Waffen, Pfefferspray & Selbstverteidigungskurse:

Bevölkerung bewaffnet sich - Vertrauen in staatliche Sicherheit sinkt

Epoch Times, Mittwoch, 11. November 2015 10:16
In diesen Tagen sind sicherheitsrelevante Waren und Dienstleistungen gefragt, wie selten. Deutschlandweit sei die Nachfrage an Waffen rasant gestiegen, die Selbstverteidigungskurse boomen. Man könnte fast meinen, das ganze Land bewaffnet sich. Im Hintergrund schwebt die Frage: Kann der Staat die Bürger noch beschützen?
Foto: JACK GUEZ/AFP/Getty Images

Im Auftrag der ARD-Tagesthemen und der Tageszeitung "Die Welt", befragte die Infratest dimap am 2. und 3. November 1.003 wahlberechtigte Bürger des Landes in einer Telefonumfrage. Demnach glauben 78 bis 75 Prozent der Befragten, dass die Terrorgefahr in Deutschland zunehme, die Zahl der Straftaten ansteigen und der Einfluss des Islam zu stark werde. Ein großer Anteil, 87 Prozent, denkt auch, dass rechte Parteien an Zulauf gewinnen werden.

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Bei Pfefferspray soll es laut "Focus" bereits deutschlandweit Lieferengpässe geben. Man muss schon mit fünf Wochen Wartezeit rechnen, hieß es. Grund dafür sei ein Anstieg des Bedarfs um 600 Prozent zum Vorjahr.

Große Nachfrage nach Selbstschutzangeboten in Sachsen

Auch in Sachsen sehen die Waffenhändler einen rasanten Anstieg des Bedarfs. Die MOPO24 sprach mit Jörg Halfter, einem Pirnaer Waffenhändler. Sein Umsatz sei demnach "explosionsartig angestiegen. Er hat sich etwa verzehnfacht." Auch in Leipzig wird diese Tendenz bestätigt. Martina Schuricht von "Waffen & Army" habe auch Engpässe beim Liefern von Pfefferspray zu überbrücken und "Männer kaufen alle Waffen, die sich noch im legalen Rahmen bewegen. Frauen vor allem Pfefferspray!"

Doch die Bevölkerung setzt nicht allein auf materielle Bewaffnung. Bei den Selbstverteidigungskursen stieg die Nachfrage ebenfalls. "Zu unseren Kursen kommen mindestens 25 Prozent mehr Menschen, als noch vor einem Jahr. Es wird ganz deutlich, dass die Menschen gestiegenen Befürchtungen und Ängste haben", so Matthias Stöhr von der Kampfsportschule "Street Defense" in Dresden zur MOPO24. Eine Aussage, die auch sein Kollege Jörg Eckstein von der Kampfsportschule "Nug Mui" bestätigen konnte: "Die Nachfrage ist massiv gestiegen. Vor allem sehr viele Frauen und Kinder kommen in die Kurse.Er bietet in Dresden, Leipzig, Radebeul und Dippoldiswalde Selbstverteidigungskurse an."

Vertrauen in den Staat sinkt weiter

17 Prozent der Infratest-Befragte sähen die Richtung nicht in einem Zaun zwischen Deutschland und Österreich, sondern eher in den Transitzonen. Hier wären 69 Prozent der Interviewten für ein direktes Abweisen der Migranten ohne Asylanspruch an den Grenzen. Und für diejenigen, die im Land verbleiben würden drei Viertel ein Gesetz fordern, welches Zuwanderer auf deutsche Grundwerte verpflichtet. Fast genauso groß ist der Kreis derer, die eine geneerelle Obergrenze für die Aufnahme an Flüchtlingen befürwortet. Doch die gegenwärtige Tendenz der Selbstbewaffnung der Bevölkerung zeigt eindeutig einen großen Vertrauensverlust in die Regierung, lokal, aber auch bundesweit. 

Besonders in den ehemaligen DDR-Gebieten wollen sich die Menschen keinen Maulkorb mehr verpassen lassen. Besonders diejenige Generation, die 1989 noch für die Freiheit und unter Gefahr für Leib und Leben auf die Straße gegangen war, weiß, dass eine Regierung ohne Volk zum Untergang verdammt ist. Die Stimmung schwankt von Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht, über friedlichen, aber deutlichen Massen-Protest, bis hin zu offener Wut und kriminellen Übergriffen.

Das nachfolgende Beispiel ist aus dem Jahr 2013, als die Bürger von Leipzig zum Thema Moscheenbau "befragt" wurden. Es hatte den Eindruck, dass die Menschen nur um den Schein zu wahren "befragt" wurden, denn die Organisatoren wollten gar nicht wissen, was die Leute zu sagen haben. (sm)

Bürgersprechstunde zum geplanten Moscheebau in #Leipzig - ist schon etwas älter. Aber es dient zur Dokumentation der Maulkörbe, die da schon verteilt wurden.

Posted by halle-leaks.de on Donnerstag, 8. Oktober 2015

siehe auch:

Flüchtlingszustrom: Kriminologe rechnet mit mehr Straftaten

Flüchtlingskrise sorgt für Boom:
Österreichs Bürger bewaffnen sich - auch Frauen kaufen Schusswaffen

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