Buback: Kooperation des Verfassungsschutzes mit RAF-Terroristin verhindert Klärung des Verbrechens

Michael Buback, dem Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwalts, gelingt der zu Papier gebrachte akribische Nachweis, dass die Bundesrepublik Deutschland und die zuständige Justiz im Fall Siegfried Buback über Jahre bewusst alles unternommen haben, um die Hinterbliebenen zu täuschen, hinters Licht zu führen und zu belügen.

Am 7. April 1977 gegen 9:00 Uhr morgens wurde Siegfried Buback, der damalige Generalbundesanwalt, in Karlsruhe auf offener Straße erschossen.

Michael Buback hat die Rolle des Verfassungsschutzes bei der unvollständigen Aufklärung des RAF-Attentats auf seinen Vater, Generalbundesanwalt Siegfried Buback, kritisiert.

„Es fällt auf, dass sich die Mängel geradezu systematisch jeweils in dieselbe Richtung begünstigend auswirken,“ sagte Buback den in Dortmund erscheinenden „Ruhr Nachrichten“ vom Freitag zu dem vor 40 Jahren verübten Anschlag.

Die Kooperation des Verfassungsschutzes mit der RAF-Terroristin Verena Becker sieht Buback als „eine schwere Hypothek für die Klärung dieses Verbrechens“.

„Da Geheimdienste ihren Informanten Schutzzusagen geben können, indem sie in Staatsschutzangelegenheiten die Staatsanwaltschaft und damit die Polizei zum Innehalten bei den Ermittlungen bewegen, könnte diese geheime Kooperation viele der ansonsten unverständlichen Mängel erklären“, sagte Buback der Zeitung.

KenFM-Interview mit Michael Buback („Der zweite Tod meines Vaters“)

Alles, was der Staat bis heute vorgibt zum Fall ermittelt zu haben, ist die Tatsache, dass die Täter aus den Reihen der RAF kamen. Nur, wer genau erschoss Siegfried Buback? Eine Frau? Verena Becker?

Sämtliche Augenzeugen, die eine Frau erkannt haben wollen, wurden bei den späteren Ermittlungen systematisch ausgeblendet. Die Justiz unternahm alles, um sie unter den Tisch fallen zu lassen.

So behauptet die BRD auch 40 Jahre nach dem Mord in Karlsruhe noch immer, den Todesschützen nicht exakt zu kennen.

Wahrscheinlicher ist, dass der Staat die Identität des Mörders genau kennt und ihn deckt. Was ist das Motiv dafür? An welchem Fall arbeitete Siegfried Buback als er ermordet wurde, und inwieweit ist der Staat selbst in den Mord an seinem höchsten Staatsanwalt verstrickt, um dessen Nachforschungen zu stoppen? Darf man solche Fragen überhaupt stellen?

Man muss, wenn man sich wie der Sohn des Ermordeten über so viele Jahre mit der Tat vom 7. April 1977 beschäftigt hat.

Das Buch „Der zweite Tod meines Vaters“ von Sohn Michael Buback ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die noch an den Rechtsstaat glauben.

Michael Buback gelingt der zu Papier gebrachte akribische Nachweis, dass die Bundesrepublik Deutschland und die zuständige Justiz im Fall Siegfried Buback über Jahre bewusst alles unternommen haben, um die Hinterbliebenen zu täuschen, hinters Licht zu führen und zu belügen.

Der Staat verschweigt auch 40 Jahre nach den Schüssen in Karlsruhe den Namen des Mörders. Der Staat, so wird im Gespräch klar, ist nur die Benutzeroberfläche des Tiefen-Staates. Nur, wer lenkt diesen und mit welchem Ziel? Wer sich mit dem RAF-Mord an Siegfried Buback beschäftigt, kommt nicht umhin, Parallelen zur NSU-Affäre zu entdecken.

Michael Buback hat alles auf den Tisch gelegt, um eine neue Untersuchung des RAF-Mordes an seinem Vater zu ermöglichen. Dass die Justiz dennoch nicht ermittelt, spricht Bände. Sie ist alles, nur nicht unabhängig. Sie agiert weisungsgebunden.

Im Gespräch mit KenFM deutet Michael Buback mehrmals an, dass der Staat 1977 indirekt wohl selber den Abzug betätigte, um seinen höchsten Justizbeamten loszuwerden.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung der Epoch Times oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben. Mit Textteilen von DPA

Originalquelle: KenFM im Gespräch mit: Michael Buback („Der zweite Tod meines Vaters“)