AP Photo/NASA TV

Neuer Schaden an der «Discovery» entdeckt

Epoch Times1. August 2005 Aktualisiert: 1. August 2005 1:34
Herabhängendes Füllmaterial bereitet Ingenieuren Kopfzerbrechen - Muss möglicherweise von Astronaut im All entfernt werden Houston - Die Astronauten der US-Raumfähre «Discovery» müssen möglicherweise doch noch eine riskante Reparatur im Weltall vornehmen: Die NASA äußerte sich am Sonntag besorgt über zwei Streifen Füllmaterial, die von der Unterseite des Shuttles herabhängen. Ingenieure sollten am Montag analysieren, ob das Material ein Sicherheitsrisiko darstelle. In diesem Fall müsste ein Astronaut von einem Kran aus versuchen, die Streifen abzuschneiden oder wieder zu befestigen, sagte NASA-Flugdirektor Paul Hill.

Erst am Samstag hatten zwei Mitglieder der «Discovery»-Crew neue Reparaturtechniken im Weltraum getestet. Diese waren als Konsequenz aus der «Columbia»-Katastrophe im Februar 2003 entwickelt worden. In einem fast siebenstündigen Außeneinsatz führten der Amerikaner Stephen Robinson und der japanische Astronaut Soichi Noguchi simulierte Reparaturarbeiten an Mustern von Hitzeschutzkacheln aus. Dabei wurden Risse mit einer Füllmasse gestopft, die sich den Astronauten zufolge auch unter Weltraumbedingungen gut auftragen ließ.

Zur Reparatur des neu entdeckten Problems müsste sich allerdings ein Astronaut auf einen langen Roboterarm stellen, um die kritische Stelle erreichen zu können. Diese Vorstellung mache viele Experten nervös, sagte Hill.

Bei dem von der Unterseite des Shuttles herabhängenden Streifen handelt es sich um eine Fasermischung, die die Fugen zwischen den Hitzeschutzkacheln ausfüllt. Einer der beiden Streifen ist 2,5 Zentimeter, der andere 1,5 Zentimeter lang. Es besteht die Gefahr, dass sich das Material beim Wiedereintritt des Shuttles in die Erdatmosphäre entzünden könnte. Die NASA betonte allerdings, dass sich auch schon bei früheren Missionen Teile des Füllmaterials gelöst hätten, ohne dass etwas passiert sei.

NASA-Chef Michael Griffin zeigte sich zuvor noch zuversichtlich, dass gegen Ende des Jahres wieder eine Raumfähre ins All starten kann. Für alle Fälle ordnete er jedoch an, dass die «Discovery»-Besatzung alle Möglichkeiten ausschöpfen soll, um sämtliche Lebensmittel- und Wasserreserven sowie Computer und anderes Gerät in der Internationalen Raumstation ISS zurückzulassen. Der für die ISS zuständige NASA-Manager Bill Gerstenmaier erklärte, die Station werde danach in einem wesentlich besseren Zustand sein als vorher. Die «Discovery» bleibt dazu auch einen Tag länger an der ISS angedockt.

Am Sonntag hieß es im All: Tausche Nachschub gegen Müll. Dabei wurden die von der «Discovery» mitgebrachten 13,6 Tonnen an Versorgungsgütern in die ISS umgeladen. Im Gegenzug sollten insgesamt 11,8 Tonnen an Müll und nicht mehr benötigten Geräten in die Raumfähre geladen werden. Das Material hatte sich seit dem letzten Besuch einer US-Raumfähre Anfang 2003 angesammelt. Für den Montag war ein weiterer Außenbordeinsatz geplant, dann sollte ein neues Gerät zur Steuerung der Raumstation montiert werden. AP

http://spaceflight.nasa.gov/



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