„Die heilige Merkel gegen die Rassisten“ – Oxford-Ökonom sieht Einheit der deutschen Gesellschaft in Gefahr

Deutschland hilft den falschen Flüchtlingen, so Professor Paul Collier von der Universität von Oxford und hochgeschätzter Entwicklungsökonom. Es handele sich dabei hauptsächlich um junge Männer, "wohlhabend genug, um Tausende von Euro an Schlepper zu zahlen". Außerdem werden diese Männer beim Wiederaufbau in Syrien "schmerzlich fehlen".

Diese Leute hätten alles verkauft, um nach Europa zu kommen. Dabei wäre die Reise einem Russischen Roulette ähnlich. Es zähle einzig das Recht des Stärkeren: "Wer nicht unterwegs ertrinkt, darf bleiben."

Deshalb schlägt er der deutschen Kanzlerin vor, "diejenigen, die es am nötigsten haben", aus den Lagern in Jordanien und dem Libanon herauszufliegen.

Sir Paul Collier ist ein führender Entwicklungsökonom und Professor an der Universität von Oxford, einer der ältesten und renommiertesten Universitäten der Welt und eine der fünf Super-Elite-Unis Großbritanniens.

Angela Merkels heiliger Feldzug

Collier, der auch ehemals Leiter der Forschungsabteilung der Weltbank war, nannte die Politik der Bundeskanzlerin, alle Flüchtlinge nach Deutschland einzuladen, einen "kolossalen Fehler".

Zudem prangert er die Schwarz-Weiß-Malerei der Merkelschen Migrationspolitik an, vor allem im öffentlichen Diskurs mit dem Thema Flüchtlingskrise: "Die heilige Merkel gegen die Rassisten. Ich halte das für diffamierend", so Paul Collier.

Auch habe Angela Merkel "vorher offensichtlich überhaupt keine Vorbereitungen getroffen", um den resultierenden Ansturm zu bewältigen, sagte Collier in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", berichtet der "Focus".

Multikulti zerstört gesellschaftliche Solidarität

"Bevor Angela Merkel eine Heilige sein wollte, hat sie die Multikulti-Gesellschaft in Deutschland als gescheitert bezeichnet. Ich sehe nicht, warum sich das auf einmal geändert haben sollte", so der Ökonom. 

Nach Aussagen des Spezialisten sei es das "Wunder des Nationalstaates", das eine gemeinsame Identität schaffe, die "Solidarität ermöglicht". Dem wirkt ein Zuviel an Einwanderung entgegen.

Der anhaltende Flüchtlingszustrom gefährde diesen klassenübergreifenden Zusammenhalt unter der einheimischen Bevölkerung. Die Reichen würden dann die Armen nurmehr als eine Gruppe ansehen, mit der sie nichts gemein haben und der sie auch nicht mehr durch Umverteilung helfen wöllten. "Es gibt klare Anzeichen dafür, dass die Solidarität in Gesellschaften mit hohem Einwandereranteil rapide abnimmt", so der Oxford-Professor. (sm)