Deutschland: 60 Prozent für Direktwahl des Bundespräsidenten

Eine Mehr­heit der Deut­schen von 60 Pro­zent würde den Bundespräsidenten gerne wie in Ös­ter­reich di­rekt vom Volk wäh­len lassen.

Das ergab eine re­prä­sen­ta­ti­ve Um­fra­ge des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts Emnid für "Bild am Sonntag". 34 Pro­zent der Be­frag­ten wol­len das höchs­te Amt im Staat wei­ter wie bis­her durch Ver­tre­ter der Lan­des­par­la­men­te und des Bun­des­tags be­stim­men las­sen.

6 Pro­zent sind in der Frage un­ent­schlos­sen. Stün­de ein AfD-Politiker und ein Kandidat der Grü­nen für das Amt des Bundespräsi­den­ten zur Wahl, würden sich 68 Pro­zent der Deut­schen für den Grü­nen ent­schei­den. 15 Pro­zent wür­den einen AfD-Po­li­ti­ker wäh­len. 6 Pro­zent ant­wor­te­ten "kei­nen von bei­den", (weiß nicht/egal/keine An­ga­be: 11 Pro­zent).

Emnid hat am 19. Mai ins­ge­samt 501 re­prä­sen­ta­tiv aus­ge­wähl­te Per­so­nen befragt. Fra­gen: "Soll­te der Bun­des­prä­si­dent in Deutsch­land künf­tig Ihrer An­sicht nach di­rekt vom Volk ge­wählt wer­den oder wie bis­her durch Ver­tre­ter der Lan­des­par­la­men­te und des Deut­schen Bun­des­tags?" – "Wenn Sie in Deutsch­land nur die Wahl zwi­schen einem Kan­di­da­ten der AfD und einem Kan­di­da­ten der Grü­nen als Bun­des­prä­si­den­ten hät­ten, wer wäre Ihnen lie­ber?"

(dts Nachrichtenagentur)