Berlin-Schöneberg: 20-Jähriger verletzt Zivilpolizist mit Messer schwer – Beamte wollten Streit schlichten

Ursprünglich wollten die Zivilpolizisten eine Schlägerei zwischen drei Männern schlichten. Bereits beim Heranfahren gaben sich die Beamten mit Blaulicht zu erkennen. Auch vor Ort, gegenüber den streitenden Männern, gaben sie sich explizit als Polizisten zu erkennen. Einem der aufgebrachten Männer schien die "Einmischung" zu missfallen, der 20-jährige Deutsche mit Migrationshintergrund zog sein Messer und stach zu.

Montagabend, gegen 21.45 Uhr – Eine alarmierte Zivilstreife kommt in die Nollendorfstraße/Ecke Maaßenstraße in Schöneberg zu einer Schlägerei, um zu schlichten. Die Beamten fahren mit Blaulicht vor und geben sich den drei beteiligten Männern im Alter von 20 bis 25 Jahren, als Polizisten zu erkennen.

Als die Polizisten die aufgebrachten Schläger zu beschwichtigen versuchen, zieht ein 20-Jähriger ein Messer und rammt es einem der Beamten in die Brust. Bei dem Messerstecher handelt es sich um einen jungen Mann mit deutscher Nationalität und Migrationshintergrund, so die Polizei auf Nachfrage.

Täter gefasst

Der Täter wird bald darauf mithilfe von herbeigerufener Verstärkung gefasst, überwältigt und festgenommen, die Tatwaffe sichergestellt. Der schwer verletzte Beamte wird vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Wie die „B.Z.“ berichtet, trug der Polizist eine gebrochene Rippe und einen kollabierten Lungenflügel von dem Messerangriff davon. Trotz der Schwere der Verletzung sei der Mann aber außer Lebensgefahr.

„Gefährlicher Beruf“

„Es ist ein sehr gefährlicher Beruf. Vielen Dank und großen Respekt an alle, die sich täglich für andere aufopfern“, erklärte gestern der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro laut „Morgenpost“.

Nun ermittelt die Mordkommission gegen den 20-Jährigen wegen versuchten Totschlags. Über die Nationalität der an der Schlägerei beteiligten Personen, sowie des Messerstechers wurde nichts bekannt gegeben. (sm)

[Polizeimeldung]