein bildenden Schulen, insbesondere an Gymnasien (77%) und Integrierten Gesamtschulen (6%). Die Schulen des Zweiten Bildungswegs (Abendgymnasien und Kollegs) spielten mit einem Anteil von 2% eine relativ geringe Rolle. Rund 14% der Abiturienten mit allgemeiner Hochschulreife erhielten diesen Abschluss an beruflichen Schulen, vor allem an Fachgymnasien (11%).

Im Jahr 2004 nahmen 36% der insgesamt 386 900 studienberechtigten Schulabgänger noch im gleichen Jahr ein Hochschulstudium auf. Abhängig von ihrer individuellen Lebensplanung schreiben sich viele Studienberechtigte erst mehrere Jahre nach ihrem Schulabschluss an einer Hochschule ein. Von 347 500 studienberechtigten Schulabgängern des Jahres 2000 hatten sich bis Ende 2004 fast drei Viertel (73%) für ein Hochschulstudium entschieden.

Nach einer Empfehlung des Wissenschaftsrates soll der Anteil der Studienberechtigten und damit der potentiellen Studienanfänger an der Bevölkerung gesteigert werden, um einem Mangel an wissenschaftlichen Nachwuchskräften vorzubeugen. Die „Studierneigung“ der Schulabgänger ist allerdings je nach Abschlussart unterschiedlich ausgeprägt: Von den Schulabgängern, die im Jahr 2000 die allgemeine Hochschulreife erworben

hatten, entschieden sich bis Ende 2004 rund 82% für ein Studium. Bei den Schulabgängern mit Fachhochschulreife waren es weniger als die Hälfte (47%).



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