96 Prozent „unzufrieden“ mit Merkels Flüchtlingspolitik: 140.000 Focus-Leser stimmten ab

In einer kleinen Online-Umfrage offenbarte sich gestern wieder Abgründiges: Der Focus fragte seine Leser „Sind Sie zufrieden mit Angela Merkels Flüchtlingspolitik?“. Bis heute morgen um 8.30 Uhr stimmten dazu über 100.000 Focus-Leser ab.

Auf den Punkt genau 140.579 Personen gaben bis heute morgen auf Focus.de ihr Statement zur Asylpolitik von Angela Merkel ab.

96 Prozent der Leser stimmten mit „Nein“ und nur 4 Prozent mit „Ja“. Es gab nur diese zwei Möglichkeiten der Stellungnahme. Die Umfrage war versteckt in einem Artikel über Renate Künast.
Screenshot-Beweis:

Vielsagende Internet-Umfragen
Schon am 8. August hatte es eine ähnlich desaströse, nicht repräsentative Umfrage auf T-Online gegeben. Damals waren über 53.000 T-Online-Nutzer mit der Arbeit der Bundesregierung nicht zufrieden, 89,1 Prozent aller Abstimmenden entsprach. Damals sprengte die Umfrage einen Artikel, der Bundeskanzlerin Angela Merkel Rekordbeliebtheit bescheinigte.
Merkel bei Anne Will:Es gibt den Aufnahmestopp nicht.
Auch Angela Merkels gestriger Auftritt in der Talkshow von Anne Will erntete überwiegend schlechte Kritiken. Merkel wiederholte gebetsmühlenartig ihre „Wir schaffen das“-Formel. Und Maßnahmen zur Eindämmung des Migrationsstroms erteilte sie eine Absage: "Wir können die Grenzen nicht schließen. Wenn man einen Zaun baut, werden sich die Menschen andere Wege suchen. Es gibt den Aufnahmestopp nicht." 3,45 Millionen Zuschauer sahen laut ARD den Auftritt.
In der Kommentarfunktion von Tagesschau.de schrieb ein Leser, der sich als CDU-Mitglied zu erkennen gab:
„Ich glaube dieses Interview hat ganz klar gezeigt, dass Angela Merkel keinen Plan für die Flüchtlingskrise besitzt. Das zeigt doch schon, das ständige Ausweichen der Kanzlerin auf wichtige Fragen. Auch dass sie sagt, wir hätten keinen Einfluss darauf, wie viele Flüchtlinge hier ankommen, zeigt doch dass sie Maßnahmen, die sehr wohl die Flüchtlingsströme stoppen könnten, gar nicht mehr in Erwägung zieht.
Ich bin selber CDU-Mitglied und ich habe mich natürlich in der Flüchtlingskrise umgehört wie die Leute in meiner Partei zur Vorsitzenden stehen. Ich habe durchweg fast nur Negatives gehört. (…) Ihr Rückhalt bei den Mitgliedern sinkt von Tag zu Tag und das wird dieses enttäuschende Interview noch beschleunigt haben.“
Auf dem FAZ-Facebook wurde Merkels Auftritt als „nächste Einladung an potentielle Flüchtlinge“ gewertet:

„Frau Merkel sagte in diesem Interview bei Anne Will, wir hätten keinen Einfluss wie viele kommen. Wir müssten damit leben…. Unfassbar… Es bräuchte auch KEINEN Aufnahmestopp!! Faktisch, wir müssen schlicht weiterhin täglich 15000 Menschen zu lassen. Diese Frau macht mich sprachlos. Das ist schon wieder eine Einladung hoch 3!!“
"Und wenn der Unmut immer größer wird?", setzte die Moderatorin nach. "Schauen Sie, das ist doch jetzt nicht die Frage", antwortete die Kanzlerin. War zulange im Ausland in letzter Zeit, völlig realitätsfern.
„Feinste Propaganda im Stile der aktuellen Kamera der DDR. Keine kritischen Nachfragen, keine Lösungsansätze und alles bleibt im Nebulösen.“
Positive Bewertungen bekam Merkels Politik jedoch auch:
„Außergewöhnliche Aufgaben erfordern außergewöhnliche Entscheidungen von außergewöhnlich menschlichen Menschen.“ (Tagesschau.de-Kommentar)
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