Warum das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth Unesco-Welterbe wurde

Epoch Times30. Juni 2012 Aktualisiert: 30. Juni 2012 23:22

Bayreuth – Mit dem Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth hat es das siebente Kulturdenkmal aus Bayern auf die Unesco-Liste als Welterbestätte geschafft.

Das Markgräfliche Opernhaus, vollendet 1748, ist eines von wenigen, gut erhaltenen Barocktheatern in Europa und wurde von der kunstsinnigen Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth (1709 bis 1758), der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, und deren Ehemann Markgraf Friedrich in Auftrag gegeben. Gebaut wurde der Innenraum vom damals führenden Theaterarchitekten Europas, Giuseppe Galli Bibiena und dessen Sohn Carlo. Die Außenarchitektur gestaltete Joseph Saint-Pierre.

Der prunkvolle Zuschauerraum aus Fachwerk, Holz und bemalter Leinwand, das sogenannte Logenhaus, war einst Mittelpunkt höfischer Festkultur. Sein ursprüngliches Erscheinungsbild, insbesondere der Malereien, soll mit einer umfangreichen Restaurierung ab 2013 wieder hergestellt werden.

Ebenso werden Bühnen- und Haustechnik sowie Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Durch neue Klima- und Heiztechnik soll in Zukunft ein Spielbetrieb in den Sommermonaten ermöglicht werden. Seit 2009 wurden in dem in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude keine Aufführungen mehr zugelassen. Das Opernhaus ist seither nur noch als Museum zugänglich, noch bis Ende September 2012 sind geführte Besichtigungen für Besucher möglich.

Für die Sanierung stellte der Freistaat Bayern 2011 knapp 19 Millionen Euro zur Verfügung. Die Restaurierung soll bis 2017 dauern.(rf/dapd)

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