Berlin-Marzahn: Überwachte Migranten-Unterkunft wird bezogen – Sorgen bei AfD: „Kein zweites Duisburg-Marxloh“

Diese Woche ziehen 300 Migranten aus Turnhallen in Zehlendorf nach Berlin-Marzahn. Dort wurde eine Gemeinschaftsunterkunft errichtet, die die Einwanderer beherbergen soll. Pläne, die Migranten in Zehlendorf unterzubringen, scheiterten an einer Bürgerinitiative. Auch bei der AfD in Marzahn hat man Bedenken wegen der Sicherheit der Bürger.

300 Migranten in Berlin dürfen endlich die Turnhallen verlassen. Diese Woche ziehen sie aus Berlin Steglitz-Zehlendorf nach Marzahn um. In Zehlendorf wehrten sich Bürger mit einer Initiative gegen eine neue Gemeinschaftsunterkunft. Nun nimmt Marzahn die Einwanderer auf (40 Prozent Familien, 60 Prozent Männer). Gleichzeitig gibt es Sorgen seitens der AfD wegen der Sicherheit der Bürger.

Wohneinheiten mit Fußbodenheizung und Küchen

Die Gemeinschaftsunterkunft in Marzahn bietet 24 Wohneinheiten, die mit Fußbodenheizungen und Küchen ausgestattet sind – zum Teil behindertengerecht, so „Russia Today“ (RT) in einem Videobericht. Die Räume „lassen sich verändern und an verschiedene Wohnsituationen anpassen“. Zudem gibt es Gemeinschaftsräume. Insgesamt haben 450 Leute Platz. Das Heim wird auch in Zukunft 24 Stunden rund um die Uhr vom Gebäude und Sicherheitsservice „City Control“ bewacht.

Ärger weil Steglitz-Zehlendorf die Flüchtlinge nicht selbst versorgt

Wegen der Unterbringung der Einwanderer in einem anderen Stadtteil als Zehlendorf gab es einigen Ärger. „Ich kann den Bezirk nicht zwingen“, so die Senatorin für Integration und Arbeit Breitenbach (Die Linke). Es habe Abstimmungsschwierigkeiten mit dem Bezirk gegeben. Auch habe es eine Bürgerinitiative gegeben. Die Bürger hätten von ihrem Recht Gebrauch gemacht. Deswegen sei es schwieriger gewesen. Die Menschen wollten jetzt aus den Turnhallen raus, und man habe ihnen die Möglichkeit dazu gegeben, so Elke Breitenbach.

Sicherheitsbedenken bei der AfD: Kein zweites Duisburg Marxloh

Bei der AfD macht man sich Sorgen wegen der Sicherheit der Bürger von Marzahn. Wegen des Transfers befürchtet man, Marzahn könne sich zu einem zweiten Duisburg Marxloh entwickeln, wie Gunnar Lindermann twitterte. Auch twitterte er: „Flüchtlinge nach Marzahn outzusourcen ist nicht Solidarität.“ und „Abgelehnte Asylbewerber konsequent abschieben.“