IS-Selbstmordattentäter sprengen sich während Razzia in Südosttürkei in die Luft – Drei Polizisten getötet

Mehre Selbstmordattentäter der Terrormiliz IS haben sich während einer Razzia im südosttürkischen Gaziantep in die Luft gesprengt. Sie rissen drei Polizisten mit in den Tod. Acht Menschen wurden verletzt. Es gab mehrere Festnahmen.

Im türkischen Gaziantep haben sich am Sonntag mehrere Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, weil sie offenbar einer Festnahme durch Sicherheitskräfte entgehen wollten. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, zündeten die Verdächtigen ihren Sprengstoff während einer Razzia der türkischen Polizei in der Stadt im Südosten des Landes.

Mehrere Medien berichteten von Opfern, es blieb aber zunächst unklar, ob es sich um Tote oder Verletzte handelte und wieviele Menschen betroffen waren. Laut DPA rissen die Attentäter drei Polizisten mit in den Tad und acht Menschen wurden verletzt. Anwohner sagten dem Sender NTV, sie hätten Schüsse gehört. Anadolu zufolge fuhren mehrere Krankenwagen zum Explosionsort, wo vor allem Studenten leben.

Ebenfalls unklar blieb zunächst, zu welcher Gruppe die Verdächtigen gehörten und weshalb die Durchsuchung stattfand.

Die türkische Regierung macht den IS bereits für einen Anschlag in Gaziantep auf eine kurdische Hochzeitsfeier im August mit mehr als 50 Toten verantwortlich. Nach ersten Erkenntnissen war der Anschlag damals von einem Kind zwischen 12 und 14 Jahren verübt worden. (dps/apf)