Mysteriöse Kreatur an Strand von Georgia gespült: Hai, Plesiosauriers oder doch etwas völlig anderes?

Epoch Times9. April 2018 Aktualisiert: 8. April 2018 14:27
Experten sind sich nicht einig: Ist dieses Exemplar ein Schwindel, ein Plesiosaurier oder ein verwesender Hai?

Ihr Aussehen erinnert auf den ersten Blick an die mysteriöse Gestalt von Nessie, dem Seemonster von Loch Ness, die eine erstaunliche Ähnlichkeit mit einem Plesiosaurier aufweist. Mitte März wurden die Überreste einer ähnlich seltsamen Kreatur an einem Strand des Wolf Island National Wildlife Refuge im Südosten Georgias, USA,  gefunden.

Jeff Warren, der Mann, der Berichten zufolge die Überreste gefunden hatte, schickte die Fotos der Kreatur an mehrere Medien in Georgia, wo er schnell Aufmerksamkeit erregte.

Eine Kreatur aus der Tiefe

Die Meinungen von Meeresforschern reichen von einem verwesenden Fisch, bis hin zu einem Schwindel. Laut Meinungen der Wissenschaftler ist es unmöglich die Herkunft der Kreatur zu bestimmen, solange keinerlei Proben vorliegen.

„Es sieht aus wie ein Tiefseehai, ein Kragenhai vermutlich. Obwohl ich keine Kiemenspalten sehe“, sagte Chantal Audra vom Tybee Island Marine Science Center den Savannah Morning News. Zudem wies sie schnell darauf hin, dass dies, ohne den Körper zu untersuchen, lediglich reine Spekulationen seien.

Die Forscher erklären weiterhin, dass vor allem Riesenhaie auf eine typische Art und Weise verwesen. Ihre großen und beweglichen Unterkiefer zersetzen sich als erstes, weshalb nur noch der kleiner Oberkiefer am Kadaver übrig bleibt. Vor allem der Kiefer und die Flossen sind beliebte Happen für andere Beutetiere.

Betrachtet man die Aufnahmen, so erkennt allerdings keinerlei Anzeichen eines verwesten Unterkiefers. Zudem fehlt die große für Haie typische Rückenflosse und das obwohl keine Fressspuren am Kadaver gefunden wurden.

Abgesehen von der Wunde am Bauch scheint das Wesen unverletzt zu sein. Außerdem zeigt es keine Verwesungsspuren wie die klassischen Haikadaver, die von Zeit zu Zeit an Stränden und Küsten entdeckt wurden.

Doch es ist nicht das erste Mal, dass ein Fischkörper während des Zersetzungsprozesses seltsame Dinge getan hat. Im Februar 2017 wurde ein „haariger Klecks“ an einem Strand auf den Philippinen angespült. Obwohl es fast unmöglich war, sie als solche zu erkennen, wurden die Überreste als tote Wale bestätigt, deren Muskelfasern auszufransen begannen und „haarig“ aussahen.

Hai, Plesiosaurier oder doch etwas anderes?

Der kleine Kopf und die fehlende Rückenflosse erinnerte viele Internetnutzer sofort an einen prähistorischen Meeressaurier: den Plesiosaurier.

Auch Nessie, das Seemonster aus Loch Ness, wurde bereits als ein überlebender Plesiosaurier angesprochen. Ihre Geschichte ist weltberühmt, doch auch ihre Existenz konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Doch wussten sie schon, dass Nessie einen Bruder in Amerika hat, der zufällig aus der Gegend um Georgia stammt?

Sein Name ist “Altamaha-ha” (kurz: Alti) und ist die Kreatur eines alten Mythos aus Georgia. Er ist ein Meereswesen, das in Zuflüssen an der Mündung des namensgebenden Altamaha-Rivers leben soll. Die ersten Sichtungen sind bereits aus lokalen Indianerlegenden bekannt.

Alles nur Fake

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Viele Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass die Kreatur aus Georgia gar kein echtes Tier ist.

„Das könnte leicht gefälscht werden. Wir denken, dass jemand uns einen Streich spielt“, sagt der Meeresbiologe Quinton White von der Jacksonville University . Er und seine Kollegen hatten darüber beraten, was die Überreste sein könnten. „So etwas haben wir noch nie gesehen. Es gibt keine Anzeichen von Zersetzung, und es sieht bemerkenswert intakt aus.“

Zusätzlich zur Skepsis trägt die Legende von Alti bei: „Ich bin davon überzeugt, dass die ‚Meereskreatur‘ ein konstruiertes Modell eines Baby-Altamaha-ha-Monsters ist“, sagt John „Crawfish“ Crawford, ein Naturforscher an der University of Georgia Marine Extension und Georgia Sea Grant.

Der ungewöhnlich intakte Zustand der Kreatur, die Tatsache, dass keine Überreste gerettet wurden, und der folkloristische Zufall machen die Geschichte für ihn zu unglaublich. „Es scheint einfach zu praktisch.“

Er fügt hinzu, dass jeder, der seltsame Meerestiere findet, die auf mysteriöse Weise an Land gespült werden, sich an Behörden oder Wildtierbeamte wenden sollte, die die Überreste untersuchen können.

Die aktuelle Beweislage spricht also für einen Fake und somit gegen die wahrhaftige Existenz von Nessie bzw. ihrem amerikanischen Bruder Alti.