Wissenschaftler: „Die Geschichten über Levitation sind wahr“

Von 20. Juli 2015 Aktualisiert: 20. Juli 2015 18:43
Fliegende Menschen? Ein sehr gut dokumentierter Fall, der der katholischen Kirche selbst ein Dorn im Auge war, war der Mönch St. Copertino. Seine Ausflüge sind Gegenstand der Forschung eines amerikanischen Wissenschaftlers und Hauptinhalt seines aktuellen Buches geworden.

Die meisten Gelehrten in der Geschichte vermieden es, historische Aufzeichnungen über Levitationen und anderer Formen der Psychokinese näher zu untersuchen.

Hier ist Dr. Michael Grosso sicher die große Ausnahme, denn er hat sich diesem Thema vollständig gewidmet. Die Schlussfolgerungen bezüglich der Natur des Menschen und seinen Möglichkeiten seien entscheidend um unsere Gegenwart und Zukunft zu verstehen, so wie bei jeder Lektion, die uns die Geschichte bietet, so Grosso.

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„Nach meinem Dafürhalten … sind all die Geschichten über Levitationen wahr … und aus einem bestimmten Blickwinkel sind sie wichtig“, sagt Grosso. Sie steuern Beweismittel für die Unhaltbarkeit der Idee des Materialismus bei.“ Denn alles, was darüber hinausgeht, begründet sich nicht einfach nur auf Phantasie sondern auf Erfahrungen.

Michael Grosso, Ph.D., in seinem Haus in Charlottesville, Virginia, am 4. Februar 2015.Michael Grosso, Ph.D., in seinem Haus in Charlottesville, Virginia, am 4. Februar 2015.Foto: Tara MacIsaac / Epoch Times

Seit Jahrtausenden gab es in der menschlichen Gesellschaft verschiedene „Wege um mit göttlichen Sphären in Dialog zu treten“, erklärt er. Innerhalb der letzten wenigen hundert Jahre jedoch hat sich die Menschheit vollständig dem Materialismus zugewandt, indem sie alles, das nicht physikalisch gemessen wurde, anzweifelt.

„Dennoch gibt es Wege zurück in das Reich des Poetischen und Magischen – Wege, die über die Dimension der menschlichen Existenz hinausgehen“, sagt Grosso, der an der Universität von Columbia promoviert hat und aktuell in der Division of Perceptual Studies (Abteilung für das Studium der Wahrnehmung) an der University of Virginia arbeitet.

Er habe ein Buch über einen besonderen historischen Fall von Levitation verfasst, so Grosso. Bei diesem Fall scheint alles darauf hin zu deuten, dass er authentisch ist. Ursprünglich war er bei Oxford University Press unter Vertrag. Aber sein Vertrag wurde beendet, weil er seine Behauptungen über die Existenz von Levitation nicht fallen lassen wollte. Das Buch wird dieses Jahr bei Rowman & Littlefield unter dem Titel erscheinen: „The Man Who Could Fly: St. Joseph of Copertino and the Mystery of Levitation.“

St. Joseph von Copertino (1603-1663) schwebte manchmal nur einige Zentimeter über dem Grund, flog aber auch hoch in die Luft. Das geschah teilweise vor großen Menschenmengen in ganz Italien. Der Prozess seiner Heiligsprechung beinhaltete eine eingehende Prüfung. So wurden in diesem Fall viele schriftliche Aufzeichnungen, darunter 150 Augenzeugenberichte, mit detaillierten Informationen über Copertinos Levitationen ausgewertet.

Bezüglich Einwänden von Skeptikern sagte er: „Diese hielten einer Überprüfung nicht stand, nicht bei Aufzeichnungen, die sich über 35 Jahre erstrecken würden und Zeugen auf höchsten gesellschaftlichen Ebenen, darunter Kardinäle, ein Papst und selbst Inquisitoren.“

Zu dieser Zeit besaß die Kirche auch keine Motive, um einen vorgeblichen Wundertäter zu fördern, so Grosso. Es gibt keinen Grund zur Annahme, die Kirche würde etwas anderes, als die harten Fakten aufzeichnen. Über die Jahre erfuhr Copertino genauso viel Misstrauen wie Offenheit durch die Kirche. Man schickte ihn von einer Stadt in die andere und er erhielt vorsichtige Drohungen, seine Levitationen zu unterlassen – wahrscheinlich aus dem Grund, da sich, wo immer er sich auch aufhielt, sofort eine große Gruppe von Anhängern um ihn bildete.

Er befand sich sogar zur selben Zeit wie Galileo Galilei in Rom unter Hausarrest, aber aus einem ganz anderen Grund. Während seiner mystischer Natur war, versuchte Galileo Galilei die moderne Wissenschaft voranzubringen. Beide wurden mit Misstrauen behandelt.

Die Kirche hätte Copertino jedenfalls ganz leicht als Häretiker abstempeln können und seine Levitationen als Symptom dämonischer Besessenheit. Er musste sich auch tatsächlich einem Verfahren stellen. Aber, so Grosso, der Inquisitor hatte keine geheimen Motive erkennen können. Copertino war völlig demütig und schämte sich wegen seiner Fähigkeiten.“

Seine Levtationen geschahen nicht absichtlich, sondern in einem Zustand der Extase. In bestimmten Momenten schien Copertino so gerührt zu sein, dass er in einen anderen Bewusstseinszustand eintrat und zu schweben begann. Er vergaß alles um sich herum, obwohl er mit seinem Verhalten Aufsehen erregte.

„Es gibt einen Grund, warum die Leute heutzutage nicht einfach in die Luft schweben, während sie in der Schlange am Markt stehen, sagt Grosso. Copertino hatte die richtigen Voraussetzungen. Zum einen, befand er sich manchmal in diesem besonderen Bewusstseinszustand, dieser Extase, zum anderen aber schien sein Vertrauen ein wesentlicher Bestandteil für seine Fähigkeit gewesen zu sein.

Auch waren die Menschen dieser Zeit nicht besonders leichtgläubig, und Massenillusionen waren auch nicht an der Tagesordnung. Eher waren es die Reformation der Kirche, die Kultur des Barock, die Gewohnheit zu fasten und sich in die Einsamkeit zurückzuziehen, die eine Umgebung erschufen, in der man leichter einen anderen Bewusstseins-Zustand erlangen konnte.

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Damals war eine schrille Zeit. Aber könnte heute ein Ereignis oder eine Änderung in der Gesellschaft ähnliche Umstände bewirken?

Dazu müsste es eine „massive Störung in der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen“ geben, sagte er, die uns direkt in einen kollektiven Bewusstseins-Zustand befördern würde, der mehr im Einklang mit unseren angeborenen Fähigkeiten wäre. Anstatt einer Katastrophe, wünscht er, ein solcher Zustand könne durch eine Verschmelzung von Wissenschaft und der Suche nach einem höheren Selbst eintreten.

Copertino, aber auch viele andere, haben im Verlauf der Geschichte verschiedene übernatürliche Fähigkeiten gezeigt. Von Copertino wird auch berichtet, er habe Heilungen durchgeführt und den Duft der Heiligkeit verströmt. Wenn eine einzelne Person all diese Fähigkeiten entwickeln könnte, dann hätte man einen „Supermann“ oder eine „Superfrau vor sich“, so Grosso.

Psychokinese ist vielleicht nicht immer auf diese dramatische Weise, wie bei den Levitationen von Copertino, zu sehen. Vielleicht zeigt sie sich in versteckter Form, und alle Menschen in der Welt haben diese Fähigkeit, aber ohne es zu wissen, sagt Grosso.

„Könnte es sein, dass [diese versteckten Fähigkeiten] das gemeinsame Potential der zukünftigen Menschheit repräsentieren“, fragte er. „Man kann nur hoffen, dass sich das bewahrheitet.“ (dk)