Brennende Flüchtlingsheime in NRW, Bayern und Meck-Pomm – Ermittlungen wegen Brandstiftung

In allen Fällen geht die Polizei nicht von Brandstiftung durch Außenstehende aus.

Am vergangenen Wochenende brannte es gleich in mehreren Flüchtlingsheimen im Bundesgebiet.

Im nordrhein-westfälischen Rüthen, knapp 80 Kilometer östlich von Dortmund, wurden etwa 20 Menschen eines Flüchtlingsheims durch giftigen Rauch leicht verletzt, als ein Feuer in einem der Zimmer ausbrach.

Derzeit steht ein 22-jähriger Marokkaner unter dringendem Tatverdacht, dass Feuer absichtlich gelegt zu haben. Wie die „B.Z.“ meldet, habe der Mann unter Alkoholeinfluss gestanden. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen übernommen.

Feuer im Fitnessraum

Auch im Osten Deutschlands, in Mecklenburg-Vorpommern, brannte ein Flüchtlingsheim.

In Jürgenstorf, etwa 90 Kilometer südlich von Stralsund, brach am frühen Sonntagmorgen ein Feuer im Keller des Asylheims aus.

Durch vor Ort befindliche Mitarbeiter des Wachschutzes konnte der Brandort im Kellerbereich in einem offenstehenden Fitnessraum lokalisiert werden.“

(Polizeibericht)

Noch vor dem Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr konnten die Mitarbeiter das Feuer löschen. Es kam jedoch zu einer starken Rauchbildung.

Die Feuerwehr musste alle 120 Bewohner des Heims vor dem sich im ganzen Gebäude ausbreitenden Rauch evakuieren. Es wurde niemand verletzt, auch der Sachschaden blieb durch das rasche Eingreifen gering. Die Bewohner konnten nach ausreichender Lüftung wieder in die Unterkunft zurückkehren, wie die Polizei berichtet.

Dort war durch unbekannte Täter eine Schaumstoffmatte in Brand gesetzt worden. […] Nach derzeitigem Erkenntnisstand kann die Brandlegung durch Außenstehende ausgeschlossen werden, da die Asylbewerberunterkunft nur durch berechtigte Personen betreten werden kann.“

(Jens Unmack, Erster Polizeihauptkommissar, PP Neubrandenburg)

Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

Zimmerbrand in Bayern

Ettringen-Siebnach, Unterallgäu, 88 Kilometer westlich von München: Im örtlichen Flüchtlingsheim des 620-Einwohner-Ortes brach am späten Freitagabend, gegen 20.50 Uhr, ein Feuer aus, so die „B.Z.“ in ihrer Übersicht.

Die Feuerwehren von Siebnach, Ettringen und Traunried waren im Einsatz. Sie hatten den Brand, der in einem Zimmer im Erdgeschoss ausgebrochen war, rasch unter Kontrolle und gelöscht.

Ein Bewohner erlitt eine leichte Rauchvergiftung, die übrigen 17 anwesenden Personen kamen mit dem Schrecken davon. Sie wurden mit Decken von den Rettungskräften in Empfang genommen.

Die Unterkunft wird wohl für einige Zeit wegen Rauch, Ruß und Löschwasser unbewohnbar sein, trug aber sonst keine Beschädigungen davon, berichtet die  „Augsburger Allgemeine“. Die 35 Bewohner wurden vorübergehend in die Unterkunft in Tussenhausen verlegt.

Die Ursache des Brandes ist vorerst unklar. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache.

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