Dresden: 30 Prozent „unbegleitete Minderjährige“ nennen 1. Januar als Geburtstag

Die Angaben der vermeintlich minderjährigen Flüchtlinge erstaunten die Beamten. 93 der 289 Migranten gaben an, am 1. Januar geboren zu sein ... Ein Landrat hakte nach.

Offiziell befinden sich in Dresden mehr als 289 unbegleitete Flüchtlings-Kinder. Diese Information erhielt der Stadtrat Jens Genschmar (FDP) von Dresdens Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke), berichtet das Magazin "Sachsen Depesche".

Demnach stammen die Jugendlichen aus acht verschiedenen Nationen: 192 aus Afghanistan und 125 aus Syrien. 6 Personen gaben den Irak und 5 Pakistan als Herkunftsland an. 4 der Migranten-Kinder stammen demnach aus Somalia und 2 aus Palästina. Es gab auch Jugendliche, die angaben, aus dem Libanon und Weißrussland zu stammen.

Nur 9 Personen hatten Pässe 

Von allen 289 erfassten minderjährigen Flüchtlingen hatten nur neun Personen einen Pass ihres Herkunftslandes dabei, berichtet das Portal weiter. Bei den anderen 280 ausländischen Jugendlichen konnten die angegebenen Daten nicht überprüft werden und die Polizei musste sich auf die Angaben der Migranten verlassen. 

Besonders erstaunt hatte die Beamten, dass 93 der aufgenommenen unbegleiteten Flüchtlings-Kinder angaben, am 1. Januar geboren zu sein, so "Sachsen Depesche" weiter. 

Daraus lässt sich schließen, dass die Angaben der jungen Migranten falsch sind. Es kann auch angenommen werden, dass nicht nur Tag und Monat des angegebenen Geburtstages nicht stimmen, sondern auch das Jahr. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die jungen Flüchtlinge sich als "Minderjährige" ausgeben, da sie damit besonderes Schutzrecht erhalten. 

Das Magazin fragte den FDP-Stadtrat, warum er ausgerechnet nach den Geburtsdaten der Flüchtlinge fragte. Darauf sagte Genschmar: "Habe von einem Helfer, welcher sich um die Flüchtlinge kümmert, die Info erhalten. Und dies wollte ich nur offiziell hinterfragen." (so)