Kap. 5: Die Politik in einen Guerillakrieg verwickeln: Aggressiv für den Frieden kämpfen (Teil 3)

Von 27. Oktober 2018 Aktualisiert: 6. September 2019 16:35
Menschen auf der ganzen Welt sehnen sich nach Frieden, der Pazifismus ist ein uraltes Ideal, das auf die Antike zurückgeht. Doch nicht nur die Anti-Kriegs-Bewegung wurde unterwandert und missbraucht.

In George Orwells Roman „1984“ ist eines der vier wichtigsten Ministerien von Ozeanien das Ministerium für Frieden – dessen Aufgabe ist es jedoch, Krieg zu führen.

Die umgekehrte Bedeutung seines Namens hat tatsächlich einen tiefen Sinn: Wenn die eigene Stärke geringer ist als die des Feindes, ist es die beste Strategie, selbst den Wunsch nach Frieden zu bekunden. Die Epoch Times veröffentlicht hier den 3. Teil des 5. Kapitels des neuen Buches „Wie der Teufel die Welt regiert“. Teil 1 und Teil 2 können hier nachgelesen werden.

Inhaltsverzeichnis – Teil 3

5. Die Antikriegs- und Bürgerrechtsbewegung

6. Die Neomarxisten, die Satan anbeten

Teil 1: Einleitung  * 1. Zwei Strategien des Kommunismus: offene und verborgene Gewalt

Teil 2: 2. Kommunistische Internationale, Spionagekrieg und Desinformation * 3. Von Roosevelts „New Deal“ zum Progressivismus * 4. Die Kulturrevolution im Westen

Der Inhalt der nächsten Teile:
7. Der lange Marsch der Linken durch die Institutionen
8. Politische Korrektheit: Die Gedankenpolizei des Teufels
9. Die Verbreitung des Sozialismus in Europa
10. Warum fallen wir auf die Tricks des Teufels herein?

5. Die Antikriegs- und Bürgerrechtsbewegungen

In George Orwells Roman „1984“ ist eines der vier wichtigsten Ministerien von Ozeanien das Ministerium für Frieden; dessen Aufgabe ist es jedoch, Krieg zu führen. Die umgekehrte Bedeutung seines Namens hat tatsächlich einen tiefen Sinn: Wenn die eigene Stärke geringer ist als die des Feindes, ist es die beste Strategie, selbst den Wunsch nach Frieden zu bekunden. Ein Friedensangebot zu machen ist der beste Weg, um zu vertuschen, dass Krieg unmittelbar bevor steht. Die Sowjetunion und andere kommunistische Länder waren und sind in dieser Strategie erfahren, die dazu dient, den Westen zu infiltrieren und die Menschen der freien Welt zu betäuben und zu bekämpfen.

1948 wurde der Weltfriedensrat gegründet. Ihr erster Vorsitzender war der französische Physiker Joliot-Curie – ein Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs. Der Zweite Weltkrieg war gerade zu Ende gegangen, und die Vereinigten Staaten waren immer noch das einzige Land, das die Atombombe gebaut und getestet hatte.

Nachdem die Sowjetunion im Krieg große Verluste erlitten hatte, warb sie aggressiv für den „Weltfrieden“ – als List, um den Druck aus dem Westen zu verringern. Der Weltfriedensrat wurde direkt von der Sowjetischen Friedenskommission kontrolliert, einer der Kommunistischen Partei der Sowjetunion angegliederten Organisation. Weltweit verkündete er, dass die Sowjetunion ein friedliebendes Land sei, während die Vereinigten Staaten als der größte Kriegstreiber und Feind des Friedens verurteilt wurden.

Der hochrangige sowjetische offizielle und ideologische Führer Michail Suslow förderte einen „Kampf um den Frieden“, der zu einem festen Bestandteil der sowjetischen Rhetorik wurde.

„Die gegenwärtige Antikriegsbewegung zeugt vom Willen und der Bereitschaft der breitesten Massen des Volkes, den Frieden zu sichern und zu verhindern, dass die Angreifer die Menschheit in den Abgrund eines weiteren Gemetzels stürzen“, schrieb Suslow im Jahr 1950 in einem Propagandatext. „Es geht nun darum, diesen Willen der Massen in aktive, konkrete Aktionen umzusetzen, die darauf abzielen, die Pläne und Maßnahmen der angloamerikanischen Kriegshetzer zu vereiteln.“ [23]

Die Sowjetunion sponserte eine Vielzahl von Organisationen und Gruppen wie den Weltgewerkschaftsbund, die Weltjugendorganisation, den Internationalen Frauenbund, den Internationalen Journalistenverband, den Weltbund der Demokratischen Jugend, Jugend für Demokratie, den Internationalen Verband der Wissenschaftler und andere, damit sie die Forderungen des Weltfriedensrates unterstützen. Der „Weltfrieden“ wurde zu einem der Kampfschauplätze im kommunistischen Meinungskrieg gegen die freie Welt.

Wladimir Bukowski, ein prominenter sowjetischer Dissident, schrieb 1982: „Die ältere Generation kann sich noch an die Märsche, die Demonstrationen und die Petitionen der 1950er erinnern … Es ist wohl kaum ein Geheimnis mehr, dass die gesamte Kampagne von Moskau durch den sogenannten Friedensfonds und den Sowjet-dominierten Weltfriedensrat organisiert, finanziert und durchgeführt wurde …“ [24]

Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei der USA, Gus Hall, sagte damals „Es besteht die Notwendigkeit, den Kampf für den Frieden auszuweiten, ihn zu steigern, mehr Menschen einzubeziehen und ihn in jeder Gemeinde, jeder Volksgruppe, jeder Gewerkschaft, jeder Kirche, jeder Familie, jeder Straße und an jedem Ort, an dem sich Menschen treffen, zum Thema zu machen. …” [25]

In der friedlichen Antikriegsbewegung während des Kalten Krieges gab es drei Wellen. Die erste zeigte sich in den 1950er Jahren. Der zweite Höhepunkt war die Antikriegsbewegung in den 1960er und 1970er Jahren. Aussagen von Stanislav Lunev zufolge, eines ehemaligen Offiziers des sowjetischen Generalstabs des Militärnachrichtendienstes (GRU), der 1992 von Russland in die Vereinigten Staaten überlief, war der Betrag, den die Sowjetunion für Antikriegspropaganda in westlichen Ländern ausgab, doppelt so hoch wie ihre militärische und wirtschaftliche Unterstützung für Nordvietnam. Er sagte, dass „die GRU und der KGB fast alle Antikriegsbewegungen und -gruppen in den USA und anderen Ländern finanziert haben”. [26]

Ronald Radosh, ein ehemaliger Marxist und Aktivist während der Anti-Vietnamkriegs-Bewegung, gab zu, dass „unsere Absicht nie so sehr darin bestand, den Krieg zu beenden, sondern vielmehr darin, die Anti-Kriegs-Stimmung zu nutzen, um eine neue revolutionäre sozialistische Bewegung zu Hause [in den USA] hervorzurufen“. [27]

Die dritte große Antikriegsbewegung fand Anfang der 1980er Jahre statt, als die Vereinigten Staaten Mittelstreckenraketen in Europa stationierten. Kriegsgegner forderten, dass sowohl die Sowjetunion als auch die Vereinigten Staaten ihre Atomwaffenarsenale beschränken sollten – doch die Sowjetunion hielt sich nie an internationale Verträge.

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Eine Studie des Rechtsausschusses des US-Senats von 1955 ergab, dass das Sowjetregime in den ersten 38 Jahren nach seiner Gründung fast 1.000 bilaterale oder multilaterale Verträge mit verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt unterzeichnet, aber beinahe alle Versprechen und Vereinbarungen gebrochen hatte. [28] Die Autoren der Studie stellten fest, dass die Sowjetunion wohl die am wenigsten vertrauenswürdige aller großen Nationen in der Geschichte war.

Trevor Loudon sagt, dass die neuseeländische Anti-Atom-Bewegung in den 1980er Jahren von der Sowjetunion heimlich durch gut ausgebildete Spezialagenten unterstützt wurde. Infolgedessen zog sich Neuseeland aus dem ANZUS-Sicherheitsabkommen zurück – einem Abkommen zwischen Australien, Neuseeland und den USA. Dies setzte das kleine Land mit einer Bevölkerung von weniger als 4 Millionen Menschen direkt der Gefahr durch den Kommunismus aus. [29]

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gab es in den Vereinigten Staaten eine Reihe von groß angelegten Anti-Kriegs-Demonstrationen und -Protesten. Hinter diesen Demonstrationen standen Organisationen, die eng mit den Kommunisten verbunden waren. [30]

Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung nutzte zivilen Ungehorsam, um die politischen Institutionen der USA mit den Prinzipien in Einklang zu bringen, auf denen die Vereinigten Staaten gegründet wurden. Es war eine rationale und friedliche Antwort auf Missstände, die den Vereinigten Staaten halfen, ein Erbe der Rassenungerechtigkeit zu überwinden. Aber die wahren Missstände, die von der Bürgerrechtsbewegung aufgegriffen wurden, boten einen fruchtbaren Boden für die kommunistische Subversion.

Gegen Ende der 1920er Jahre entdeckte die Kommunistische Arbeiterpartei (The Workers’ Communist Party) das große Potenzial für eine Revolution unter den schwarzen Amerikanern. Sie forderten die Gründung einer sowjetischen „Negerrepublik“ mitten im Süden, wo viele Schwarze lebten [31]. Ein 1934 veröffentlichtes kommunistisches Propagandahandbuch „The Negroes in a Soviet America“ (zu deutsch etwa: Die Neger in einem sowjetischen Amerika) schlug vor, eine Rassenrevolution der schwarzen Amerikaner im Süden mit der globalen proletarischen Revolution zu verbinden. [32]

Die Bürgerrechtsbewegung in den Vereinigten Staaten in den 1960er Jahren erhielt Unterstützung von den sowjetischen und chinesischen Kommunistischen Parteien. Als Leonard Patterson, ein Schwarzer und ehemaliges Mitglied der Kommunistischen Partei der USA, aus der KP der USA austrat, sagte er im Zeugenstand aus, dass die Unruhen unter den Schwarzen in den USA von der UdSSR unterstützt wurden. Sowohl er als auch KPUSA-Generalsekretär Gus Hall waren in Moskau trainiert worden. [33]

Der Aufstieg der Bürgerrechtsbewegung steht auch im Zusammenhang mit der Kampagne zum „Export der Revolution“ der KP Chinas. Im Jahr 1965 gab die KP China den Slogan der „internationalen Revolution“ aus und forderte die „weiten ländlichen Gebiete“ Asiens, Afrikas und Lateinamerikas auf, die „internationalen Städte“ Westeuropas und Nordamerikas einzukreisen – genau so, wie die KP Chinas im Chinesischen Bürgerkrieg zuerst die ländlichen Gebiete übernommen und dann die Kuomintang in den Städten besiegt hatte.

Die gewalttätigsten Organisationen innerhalb der Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen, wie das „Revolutionary Action Movement“ und die „Maoist Black Panthers Party“, wurden alle von der KP Chinas unterstützt oder direkt beeinflusst. Das „Revolutionary Action Movement“ befürwortete eine gewalttätige Revolution und wurde in der Gesellschaft als eine gefährliche extremistische Organisation wahrgenommen. Sie wurde 1969 aufgelöst.

Was ihre Form und ihre Lehren anbelangt, nahm sich die „Black Panthers Party“ die KP Chinas als Vorbild, mit Slogans wie „die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen “ und „Alle Macht dem Volk“. Die „Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung“ waren ein Muss für alle Mitglieder. Wie die KP Chinas befürwortete auch die „Black Panthers Party“ eine gewalttätige Revolution. Einer ihrer Führer, Eldridge Cleaver, sagte 1968 eine Welle von Terror, Gewalt und Guerillakrieg voraus. Bei vielen Versammlungen der Schwarzen schwenkten die Teilnehmer das „Kleine Rote Buch“ (Die Worte des Vorsitzenden Mao). Das dadurch entstehende Meer aus Rot zeigte eine auffallende Ähnlichkeit mit den Szenen, die in China zur damaligen Zeit zu sehen waren. [34]

Obwohl viele der Forderungen der Bürgerrechtsbewegung Einzug in die Hauptströmung der Gesellschaft gefunden haben, ist die radikale revolutionäre Ideologie der Schwarzen nicht verschwunden. Erst vor Kurzem tauchte sie wieder auf – durch die Bewegung „Black Lives Matter“. [35]

Menschen auf der ganzen Welt sehnen sich nach Frieden, und der Pazifismus ist ein uraltes Ideal, das auf die Antike zurückgeht. Im 20. Jahrhundert widmeten sich Visionäre mit großem Mitgefühl dem Abbau von Missverständnissen und Konflikten zwischen den Nationen. Durch die historischen Umstände gibt es in den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Ländern Rassendiskriminierung. Dass Menschen versuchen, sie durch Bildung, Medien und Proteste zu beseitigen, ist verständlich.

Das bösartige Gespenst des Kommunismus nutzt die ideologischen Entwicklungen und sozialen Konflikte in den westlichen Ländern aus. Es sät Zwietracht, schürt Hass, erzeugt Gewalt – und täuscht und manipuliert Massen von Menschen, die zunächst keine bösen Absichten hatten.

6. Die Neomarxisten, die Satan anbeten

Als die Straßenrevolution der westlichen Jugendlichen in den 1960er Jahren in vollem Gange war, lehnte einer ihre Naivität, ihre Ernsthaftigkeit und ihren Idealismus ab. Dieser Mann sagte: „Wenn sich herausstellt, dass er mit seinem langen Haar psychische Barrieren gegen Kommunikation und Organisation aufbaut, dann schneidet sich der wirklich Radikale das Haar ab“ Dieser Mann war Saul Alinsky, ein radikaler Aktivist, der Bücher schrieb, Studenten unterrichtete, persönlich die Umsetzung seiner Theorien überwachte und schließlich für Jahrzehnte zum „parakommunistischen“ Agitator mit dem schädlichsten Einfluss wurde.

Neben seiner Verehrung von Lenin und Castro lobte Alinsky auch den Teufel selbst ausdrücklich. In seinem Buch „Regeln für Radikale“ von 1971steht in einem Zitat: „Vergessen wir nicht, dem allerersten Radikalen zumindest stille Anerkennung zu zollen: In all unseren Legenden, Mythen und in der Geschichte (und wer weiß schon, wo die Mythen aufhören und die Geschichte beginnt – oder was was ist) war der erste der Menschheit bekannte Radikale, der gegen das Establishment rebellierte und das so erfolgreich tat, dass er immerhin sein eigenes Königreich gewann – Luzifer.“ [36]

Der Grund, warum Alinsky am besten als „Parakommunist“ bezeichnet werden sollte, liegt darin, dass Alinsky sich im Gegensatz zur Alten Linken (politische Linke) der 1930er Jahre und der Neuen Linken (kulturelle Linke) der 1960er Jahre weigerte, seine politischen Ideale direkt zu beschreiben. Sein Weltbild bestand aus den „Besitzenden“, den, „Wenig-Habenden-Und-Mehr-Wollenden“ und „den Habenichtsen“. Er rief die „Habenichtse “ dazu auf, mit allen Mitteln gegen die „Besitzenden“ zu rebellieren und Reichtum und Macht zu ergreifen, um eine völlig „gleichberechtigte“ Gesellschaft zu erschaffen. Er wollte die Macht mit allen Mitteln ergreifen und gleichzeitig das bestehende Sozialsystem zu zerstören. Er wurde der Lenin der postkommunistischen Linken und deren „Sun Tzu“ genannt. [37]

In „Regeln für Radikale“  legte Alinsky systematisch seine Theorie und Methoden für die „Organisation einer Gemeinschaft“ dar. Diese Regeln beinhalten: „Eine Taktik, die über einen zu langen Zeitraum angewandt wird, verläuft sich.“ „Halte den Druck auf den Gegner aufrecht.“ „Die Drohung flößt meist mehr Furcht ein als die Sache, mit der gedroht wird.“ „Spott ist die mächtigste Waffe“. „Wähle ein Ziel aus, halte es fest, personalisiere und polarisiere es“. [38] Die Essenz seiner Regeln bestand darin, skrupellos vorzugehen, um seine Ziele zu erreichen und die Macht zu erlangen.

Alinskys scheinbar trockenen Regeln für die „Organisation einer Gemeinschaft“ („Community Organizing“) offenbaren ihre wahre Natur, wenn sie in der Praxis angewandt werden. Als der Vietnamkrieg 1972 noch im Gange war, hielt George H. W. Bush, der damalige US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, eine Rede an der Tulane University. Studenten in der Anti-Kriegsbewegung suchten Rat bei Alinsky, und er sagte, dass die übliche Art von Protest wahrscheinlich dazu führen werde, dass sie einfach ausgewiesen werden. Er schlug ihnen vor, Ku-Klux-Klan-Gewänder anzuziehen, und wann immer Bush den Vietnamkrieg verteidigte, mit Plakaten aufzustehen und zu sagen: „Der KKK unterstützt Bush“. Die Studenten befolgten seinen Rat. Das Ergebnis war „sehr erfolgreich und Aufsehen erregend“. [39]

Alinsky plante zwei weitere Protestaktionen. Im Jahr 1964 ersann Alinsky die Aktion, mit 2.500 Aktivisten die Toiletten an Chicagos Flughafen O’Hare zu besetzen – einem der belebtesten Flughäfen der Welt –, um ihn zum Stillstand zu bringen. Bevor der Plan in die Tat umgesetzt werden konnte, ließ er ihn durchsickern, und zwang damit die Behörden zu Verhandlungen. [40]

Um Kodak, den größten Arbeitgeber in Rochester, New York, zu zwingen, das Verhältnis von schwarzen zu weißen Mitarbeitern zu erhöhen, entwickelte Alinsky eine ähnliche Taktik. Er beschloss, ein Konzert des Rochester Philharmonic Orchestra zu nutzen und plante, Hunderte von Eintrittskarten für seine Aktivisten zu kaufen, die vorher nur gebackene Bohnen essen sollten. Sie sollten das Theater füllen und die Vorstellung mit ihren Flatulenzen ruinieren. Letztendlich wurde der Plan nicht ausgeführt, aber diese potenzielle Bedrohung und andere von Alinskys Taktiken stärkten seine Position in Verhandlungen.

Alinskys Buch hinterlässt den Eindruck eines unheimlichen, kalten und berechnenden Individuums. Sein Einsatz des „Community Organizing“ war tatsächlich eine Form der schleichenden Revolution. [10]

Es gab mehrere Unterschiede zwischen Alinsky und seinen Vorgängern. Erstens hatte die Rhetorik sowohl der Alten als auch Neuen Linken zumindest eine idealistische Färbung, während Alinsky die „Revolution“ ihrer idealistischen Fassade beraubte und als nackten Machtkampf entlarvte. Wenn er Schulungen für „Community Organizing“ durchführte, fragte er routinemäßig die Anwesenden: „Warum sich organisieren?“ „Um anderen zu helfen“, meinten einige, worauf Alinsky in Rage zurückgab: „Ihr wollt euch organisieren, um die Macht zu übernehmen!“ [42]

Im Trainingshandbuch für Anhänger von Alinsky hieß es: „Wir sind nicht tugendhaft, wenn wir keine Macht wollen. …. Wir sind wirklich feige, weil wir keine Macht wollen“; „Macht ist gut“; „Machtlosigkeit ist böse“. [4]

Auch hielt Alinsky nicht viel von der rebellischen Jugend der 1960er Jahre, die öffentlich gegen die Regierung und die Gesellschaft war. Er betonte, dass man, wann immer möglich, in das System eintreten sollte, während man die Zeit abwartete, um es von innen heraus zu unterwandern.

Alinskys letztendliches Ziel lag in Unterwanderung und Zerstörung, und nicht darin, irgendeiner Gruppe zu nützen. Deshalb war es bei der Umsetzung seines Plans notwendig, den wahren Zweck mit örtlich begrenzten oder vorgetäuschten Zielen zu kaschieren, die für sich allein scheinbar vernünftig oder harmlos waren. So konnte er große Menschenmengen zum Handeln mobilisieren. Nachdem sich die Menschen daran gewöhnt hatten, in Aktion zu treten, war es relativ einfach, sie auch für radikalere Ziele zu mobilisieren.

In „Regeln für Radikale“ schreibt Alinsky: „Jeder revolutionären Veränderung muss eine passive, bestätigende, nicht herausfordernde Haltung gegenüber Veränderungen in der Masse unseres Volkes vorausgehen. …. Denkt daran: Sobald ihr die Menschen rund um etwas mit breiter Akzeptanz, wie etwa Umweltverschmutzung, organisiert, dann ist bereits eine organisierte Menschenmasse in Bewegung. Von dort ist es nur ein kleiner und natürlicher Schritt zur politischen Verschmutzung, zur Pentagon-Verschmutzung.“ [44]

Ein Führer von „Studenten für eine Demokratische Gesellschaft“, der stark von Alinsky beeinflusst war, brachte den Kern radikalisierender Proteste auf den Punkt: „Das Thema ist nie das Thema; das Thema ist immer die Revolution.“ Die radikale Linke nach den 1960er Jahren wurde tief von Alinsky beeinflusst und hat die Antwort auf jede soziale Frage immer in Unzufriedenheit mit dem Status quo über alles verwandelt – als Sprungbrett zur Förderung der revolutionären Sache.

Alinsky verwandelte die Politik in einen Guerillakrieg ohne Rücksicht auf Verluste. Bei der Erläuterung seiner Strategie für „Community Organizing“ sagte Alinsky seinen Anhängern, dass sie Augen, Ohren und Nase des Feindes treffen müssten. Wie er schon in „Regeln für Radikale“ schreibt: „Zuerst die Augen; wenn ihr eine riesige Menschenmenge organisiert habt, könnt ihr sie sichtbar vor dem Feind vorführen und offen eure Macht zeigen. Zweitens die Ohren; wenn eure Organisation klein ist, dann tut, was Gideon getan hat: die Mitglieder im Dunkeln verbergen, aber einen Lärm und ein Geschrei erzeugen, die den Zuhörer glauben lassen, dass eure Organisation viel mehr Menschen umfasst, als sie es tut. Drittens, die Nase; wenn eure Organisation selbst für Lärm zu klein ist, dann stinkt den Ort voll.“

An seinen Handlungen in der Politik wird sichtbar, wie wichtig es für Alinsky war, die bösesten Seiten der menschlichen Natur zu nutzen, wie Trägheit, Gier, Neid und Hass. Manchmal erzielten die Teilnehmer seiner Aktionen nur kleine Siege, aber das machte sie nur noch zynischer und schamloser. Um das politische System und die soziale Ordnung freier Länder zu untergraben, führte Alinsky seine Anhänger mit Freuden in den moralischen Bankrott. Daraus lässt sich schließen, dass er sich – wäre er wirklich an die Macht gekommen –  weder um seine ehemaligen Genossen gekümmert noch Mitleid mit ihnen gehabt hätte.

Jahrzehnte später halfen zwei prominente Persönlichkeiten der amerikanischen Politik, die stark von Alinsky beeinflusst wurden, die lautlose Revolution einzuleiten, welche die amerikanische Zivilisation, die Traditionen und die Werte untergraben hat. Gleichzeitig wurden die von Alinsky befürworteten Guerillaproteste in den USA ab den 1970er Jahren populär. Dies wurde an dem „Vomit-in“-Protest gegen die Welthandelsorganisation in Seattle im Jahr 1999 sichtbar, als die Demonstranten eine Droge einnahmen, die Erbrechen hervorrief und sich dann kollektiv auf dem Vorplatz und im Konferenzzentrum übergaben. Das gleiche gilt für die „Occupy Wall Street“-Bewegung, die Antifa-Bewegung und viele andere.

Es ist auffällig, dass Alinsky in der Einleitung zu „Regeln für Radikale“ seine „Danksagung an den allerersten Radikalen“, Luzifer, aussprach. Zudem sagte Alinsky kurz vor seinem Tod in einem Interview mit dem „Playboy“-Magazin, dass er sich nach seinem Tod „vorbehaltlos für die Hölle entscheiden würde“ und dort das Proletariat anfangen würde zu organisieren, „weil das meine Art von Menschen sind“. [45]

Fortsetzung

Quellen

[23] Mikhail Suslov, “The Defense of Peace and the Struggle Against the Warmongers” (New Century Publishers, February 1950).
[24] Vladimir Bukovsky, “The Peace Movement & the Soviet Union” (Commentary Magazine, 1982). Refer to the link: https://www.commentarymagazine.com/articles/the-peace-movement-the-soviet-union/
[25] Jeffrey G. Barlow, “Moscow and the Peace Movement,” The Backgrounder (The Heritage Foundation, 1982), p. 5.
[26] Stanislav Lunev, Through the Eyes of the Enemy: The Autobiography of Stanislav Lunev (Washington D.C.: Regnery Publishing, 1998), p. 74, p. 170.
[27] Robert Chandler, Shadow World: Resurgent Russia, the Global New Left, and Radical Islam (Washington, D.C.: Regnery Publishing, 2008), p. 389.
[28] Anthony C. Sutton, “Conclusions,” The Best Enemy You Can Buy (Dauphin Publications, 2014).
[29] Trevor Loudon, The Enemies Within: Communists, Socialists, and Progressives in the U.S. Congress (Las Vegas: Pacific Freedom Foundation, 2013), pp. 5–14.
[30] “AIM Report: Communists Run Anti-War Movement,” Accuracy in Media (February 19, 2003), https://www.aim.org/aim-report/aim-report-communists-run-anti-war-movement/.
[31] John Pepper (Joseph Pogani), American Negro Problems (New York: Workers Library Publishers, 1928), https://www.marxistsfr.org/history/usa/parties/cpusa/1928/nomonth/0000-pepper-negroproblems.pdf.
[32] James W. Ford and James Allen, The Negroes in a Soviet America (New York: Workers Library Publishers, 1934), pp. 24–30.
[33] Leonard Patterson, “I Trained in Moscow for Black Revolution,” https://www.youtube.com/watch?v=GuXQjk4zhZs.
[34] G. Louis Heath, ed., Off the Pigs! The History and Literature of the Black Panther Party, p. 61.
[35] Thurston Powers, “How Black Lives Matter Is Bringing Back Traditional Marxism,” The Federalist, http://thefederalist.com/2016/09/28/black-lives-matter-bringing-back-traditional-marxism/.
[36] Saul Alinsky, „Tactics“, Rules for Radicals: A Practical Primer for Realistic Radicals (New York: Vintage Books, 1971). https://chisineu.files.wordpress.com/2014/02/saul-alinsky-rules-for-radicals-1989.pdf
[37] David Horowitz, Barack Obama’s Rules for Revolution: The Alinsky Model (Sherman Oaks, CA: David Horowitz Freedom Center, 2009), pp. 42–43.
[38] Saul Alinsky, „Tactics“, Rules for Radicals: A Practical Primer for Realistic Radicals (New York: Vintage Books, 1971). https://chisineu.files.wordpress.com/2014/02/saul-alinsky-rules-for-radicals-1989.pdf
[39] Alinsky, Saul, D.: Die Stunde der Radikalen: ein praktischer Leitfaden für realistische Radikale, Gelnhausen [u.a.]: Burckhardthaus-Verlag [u.a.] 1974. Strategien und Methoden der Gemeinwesenarbeit / Saul D. Alinsky ; 2 Reihe: BCS : Abtlg. Gemeinwesenarbeit und Gemeindeaufbau.
[40] „Playboy Interview with Saul Alinsky“,  The Progress Report,  https://web.archive.org/web/20060717221321/http://www.progress.org/2003/alinsky2.htm
[41] David Horowitz, Barack Obama’s Rules for Revolution: The Alinsky Model (Sherman Oaks, CA: David Horowitz Freedom Center, 2009). https://newrepublic.com/article/61068/the-agitator-barack-obamas-unlikely-political-education
[42] Ibid.
[43] Ibid.
[44] Saul Alinsky, “Tactics”, Rules for Radicals: A Practical Primer for Realistic Radicals (New York: Vintage Books, 1971). https://chisineu.files.wordpress.com/2014/02/saul-alinsky-rules-for-radicals-1989.pdf
[45] „Playboy Interview with Saul Alinsky“,  The Progress Report,  https://web.archive.org/web/20060717221321/http://www.progress.org/2003/alinsky2.htm

 

Chinesisches Original: http://www.epochtimes.com/

Englische Version: https://www.theepochtimes.com/how-the-specter-of-communism-is-ruling-our-world

Hier die Liste der veröffentlichten Kapitel: Wie der Teufel die Welt beherrscht

Kurzform: Einführung, Kap. 1: 36 Strategien Teil 1, Teil 2Kap. 2: Marx Teil 1, Teil 2Kap. 3: NovemberrevolutionKap. 4: Der verborgene Feind der freien Gesellschaft Teil 1, Teil 2 Kap. 5: Offene oder verdeckte Gewalt Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 – Kap. 6: Eine Generation ohne traditionelle Kultur Teil 1, Teil 2 – Kap. 7: Die Zerstörung der Familien Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap. 8: Sozialstaat und Politik Teil 1, Teil 2Teil 3Kap. 9: Die Wohlstandsfalle Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap. 10: Justiz, Gesetze und Staatsterrorismus Teil 1, Teil 2Kap. 11: Kunst Kap. 12: Bildungswesen Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap 13: Medien Teil 1, Teil 2Kap. 14: Parteikultur und Pop-Kultur Teil 1, Teil 2Kap. 15: Terrorismus – Kap. 16:  Umweltschutz Teil 1, Teil 2Kap. 17: Globalisierung Kap. 18: Globaler Anspruch des „Modell China“ Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Ausblick