Lebendes Tiefseefossil: Fischer fangen prähistorischen Hai

Epoch Times10. December 2017 Aktualisiert: 13. Februar 2018 10:51
An Bord eines kommerziellen Fischkutters konnten Forscher einen außergewöhnlichen Fang bestaunen. Den Fischern war ein Hai mit seltenen prähistorischen Merkmalen ins Netz gegangen. "Ein echtes lebendes Fossil", sagten sie. Der Hai wurde zufällig in einer Tiefe von 700 m in den Gewässern vor Portimao an der Algarveküste Portugals gefangen.

Nachdem sie das seltsame Aussehen der Kreatur bemerkten, übergaben die Fischer das Tier einem Forschungsteam vom ‚Instituto Português do Mar e da Atmosfera‚, (IPMA) die an einem Projekt arbeiteten, um unerwünschte Fänge bei kommerziellen Fischern zu verringern.

Das Team des IPMA, das die Nachricht lancierte, bestätigte, dass es sich um einen 1,5 Meter langen, männlichen, sogenannten Schlangenhai, Kragenhai oder auch Rüschenhai handelt.

Der Kragenhai von der Algarve

Professor Margarida Castro von der Universität der Algarve sagte in einem Interview mit der BBC, dass der Rüschenhai seinen Namen von der geriffelten Anordnung seiner 300 dreieckigen nadelspitzen Zähne erhielt. Diese sind in 25 Reihen angeordnet und ermöglichen ihm, andere Haie, Fische und Tintenfische mit Hilfe plötzlicher Attacken einzufangen. Der prähistorische Fisch, der bis zu 4 m lang werden kann, ist offiziell als Chlamydoselachus Anguineus bekannt.

Wie viele dieser Haie gibt es noch?

Das Portugiesische ‚Institut für Meer und Atmosphäre‘ erklärte, dass der Hai in großer Tiefe auf dem Meeresboden lebt, weshalb er normalerweise nicht auf Menschen trifft. Aufgrund der massiven Schleppnetzfischerei wird jedoch vermutet, dass es sich um eine fast ausgestorbene Art handeln könnte. Es gibt einfach nicht genug Studien, um das zu beweisen.

„Aus dieser Tiefe kommen die meisten Fische tot an. Das Netz steigt zu schnell an und sie können den plötzlichen Druckwechsel nicht überstehen“, erklärte Margarida Castro.

Beeindruckend, aber ungefährlich

Das Maul des Rüschenhaies sieht größer aus als das anderer Haiarten; dies liegt jedoch daran, dass das Maul sich bis zum Hinterkopf erstreckt, anstatt am Schädel zu enden.

Trotz seiner beeindruckenden Gestalt ist der Rüschenhai für Menschen nicht gefährlich. Außerdem bestehen 60 Prozent seiner Nahrung nur aus Meeresweichtieren.

Über die Umwelt oder Biologie des Hais ist nicht viel bekannt, da er in großen Wassertiefen lebt und deshalb auch selten gefangen wird. Wissenschaftler konnten ihn daher nicht in Forschungslabors untersuchen, und es gibt auch wenige Aufnahmen des Urhais in seinem natürlichen Lebensraum.

Wo findet man diese Haie?

Der Rüschenhai ist in weiten Teilen des Atlantiks und in den Gebieten um die Kanarischen Inseln (Madeira, Azoren, Galizien) herum zu finden. Auch die Gewässer um Norwegen und Schweden gehören zu seiner Heimat. In den großen Tiefen des Indischen und des Pazifischen Ozeans und vor allem in den Gewässern rund um Neuseeland, Australien und Japan ist er auch zu Hause.

„Diese Haiart gehört zu den einzigen Überlebenden seiner Gattung (Chlamydoselachidae)“, sagte Professor Castro. „Einige Wissenschaftler glauben, dass diese Art aus dem späten Jura stammt. Er mag etwas jünger sein, aber auf jeden Fall sprechen wir von Zehntausenden von Jahren. Also ist er evolutionär gesehen ziemlich alt.“

Quelle: Atrapan prehistórico tiburón cobra: “Un verdadero fósil vivo”

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