Aufklärerin Sabatina James: Über Flüchtlingskrise, Islamisten und Scharia-Urteile der deutschen Justiz

In Deutschland fehlt der öffentliche Diskurs über den „antidemokratischen Islamismus“. Das sagt die bekannte Autorin und Ex-Muslima Sabatina James. Die Wertewelt Europas sieht sie langfristig in Gefahr.

Die bekannte Islam-Aufklärerin Sabatina James sieht in den zunehmenden Migrationsströmen aus islamischen Ländern eine Gefahr für die Menschenrechte und die christliche Wertewelt Europas. Wenn auch weiterhin keine öffentliche und ungezwungene Debatte über den „antidemokratischen Islamismus“ stattfindet, drohe sogar ein Bürgerkrieg, meint sie im Interview mit dem Donaukurier.

„Ich denke, es ist vorwiegend die Aufgabe der islamischen Staaten, ihre Glaubensbrüder aufzunehmen“ bezieht Sabatina James klar Position. Diejenigen, die gekommen seien, müssten wissen, dass sie sofort zurückgeschickt werden, wenn sie die Menschenrechte verletzen.

James kann ihre Forderungen untermauern: Die Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC), ein Zusammenschluss von 56 Staaten, sagt öffentlich, dass Frauen und Andersgläubige keine Menschen im rechtlichen Sinne sind. James sagt, solange die islamische Welt solche Rechtsvorstellungen vertrete, „kann eine Masseneinwanderung von dort für uns nicht sinnvoll sein.“ Sie fährt fort: „Wir sind generell nicht dafür zuständig, die undemokratische islamistische Welt zu demokratisieren.“ Sie setzt sich dafür ein, Menschen aufzunehmen, die keine Sicherheit in islamischen Ländern bekommen. Das sind insbesondere Jesiden und orientalische Christen.

Das Schweigen über die undemokratischen Aspekte des Islams

Für Sabatina James besteht ein grundlegendes Problem darin, dass es keine öffentliche Debatte über den „antidemokratischen Islamismus“ gibt. „Sogar bei Vorträgen an deutschen Schulen höre ich immer wieder, dass den Schülern untersagt wird, Gewaltaspekte des Islam auch nur anzusprechen.“ Schüler, die sich äußerten, würden sonst als Nazis abgetan. Einem großen Teil der Deutschen gehe es so.

Die Islamverbände in Deutschland haben sich zur islamischen Menschenrechtserklärung der OIC bislang nicht positioniert. „Sie sollten das tun und außerdem endlich offen über die Rolle Mohammeds sprechen.“ Die historische Person Mohammed heiratete ein kleines Mädchen und hieß es gut, Ehebrecher zu steinigen. James ist der Meinung, dass der Prophet Gewalt lehrt und daher kein Vorbild sein sollte. Das „auszublenden“ und die Diskussion darüber „abzuwürgen“, gefährde „den Schutz der demokratischen Gesellschaft“.

Bürgerkriegsgefahr in Deutschland?

Vorzeichen für einen möglichen Bürgerkrieg sieht James in Bandenkriegen, die bereits in Stadtteilen Berlins, Essens und Duisburgs ausgetragen werden, so dass sich die Polizei dort nicht mehr hinein traut. „Das sind verlorene Gebiete. Wir dürfen so etwas nicht dulden, wenn wir weiter ein demokratisches Land bleiben wollen.“ Am Ende müssten sich die Bürger selbst vor islamistischer Gewalt schützen – und ein solcher Zustand gelangt schon in die Nähe eines Bürgerkrieges. „Ich bin davon überzeugt, dass die Situation, sollten die Probleme nicht offen angesprochen werden, in einem Bürgerkrieg eskalieren wird“, so James.

Zukunftsprognose: 30 Millionen Muslime in Deutschland

Die Islam-Aufklärerin denkt, dass wir bei der jetzigen Entwicklung in zehn Jahren wahrscheinlich 30 Millionen Muslime in Deutschland haben werden. „Das wäre dann die Mehrheit einer neuen Generation.“ Sie fragt sich, wie die Integration der Flüchtlinge zu schaffen sein soll, wenn wir noch nicht einmal die hier lebenden muslimischen Migranten integrieren können.

Die Anschlagsgefahr für Deutschland schätzt sie so ein: „Ich glaube, wir hatten bisher einfach Glück. Zum einen weisen wir gewalttätige Islamisten nicht konsequent aus, aus deren Reihen die Attentäter ja hervorgehen. Zum anderen besteht die Gefahr, dass unter den Flüchtlingen auch Attentäter nach Deutschland kommen, die dann wiederum nicht zurückgeschickt werden.“

Sabatina James kritisiert weiterhin, dass es derzeit nicht einmal eine Dokumentationsstelle für islamistische Gewalttäter gibt. Die Opfer würden oft im Stich gelassen. „Ich habe bei meiner Arbeit mit Flüchtlingen mitbekommen, wie Christen in Unterkünften von Muslimen zusammengeschlagen wurden, bedroht und belästigt werden. Doch die Täter werden oft nicht belangt“, berichtet sie.

Deutsche Gerichte sprechen bereits Scharia-Recht

In ihrem Buch „Scharia in Deutschland – Wenn die Gesetze des Islam das Recht brechen“ beschreibt Sabatina James, wie an deutschen Gerichten ausgesprochene Urteile, die sich an der Scharia orientieren, das hier herrschende Recht unterwandern.

Auch im Interview mit dem Donaukurier beschrieb sie, was passiert, wenn nicht nur selbst ernannte muslimische "Friedensrichter" Recht sprechen, sondern auch die deutsche Justiz beginnt, sich an Scharia-Gepflogenheiten anzupassen.

So bekam zum Beispiel eine Frankfurter Muslimin nicht das Recht, sich wegen der Gewalttätigkeit ihres Ehemanns schneller scheiden zu lassen. Die Richterin sagte, das sei in der Kultur eben so üblich und könne deshalb nicht zur Begründung herangezogen werden, wie das im Falle eines einheimischen Paares der Fall gewesen wäre.

Auch beschrieb sie, wie einer Iranerin, deren Ehemann ihr sein gesamtes Erbe hinterlassen hatte, nur ein Viertel davon blieb, weil ein deutsches Gericht nach Scharia-Recht entschied (!), dass Männer doppelt so viel erben wie Frauen, in diesem Fall die männlichen Verwandten des Verstorbenen. „Leider werden diese Urteile nicht einmal in einer Dokumentationsstelle erfasst“, sagt James. „Wir betreiben hier Politik gegen Menschenrechte.“

James sagt: „Das ist falsch verstandene Toleranz. Man meint es gut und untergräbt in bester Absicht die Menschenrechte. Wenn es für islamistische Straftaten mildere Urteile gibt mit dem Hinweis auf die islamische Kultur, dann ist damit gerichtlich nachgewiesen, dass von muslimischer Seite islamistische Vorstellungen in unser Land getragen werden und zumindest teilweise auch Anerkennung finden, statt bekämpft zu werden.“ (kf)

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