Ausbilder über Migranten bei der Polizei: „Das sind keine Kollegen, sondern der Feind in unseren Reihen“

Migranten bei der Polizei seien keine Kollegen, „das ist der Feind in unseren Reihen“ – mit diesen Worten beendete ein Ausbilder an einer Polizeiakademie in Berlin Spandau seine anonyme Tonaufnahme und sorgte damit für Furore. 

Schüler mit Migrationshintergrund hätten in seiner Klasse nur Hass, Lernverweigerung und Gewalt anzubieten, beklagte ein Ausbilder an einer Polizeiakademie in Berlin Spandau in einer anonymen Tonaufnahme.

Ich hab Unterricht gehalten an der Polizeischule. Ich hab noch nie so was erlebt, der Klassenraum sah aus wie Sau, die Hälfte Araber und Türken, frech wie Sau. Dumm. Konnten sich nicht artikulieren“, so der Mann in der Audio-Datei, die der „Welt“ vorliegt.

Diese Schüler hätten ihren deutschen Kollegen „Schläge angedroht“, auch er habe „wirklich Angst vor denen“, so der Ausbilder weiter.

Wegen solcher Schüler würde es später zu einer „Zwei-Klassen-Polizei“ kommen, „die nur korrupt sein wird“, so der Mann.

Das sind keine Kollegen, das ist der Feind. Das ist der Feind in unseren Reihen“, so sein Fazit.

Aufnahme ist echt

An der Echtheit der Aufnahme bestehe kein Zweifel, teilte Polizeisprecher Thomas Neuendorf am Mittwoch mit.

„Wir werden uns die Schule genauer anschauen, mit Schülern und Auszubildenden sprechen, was dort für Missstände herrschen“, so der Sprecher.

An der Akademie gebe es immer wieder Probleme, so Neuendorf weiter. Auch sollen einige Schüler Straftaten begangen haben. „Diejenigen werden sofort entlassen“, meinte der Polizeisprecher.

„Ton und Form der Kritik nicht angemessen“

Es sei zwar richtig, Kritik zu üben, doch die Beschwerde des Ausbilders sei nicht angemessen vorgetragen worden, fügte Neuendorf hinzu. „Sie wurden sehr emotional vorgetragen. […] Kritik ist in Ordnung. Der Ton und die Form waren jedoch nicht angemessen“. Der Ausbilder hätte sich direkt an seine Vorgesetzten wenden sollen, so der Sprecher.

Mit dem Mann sei bereits gesprochen worden – das Gespräch sei sachlich verlaufen, erklärte Neuendorf weiter. „Er befand sich eindeutig in einer überforderten Situation“.

Die Angaben des Mannes werde jetzt überprüft werden: „Frechheiten und Disziplinlosigkeiten werden wir nicht zulassen“, so der Polizeisprecher. „Wir brauchen Schüler, die einen vernünftigen Umgang mit Vorgesetzten und Klassenkameraden pflegen“.

Polizeipräsident: „Akademie soll Azubis richtig sozialisieren“

Die anonyme Aufnahme sei Polizeipräsident Klaus Kandt in der vergangenen Woche vertraulich übermittelt worden. Der Leiter der Polizeischule solle den Sachverhalt und die Situation in der Klasse aufklären.

„Ohne das Ergebnis vorwegzunehmen, ist es nach meiner festen Überzeugung Aufgabe der Polizeiakademie, die Auszubildenden so zu sozialisieren, dass sie diszipliniert, höflich und wertschätzend miteinander umgehen, genauso wie mit Vorgesetzten und den Menschen der Stadt“, erklärte der Polizeipräsident.

GdP: Über Spandau-Akademie gibt es immer wieder Beschwerden

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wisse um die Probleme. Seit geraumer Zeit gebe es immer wieder Äußerungen über die Akademie, an der jährlich mehr als 1.200 Menschen ausgebildet würden, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

„Das ist aber nichts Handfestes, sondern immer nur vom Hörensagen. Unser Problem ist, dass sich bei uns noch niemand gemeldet hat“, so der GdP-Sprecher.

FDP: Personalstandard bei Berlins Polizei wurde gesenkt – das ist das Ergebnis

Der Personalstandard bei Berlins Polizei sei gesenkt worden – das sei unhaltbar, meinte Marcel Luthe, innenpolitischer Sprecher der Berliner FDP.

Ziel müsse es sein, „die besten eines Jahrgangs zur Polizei zu holen und nicht zu nehmen, wen man bekommt. Sprachliche und kulturelle Zusatzqualifikationen sind wunderbar, aber eben als Zusatz zu den Mindestanforderungen an Sprachkompetenz und Umgangsformen. Wer die nicht hat, gehört nicht zur Berliner Polizei.“

(as)

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