Wissenschaftler entdecken ein geheimnisvolles subatomares Teilchen

Epoch Times20. November 2004 Aktualisiert: 20. November 2004 13:22
Ein Bericht der Science Daily Telegraph mit dem Titel “Mysteriöses Teilchen birgt wahrscheinlich Schlüssel zum Universum,” spricht darüber, wie 14 Physiker der Universität Melbourne “vor kurzem ein subatomares Teilchen entdeckt haben, das sie schwer erklären können und das nicht in eine der derzeitigen Theorien zur Beschreibung von Materie passt.

Ihre Forschung wird in den Physical Review Letters veröffentlicht . Die vierzehn Physiker gehören einer Gruppe von 300 Physikern aus dreizehn Ländern an, die zusammen als “Belle Collaboration” bekannt sind. Laut eines Physikdoktoranten der Universität Melbourne und Belle Teammitglied, Hr. Craig Everton, “könnte es bedeuten, dass einige der herkömmlichen und akzeptierten Theorien über die Materie modifiziert werden müssen, um die neue Physik mit einzubeziehen.“

“Das neue subatomare Teilchen glauben sie, könne ein Meson sein. Ein Meson, besteht aus Quarks, welche nicht nur die grundlegenden Bestandteile der Materie sind, sondern von allem – soweit wir es wissen – das in diesem Universum existiert.“

“Dieses ‘mysteriöse Meson` wiegt ungefähr soviel wie ein einzelnes Heliumatom (ein schweres Gewicht für ein subatomares Teilchen) und lebt nur ein Milliardstel einer billionstel Sekunde, bevor es zu einem langlebigeren bekannteren Teilchen zerfällt.“ “Das Team, dass dieses Meson entdeckte, das technisch als X(3872) bezeichnet wird, benutzt einen gigantischen Elektronenkollider oder die High Energy Accelerator Research Organization (KEK) in Tsukuba, Japan.”

Im Artikel sagt Everton, “Die Teilchenphysik beginnt nun damit, sich mit anderen Disziplinen der Kosmologie und Astrophysik zu vereinen und neue Perspektiven hinsichtlich Fragen der Evolution und Zusammensetzung des Universums und des Wesens der dunklen Materie aufzuzeigen.” Der amerikanische Physiker Paul Steinhardt sagte, dass die Menschheit ohne die dunkle Materie nicht existieren würde.

Die wissenschaftliche Entdeckung der Moleküle, Atome, Elektronen und Neutronen benötigt keine besonders komplizierte Ausrüstung. Jedoch ist es aus folgenden zwei Gründen viel schwerer obskurere Teilchen zu entdecken: einerseits sind die obskureren Teilchen extrem kurzlebig – sie verschwinden blitzartig, andererseits benötigt das eine wissenschaftliche Ausrüstung gehobeneren Niveaus. Der besondere Elektronenkollider, der bei dieser Untersuchung verwendet wurde, hat einen Umfang von drei Kilometern. “Die Belle Entdeckung wurde vor kurzem von Forschern mit dem CDF (Collider Detector at Fermilab) Experiment am Fermi National Accelerator Laboratorium in Illinois, Heimat des Tevatron, dem größten Elektronencollider der Welt, gemacht.”

Ein normales Mesonteilchen besteht aus einem Quark und einem Anti-Quark. Woraus setzt sich aber ein Quark zusammen? Woraus setzt sich dann wiederum das Teilchen zusammen, aus dem das Quark zusammengesetzt ist? Es ist sehr schwer Mesons und Quarks zu erforschen, ganz zu Schweigen von noch kleineren Teilchen. Außer der Tatsache, dass diese Teilchen, den ganzen Kosmos durch ziehen, ist es für die derzeitige Menschheit fast unmöglich, das zu verstehen.

“[Ein Milliardstel einer billionstel Sekunde] scheint aus dem menschlichen Blickwinkel extrem kurzlebig zu sein, jedoch ist es für ein subatomares Teilchen dieses Gewichtes beinahe eine Ewigkeit,“ sagt Everton und bezieht sich damit auf die neue Entdeckung.

Vielleicht existieren Teilchen der verschiedenen Ebenen in ihren jeweiligen Zeiträumen. Die Forschung, die bereits über die „dunkle Materie“, „dunkle Energie“ und obskuren Teilchen gemacht wurde, hat der Menschheit zweifellos neue Inspirationen gegeben. Um die mikroskopische Welt zu verstehen, muss man über die eigene Denkweise hinausgehen. Um das Verständnis der Menschheit über die Welt zu durchbrechen, müssten wir vielleicht uns selbst, sowie die Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur neu erkennen.

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