„Intelligent Design“: Das Verhältnis von Naturwissenschaften und Religion

Von 23. Juni 2006 Aktualisiert: 23. Juni 2006 15:00
Institut für Wissenschaftsgeschichte der Universität Göttingen veranstaltet dreitägiges internationales Symposium

Die aktuelle Debatte um das ‚Intelligent Design‘-Konzept, nach dem das Leben durch einen allmächtigen ‚Designer‘ und nicht durch Evolution entstanden ist, hat weltweit das Interesse auf das Verhältnis von Naturwissenschaften und Religion gelenkt. Tragen die Naturwissenschaften zu einer Rechtfertigung von Religiösität bei, indem sie Beweise für die Existenz eines ‚höheren Wesens‘ liefern? Oder handelt es sich bei den Vorstellungen eines ‚intelligent design‘ lediglich um den Versuch, subjektiven religiösen Empfindungen den Anstrich naturwissenschaftlicher Autorität zu geben?

Mit dem Verhältnis von Naturwissenschaften und Religion beschäftigt sich ein internationales Symposium, das vom 29. Juni bis 1. Juli 2006 an der Georg-August-Universität stattfindet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Biographien renommierter Forscher des 20. Jahrhunderts wie Albert Einstein oder Pierre Teilhard de Chardin: Welchen Bezug hatten sie zu Glauben, Religiösität und Konfession, auf welche Weise haben diese persönlichen Einstellungen ihre Forschungen geprägt? Als besonders interessant gilt dabei der Aspekt möglicher Wechselwirkungen zwischen Forschungsarbeit und Glaubensüberzeugungen der jeweiligen Forscher. Es wird aber nicht nur um Christentum und Judentum, sondern auch um Islam und Hinduismus gehen. Zum Thema referieren Experten aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Indien und den USA. An der Tagung mit dem Titel „New Approaches to Science and Religion – Twentieth Century“ werden Historiker, Philosophen und Theologen teilnehmen. Den Eröffnungsvortrag zum Thema „The Intellectual Origins of Intelligent Design“ hält der Wissenschaftshistoriker Prof. Dr. Ronald Numbers von der University of Wisconsin-Madison (USA). Die Veranstaltung ist öffentlich. Sie findet am Donnerstag, 29. Juni 2006, in der Paulinerkirche (Papendiek 14) statt und beginnt um 17.15 Uhr.

Weitere Informationen können unter www.gwdg.de/~uhwg/Tagungen.html abgerufen werden.



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