Deutsche 20 bis 35-Jährige schon in fünf Jahren in der Minderheit?

Epoch Times, Mittwoch, 30. Dezember 2015 17:17
Die demographische Verschiebung durch die Migrationskrise ist Thema eines Artikels von The European. Die Deutschen zwischen 20 und 35 Jahren werden schneller in der Minderheit sein, als bisher vermutet. Das könnte schon ab 2020 der Fall sein. Das folgert Autor Adorján F. Kovács aus Zahlen des BAMF und anderen Statistiken.
Die Schlange vor dem Berliner LaGeSo am 10. Dezember.
Die Schlange vor dem Berliner LaGeSo am 10. Dezember.
Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images

Nach Ausweis der vom BAMF veröffentlichten Zahlen sind die Einwanderer nicht zwischen einem und 100 Jahren alt, sondern es handelt sich fast ausschließlich um Menschen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren und noch jüngeren. Um herauszufinden, welche Auswirkung die Migrationskrise auf die Zusammensetzung der Bevölkerung Deutschlands haben wird, muss man genau diese Altersgruppe von Ansässigen und Zuwanderern vergleichen.

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Das Statistische Bundesamt geht in dieser Altersgruppe von nur noch knapp 15 Millionen Menschen in Deutschland aus – nachvollziehbar anhand der dort gezeigten interaktiven Alterspyramide. „Migrationshintergrund“ besitzen in dieser Altersgruppe aktuell rund 3,5 Millionen Menschen.

8 Millionen Migranten bei Altersgruppe 20-35

Bei den Migranten handelt es sich zu circa 80 Prozent um männliche Personen im Alter zwischen 17 und 35 Jahren, die zum großen Teil aus Großfamilien stammen. Wie viele von ihnen bleiben werden oder dürfen ist unklar. Bei unveränderter Rechtslage sind jedoch Familiennachzüge zu erwarten. Die Schätzungen liegen hierzu zwischen drei und acht Personen. Moderat geschätzt, bedeutet das – bliebe nur die Hälfte der drei bis vier Millionen Migranten in Deutschland und kämen nur drei Personen pro anerkanntem Asylantragsteller nach, würden bis zum Jahr 2020 rund acht Millionen Menschen zu den 15 Millionen der genannten Altersgruppe dazukommen.

Addiert man dies mit den bereits hier lebenden Ausländern zusammen, werden in fünf Jahren rund 11,5 Millionen Menschen Migrationshintergrund besitzen, in einer Altersgruppe, die dann 23 Millionen Personen umfasst. Das wäre die Hälfte aller Leute zwischen 20 und 35 Jahren.

Die höhere Geburtenrate der Einwanderer ist damit noch nicht berücksichtigt. In rund 30 Jahren werden über 50 Prozent der jetzt in Deutschland Lebenden gestorben sein. Dann wird sich die Zusammensetzung der bundesdeutschen Bevölkerung stark verschoben haben.

Autor Adorján F. Kovacs kommentiert dazu:

Man prüfe an diesen Zahlen die Verlautbarungen der Politiker fast aller Parteien. Die Forderung des Bundespräsidenten Joachim Gauck aus dem August, man müsse sich von der Vorstellung lösen, dass für fast alle Bürger Deutsch die Muttersprache sei und Bundesbürger überwiegend christlich und hellhäutig seien, beruht nicht auf einer Prophetie. Sie ist richtig. Es fällt lediglich auf, dass er von „Deutschen“ überhaupt nicht mehr gesprochen hat. Auch das ist konsequent. Man mag es bedauern oder nicht: Die Bundesrepublik Deutschland wird tatsächlich überwiegend nicht mehr von einem deutschen Volk, sondern von einer multiethnischen Bevölkerung aus Bundesbürgern bewohnt werden. Dabei handelt es sich in der Tat um eine nachhaltige Veränderung.“

Vollständiger Artikel auf „The European“

Siehe auch:

Deutsche Sicherheitsexperten entsetzt über Merkel-Politik

Milos Zemans Weihnachtsansprache zur Migrationskrise: "Organisierte Invasion" und "Trojanisches Pferd"

(rf)



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