Foto: Youtube/Screenshot

Tesla-Turm: Riesen futuristische „Blitzmaschine“ in einem Wald in der Nähe von Moskau (+Video)

Epoch Times6. Juli 2014 Aktualisiert: 6. Juli 2014 16:04

In einem Wald in der Nähe von Moskau steht eine futuristische "Blitzmaschine". Gebaut in der Sowjet-Ära hat dieser "Tesla-Turm" eine Kapazität von wahrscheinlich der gesamten Stromproduktion Russlands, berichtet Russia Today. 

Die Menschen kamen in Strömen um dieses Wunderwerk der Technik zu bestaunen. Der Test-Bereich, des russischen elektrotechnischen Instituts, ist in der kleinen Stadt Istra, 40 km westlich von Moskau.

Der Bereich ist in einem relativ kleinen Wald neben dem New Jerusalem-Kloster am Rande der Stadt. 

Das geheime, Open-Air-, Hochspannungs-Testgerät wurde in den späten 1970er Jahren konstruiert. Mit dem Gerät wurden Isolatoren getestet um Fahrzeuge, Flugzeuge und elektronische Geräte vor Blitzschlag zu schützen. 

Es heißt, dass die Anlage absolut einzigartig weltweit ist und nichts dergleichen existiert. Das besondere an der Anlage ist ihre hervorragende Ladekapazität. Wenn ein Blitz auf einer isolierten Plattform einschlägt, hat der Generator die gleiche Kraft wie alle Energieerzeugungsanlagen in Russland – einschließlich Thermo, Wasserkraft, Kernkraft-, Solar-und Windkraftanlagen kombiniert. Aber nur für etwa 100 Mikrosekunden, berichtet Rossiya-1-TV. 


 

[–Der Marx-Generator–]

Der Generator wird Marx-Generator genannt. Der Name stammt von dem deutschen Elektroingenieur Erwin Otto Marx, welcher die Anlage in 1924 benannte. In Russland ist er auch als der Arkadyev-Marx-Generator bekannt. Der russische Physiker Vladimir Arkadyev und sein Mitarbeiter, der renommierte Wissenschaftsfilmregisseur Nikolay Baklin, bauten 10 Jahre zuvor, im Jahr 1914, eine sogenannte "Blitzmaschine", berichtet RT. 

Die Istra-Blitzmaschine ist einzigartig in ihrer Förderkapazität. Die Maschine besteht aus einer 3 Megawatt Kapazität-Transformator Kaskade und einem 9 Megawatt Impulsspannungsgenerator (PVG). Sie ist 39,3 Meter hoch und in der Lage einen 150-Meter-Kunstblitz zu erzeugen. Dies ist vermutlich der größte weltweit. Darüber hinaus hat sie noch eine 2,25 Megawatt Konstantspannungs Einheit, so RT. 

Der Prüfstand entlädt einen Blitz mit einer gewünschten Leistung auf einer speziell stark isolierten Plattform. Auf dieser Plattform wird das zu testende Gerät oder Material platziert. Die Plattform ist voll mit Sensoren die genau bestimmen welchen Einfluss die elektrische Entladung auf das zu prüfende Objekt hat. 

Wenn die Anlage in Betrieb ist, ist die statische Ladung in der "heißen Zone" so groß, dass sich die Haare der anwesenden Personen sträuben.

[–Blitze sind unberechenbar–]

Experten sagen, dass ein Blitz immer noch eine Angelegenheit ist, welche tief erforscht werden müsste. Es heißt, dass im Zuge der Tests mehrere Bäume in der Nähe der Anlage verkohlt sind. Diese Zwischenfälle sollen dazu dienen, sich daran zu erinnern, dass ein Blitz sehr schwer zu kontrollieren ist.

Das Istra-Forschungszentrum hat viele Versuche seit der Sowjetzeit durchgeführt. Die letzte Testreihe diente dazu das russische Sukhoi Superjet Flugzeug vor Blitzeinschlägen zu schützen. 

Um die Anlage in Betrieb zu setzen ist ein großer finanzieller Aufwand nötig, heißt es. Aus diesem Grund wird die Anlage nur zu besonderen Anlässen eingeschaltet. (so) 

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