Deutschland „desillusioniert“: Zweifel an Integration der Flüchtlinge wachsen

Bei den deutschen Bundesbürgern wachsen die Zweifel an der Integration der Flüchtlinge. „Die überwiegende Mehrheit gibt sich desillusioniert," erklärt Zukunftsforscher Opaschowski.

In Deutschland wachsen die Zweifel an der Integration der Flüchtlinge. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos  hervor.

Ende 2015 erwartete noch jeder fünfte Bundesbürger, dass der Gesellschaft ein solcher Integrationsprozess gelinge, sagte der Hamburger Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski der dpa. Inzwischen sei nur noch jeder siebte Befragte dieser Ansicht.

„Die überwiegende Mehrheit gibt sich desillusioniert – quer durch alle sozialen Schichten“, erklärte Opaschowski.

Mehr Fremdenfeindlichkeit 2017

Nach Angaben von Ipsos gehen 40 Prozent der Deutschen zudem davon aus, dass im Jahr 2017 die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland zunehmen wird. In Ostdeutschland sind es sogar 46 Prozent, bei den Westdeutschen nur 39 Prozent. Auch die Sorge vor einer zunehmenden Bereitschaft zu Hass und Gewalt nehme zu. Das gaben 44 Prozent der Befragten an. Auch hier liegen die Ostdeutschen mit 61 Prozent deutlich höher als die Westdeutschen mit 41 Prozent.

Eine weitere repräsentative Studie im Auftrag der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen kommt laut „Welt“ zu einem ganz ähnlichen Ergebnis. Demnach sind nur 16 Prozent der Ansicht, dass die Integration von Ausländern 2017 einfacher wird.

(dpa/mcd)