Elton John mit Harvard-Menschlichkeitspreis geehrt – es gibt aber auch Pädophilie-Geschichten

Er ist seit 50 Jahren Musiker, hat 38 Gold- und 31 Platin-Alben erhalten. Nun hat Elton John auch einen weiteren Preis für "sein humanitäres Wirken" bekommen - von der US-Eliteuni Harvard. Der Musiker wurde allerdings auch schon mit Pädophilie in Verbindung gebracht.

Die US-Universität Harvard hat Superstar Elton John für sein „humanitäres Wirken“ ausgezeichnet. Er habe sich seit langem dafür eingesetzt, „die Aufmerksamkeit auf die Prävention und Behandlung von HIV und Aids zu lenken und dies auch finanziell unterstützt“, heißt es in der Laudatio.

Nichts ist tiefgehender oder mächtiger, als unsere gemeinsame Menschlichkeit zu erkennen“, sagte der 70-Jährige in seiner Dankesrede.

Der Menschlichkeitspreis wird im Namen des Harvard-Gründers Peter John Gomes verliehen.

Die Stiftung des Musikers hat seit 1992 mehr als 385 Millionen US-Dollar (umgerechnet mehr als 330 Millionen Euro) gesammelt. John sagte, sein Leben habe sich verändert durch ein Treffen mit Ryan White: Der Jugendliche war durch eine Bluttransfusion mit dem HI-Virus infiziert worden und ist 1990 verstorben.

John erzählte, er habe zeitweise seine eigene Menschlichkeit verloren „im Sumpf aus Überfluss, Drogen, Alkoholsucht, einer Essstörung und Egozentrik“. Das Treffen mit dem erkrankten Jugendlichen „hat mich dazu gebracht, mein eigenes Leben zu ändern“.

1989: Elton John erstmals mit Pädophilie in Verbindung gebracht

Kurz vor dem Tod des jungen Ryan erschien eine Story über Elton John, die für Aufsehen sorgte.

1989 veröffentlichte die britische Zeitung „The Sun“ einen Bericht, in dem es hieß: Elton John habe eine „Vorliebe für junge Knaben“. Im Artikel wurde behauptet, der Musiker würde von seinen Mitarbeitern verlangen: alle „Jungs“, die für ihn gefunden würden, „mit riesigen Mengen Koks zu betäuben und sie daraufhin zu ihm ins Bett zu bringen.“

Nach Veröffentlichung des Berichtes verklagte Elton John die Zeitung. Herausgeber Rupert Murdoch wurde dazu verurteilt, dem Sänger eine Million Pfund (über eine Million Euro) Schadenersatz zu bezahlen. Nach dem Vorfall wurde spekuliert: die Sache wäre inszeniert gewesen, um andere Zeitungen daran zu hindern, Elton John mit dem Thema Pädophilie jemals wieder in Verbindung zu bringen.

1999: Strippies in Pfadfinderuniform – „verbindet Homosexualität mit Pädophilie“

1999 sorgte eine Nachricht über Elton John erneut für Aufsehen. Der Musiker löste mit einem obszönen Auftritt bei Pfadfindern Empörung aus. Während eines Benefizkonzertes erschien der Sänger mit männlichen Strippern auf der Bühne. Die 18- und 19-jährigen Tänzer trugen Pfadfinderuniformen und entkleideten sich im Rhythmus zum Pet Shop Boys-Song „It’s A Sin“. Über den Vorfall wurde damals in verschiedenen Medien berichtet, so auch im britischen „Independent“.

Zu den Gästen des Konzerts in der Royal Albert Hall im Zentrum Londons, das anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von Stonewall stattfand, gehörten die Ehefrau des damaligen Premierministers, Cherie Blair, die Schauspielerin Liz Hurley und die ehemaligen britischen Abgeordneten Frank Dobson und Simon Hughes.

Die Episode führte zu heftiger Kritik. Die Scout Association beschrieb die Show als „bedauerlich und geschmacklos“ und bat Sir Elton John um eine formelle Entschuldigung und eine wohltätige Spende als Entschädigung.

John Fogg, ein Sprecher der Scout Association, sagte damals:

Wir halten es für ziemlich bedauerlich und geschmacklos, wenn es um die Verunglimpfung unserer Uniform geht und wofür sie steht. Wir sind enttäuscht, dass sich jemand von Sir Eltons Rang zu so etwas hinreissen lässt. Dieser Auftritt hat Homosexualität mit Pädophilie verbunden. Wenn Stonewall für die Rechte homosexueller Menschen stehen soll, haben sie sich mit diesem Auftritt keinen Gefallen getan.“

2007: Polizei beschlagnahmt verstörendes Foto

2007 kam es erneut zu einem Vorfall, der für Schlagzeilen sorgte. Die Polizei beschlagnahmte ein Bild, das bei Sir Elton John gefunden wurde. Das Foto wurde am Tag vor einer Ausstellung der privaten Sammlung des Musikers im Baltic Centre for Contemporary Art konfisziert. Über den Fall wurde weltweit berichtet.

Die Polizei von Northumbria ermittelte damals wegen Kinderpornographie. Später gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass es sich um „keine kinderpornografische Darstellung“ handle. Die sichergestellte Fotografie „Klara and Edda belly-dancing“ sei „nicht unanständig“, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft damals mit.

Das Foto zeigt zwei nackte junge Mädchen und wurde offenbar von der renommierten amerikanischen Fotografin Nan Goldin aufgenommen. Eine Erklärung auf Sir Eltons offizieller Website bestätigte damals, dass das Bild aus seinem Besitz stammte. Hier das verstörende Bild.

Das Foto gehörte zu den 149 Fotografien von Elton John, die die „Thanksgiving-Ausstellung“ im Baltic Arts Centre 2007 bildeten.

Der mittlerweile 70-Jährige wies damals sämtliche Vorwürfe zurück: „Das Bild ist Teil einer Ausstellung und wurde bereits weltweit gezeigt – ohne jegliche Probleme“, schrieb er auf seiner Webseite. Die Ausstellung ließ er nach dem Vorfall aber dennoch schließen. Es hieß: „Das Baltic Centre For Contemporary Art hat auf Bitten von Sir Elton John die Installation geschlossen.“ Fehle ein Bild, „sei das Ziel des Künstlers verfehlt“, so die Erklärung, berichtete der Onlinedienst „Contactmusic.com“.

Sir Elton John ist mit dem kanadischen Filmproduzenten und Regisseur David Furnish verheiratet. Das homosexuelle Paar hat zwei Söhne, die von einer Leihmutter zur Welt gebracht wurden.

Siehe auch:

Sexuelle Übergriffe: Erneut schwere Vorwürfe gegen britische Politiker – Jahrzehntelanger Kindesmissbrauch durch britische Elite

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