Neue alte Weisheit: Den Medien wird nicht vertraut

44 Prozent der Bundesbürger sagen: Ja, die von oben gesteuerten Medien lügen

Epoch Times, Donnerstag, 29. Oktober 2015 08:38
Fast die Hälfte der Bundesbürger mißtraut der Presse und ihren Meldungen. In einer Forsa-Studie im Auftrag des "Stern" stimmten 44 Prozent der Befragten zu, dass die "von oben gesteuerten Medien nur geschönte und unzutreffende Meldungen verbreiten".
Der Vorwurf ist schon älter: Hier ein Foto vom 6. April 2015
Der Vorwurf ist schon älter: Hier ein Foto vom 6. April 2015
Foto: Jens Schlueter/Getty Images

Seit in Dresden von Pegida demonstriert wird, wird behauptet, dass die Sympathisamten aus der Mitte der Gesellschaft kommen. Anfang des Jahres teilten 26 Prozent der Deutschen diese Meinung, nach einer aktuellen Umfrage sind es 30 Prozent.

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Nun wurden in einer Forsa-Umfrage vom 22. und 23. Oktober 1002 Bundesbürger befragt. Ihnen wurden zehn Aussagen vorgelesen mit der Bitte, anzugeben, ob sie der Aussage voll und ganz, eher, eher nicht oder überhaupt nicht zustimmen. Die Auswahl erfolgte computergestützt sowie zufällig durch alle Kriterien wie Alter oder Ort und kann durchaus als repräsentativ gelten.

44 Prozent sagen ja zu: "Die von oben gesteuerten Medien verbreiten nur geschönte und unzutreffende Meldungen"

Oder anders gesagt: Fast die Hälfte der Bundesbürger vertraut der Presse und ihren Meldungen nicht.

Einige weitere Ergebnisse aus der Forsa-Studie (Quelle hier und hier):

"Die von oben gesteuerten Medien verbreiten nur geschönte und unzutreffende Meldungen."  Dieser Aussage stimmten 44 Prozent der Befragten zu.

30 Prozent (Gesamtdeutschland) sagen ja zu: "Stehen die Pegida-Demonstranten stellvertretend für die breite Mitte der deutschen Gesellschaft?" Ganz exakt gesagt, sind es in Ostdeutschland 36 Prozent, in Westdeutschland 20 Prozent.

26 Prozent stimmen eher bis voll und ganz zu, dass Muslime nicht in Frieden leben könnten und den Krieg auch hierher brächten.

20 Prozent teilten mehr oder weniger die Auffassung, dass die Flüchtlinge ihr Gastland auf verschiedene Weise erpressen, um das zu bekommen, was sie fordern.

70 Prozent der Deutschen halten Pegida eher für eine Randerscheinung. Außerdem zeigte sich deutlich: Je krasser die angeführten Aussagen waren, desto weniger Teilnehmer stimmten diesen zu.

Der Aussage „Die von Merkel gerufenen Flüchtlinge wollen unsere Geschäfte plündern, unsere Frauen und Töchter vergewaltigen und unsere Wohnungen demolieren, ohne dass sie bestraft werden“ stimmten 2 Prozent der Deutschen voll und ganz und 2 Prozent eher  zu.

Erfragt wurde parallel das politische Spektrum, dem die Befragten nahestehen. Demnach stimmen AfD-Anhänger in deutlich höherem Maße als andere Befragte den Pegida-Positionen zu. Von den Anhängern der AfD dagegen teilten die letzte Aussage 34 Prozent (eher bis voll und ganz).

Das ist nicht die erste Umfrage, die zu diesem Ergebnis kommt. Die "Zeit" schrieb bereits im Juni, dass die Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) wenig oder kein Vertrauen in die politischen Berichte der Medien haben. Damals wurden als Gründe Manipulation und Einseitigkeit genannt. (ks)

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