Bayerischer AfD-Landeschef wird von Verfassungsschutz beobachtet

Der Bayerischer AfD-Landeschef Bystron wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Der Grund: Wiederholte Sympathiebekundungen Bystrons für die sogenannte Identitäre Bewegung.

Der bayerische AfD-Chef Petr Bystron wird vom Verfassungsschutz des Freistaats beobachtet. Anlass dafür seien wiederholte Sympathiebekundungen Bystrons für die sogenannte Identitäre Bewegung, sagte Bayerns oberster Verfassungsschützer Burkhard Körner am Mittwoch in München bei der Vorstellung des neuen Verfassungsschutzberichts. Die Äußerungen habe der AfD-Politiker im März und April getätigt.

Die ursprünglich aus Frankreich stammende Identitäre Bewegung ist seit 2012 auch in Deutschland aktiv und nun neu im bayerischen Verfassungsschutzbericht erfasst. Die Gruppe macht gegen eine Masseneinwanderung und eine Islamisierung Europas mobil und betont die Bedeutung von Abstammung.

Wie aus dem Verfassungsschutzbericht weiter hervorgeht, gibt es in Bayern mindestens 2700 Anhänger der sogenannten Reichsbürger. In weiteren 2150 Fällen werde der Verdacht noch überprüft. Die Reichsbürger stehen unter besonderer Beobachtung, seit im Oktober ein Anhänger einen Polizisten bei einer Razzia erschossen haben soll.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte, die Gefährdungslage habe sich in allen Phänomenbereichen verschärft. Die größte Gefahr gehe vom islamistischen Extremismus aus. Allein aus Bayern seien aktuell fast hundert Menschen in Richtung der Kampfgebiete ausgereist oder beabsichtigten dies. (afp)