Berlin-Anschlag: „Bruder, bete für mich!“ – Amris letzte SMS ging an verhafteten Kontaktmann (40)

Kurz bevor der Attentäter Anis Amri den bereits gekaperten Sattelzug des polnischen Fahrers Lukasz Urban zur Terror-Fahrt startete, schrieb er seinem mutmaßlichen Kontaktmann in Berlin eine letzte SMS.

Als der Tunesier Anis Amri in den LKW des polnischen Fahrers Lukasz Urban einstieg und zum Ort des Anschlags, den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche fahren wollte, schrieb er seinem Kontaktmann, einem tunesischen Geschäftsmann (40) in Berlin eine letzte SMS:

Mein Bruder, alles ist in Ordnung … Ich bin jetzt im Auto.

Hast du mich verstanden?

Bete für mich, Bruder, bete für mich!“

(Anis Amri, tunesischer Attentäter von Berlin)

Der möglicherweise in den Anschlag involvierte 40-Jährige wurde festgenommen.

Entgegen ersten Annahmen, der durch Messerstiche und einen Kopfschuss schwer verletzte polnische Fahrer habe Amri während des Anschlags noch ins Lenkrad greifen können und so Schlimmeres verhindern können, war es das automatische Bremssystem, welches nach dem ersten Aufprall auf einen Marktstand ausgelöst wurde und nach etwa 80 Metern den Sattelzug zum Halten brachte.

Der Attentäter Amri konnte nach der Tat aus Berlin fliehen und reiste unbehelligt über die Niederlande und Frankreich nach Italien, wo er in Sesto San Giovanni bei Mailand von der Polizei kontrolliert und bei einem Schusswechsel erschossen wurde.

(Quelle: „Welt“)

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