Berlin: Linke Gewalttäter brennen wieder zahlreiche Autos ab

In der Nacht von Sonntag auf Montag brannten wieder zahlreiche Autos in der Hauptstadt. Insgesamt 17 Fahrzeuge wurden in dieser Nacht schwer beschädigt oder zerstört. Staatsschutz und Landeskriminalamt ermitteln.

In Köpenick brannten sechs Fahrzeuge des Ordnungsamtes auf dessen Parkplatz in der Salvador-Allende-Straße. Ein weiteres Fahrzeug wurde beschädigt.

Gegen 1.00 Uhr filmte ein Augenzeuge die Brände auf dem Parkplatz. Die anrückende Feuerwehr musste sich mit Eisensägen den Zugang zum umzäunten Gelände verschaffen. Immer wieder hörte man lautes Knallen von den brennenden Autos. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 180.000 Euro.

Im Bezirk Pankow brannte gegen 3.30 Uhr in der Danziger Straße in Prenzlauer Berg ein Kleinwagen in einem Hinterhof. Das Fahrzeug gehörte einem Wohnungsunternehmen. Zwei weitere Fahrzeuge wurden stark beschädigt.

Linksextremisten werden hinter den Anschlägen vermutet. Der für politische Delikte zuständige Staatsschutz übernahm die Ermittlungen, berichten „RBB“ und der „Tagesspiegel„.

Köpenick, Parkplatz des Ordnungsamtes, 18. Juli 2016

Weitere Brände ohne bisher erkennbare politische Motivation

In Neukölln stand gegen 3.45 Uhr ein geparkter Audi in Flammen. Der Brand griff auf ein weiteres Fahrzeug, ebenfalls der Marke Audi, über und beschädigte es leicht. Auch ein VW wurde von der Hitze leicht beschädigt. Ein anonymer Anrufer rief Polizei und Feuerwehr zu diesem Brand in der Richardstraße.

Auch in Marzahn brannte es in dieser Nacht. In der Langhoffstraße entdeckten Anwohner gegen 3.00 Uhr einen brennenden Vorderreifen an einem Skoda. Die eintreffende Polizei konnte die Flammen löschen und ein Übergreifen des Feuers auf den kompletten Wagen verhindern.

Etwa zur gleichen Zeit brannte es in Steglitz. Obwohl die Feuerwehr anrückte und das Feuer löschte, brannte ein geparktes BMW Cabriolet komplett aus. Die Fahrzeuge vor und hinter dem Cabriolet, ein BMW und ein Volvo, wurden stark beschädigt.

Zu diesen Fällen nahmen die Brandkommissariate des Landeskriminalamtes die Ermittlungen auf. Eine politische Motivation der Taten ist bisher nicht erkennbar. (sm)