36-Jährige von Männergruppe attackiert: Polizei ermittelt gegen Täter und Retter

Nach einem Angriff auf eine 36-Jährige wird nun nicht nur gegen die Täter von der Polizei ermittelt, sondern auch gegen den Helfer der die Frau verteidigt hatte. Der Mann schoss mit einer Schreckschusspistole in die Luft und vertrieb damit die Angreifer. Das Problem: Er hatte keinen Waffenschein.

Während eines Angriffs auf eine 36-Jährige eilte ein Zeuge zur Hilfe und schoss mit einer Schreckschusspistole in die Luft. Der Mann konnte dadurch die fünf Angreifer in die Flucht schlagen, berichtet die "Junge Freiheit" unter Berufung auf die Polizei. 

Die Frau brachte den Fall zur Anzeige und gab an, nach ihrer Rückkehr aus einem Krankenhaus von einer Gruppe Angreifern "grundlos geschlagen sowie an den Haaren gerissen" worden zu sein, teilte die Polizei JF mit. Dabei wurde das Opfer am Hinterkopf verletzt.

Im Zuge des Angriffs rannte ihr Retter herbei und schoss mit der Pistole in die Luft. "Er rannte mit einer Schreckschusswaffe in der Hand aus der Wohnung und schoss in die Luft. Daraufhin sind die Männer in mehrere Richtungen geflüchtet", so die Polizei. Die mutmaßlichen Täter konnten später gefasst werden. Gegen sie wird wegen "Beteiligung an der Schlägerei" ermittelt.

Doch nicht nur gegen die Angreifer wird ermittelt, sondern auch gegen den Helfer. Der 35 Jahre alte Mann, der die Frau verteidigte hatte, soll gegen das Waffengesetz verstoßen haben, da er für die Schreckschusswaffe keinen entsprechenden Waffenschein besitze, so die Polizei. Die Schreckschusspistole wurde demnach von den Beamten beschlagnahmt.

Laut JF ist aktuell noch unklar, ob es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat handelt. Demnach konnte die Polizei auch keine weiteren Angaben zur Attacke machen, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. (so)