Fast jeder fünfte Deutsche finanziert Weihnachtseinkäufe über teuren Dispo

Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsessen, Reisen über die Feiertage – das alles kostet. Etwa 17 Prozent der Deutschen nutzen dafür den Dispokredit ihrer Bank, so das Ergebnis einer YouGov-Umfrage.

Fast jeder fünfte Deutsche überzieht für die Weihnachtseinkäufe sein Konto und zahlt hohe Dispozinsen. In einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Umfrage von YouGov für das Kreditportal Smava sagten 17 Prozent der Befragten, sie würden für die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsessen, Reisen über die Feiertage und für die Silvesterfeier auch den Dispokredit ihrer Bank nutzen. Weitere 16 Prozent sagten, sie würden das nicht ausschließen.

Die Mehrheit der Befragten (68 Prozent) weiß demnach nicht, wie teuer das werden kann. Der Zinssatz für Dispokredite liegt im Schnitt bei acht Prozent.

Die Zinszahlungen verringern sich zwar mit jedem Zahlungseingang auf dem Girokonto – feste monatliche Raten zur Rückzahlung gibt es nicht. Ein Dispokredit sei daher bei längerer Nutzung riskant, warnt Smava. Konsumenten könnten leicht in eine teure Dauerverschuldung rutschen.

Verbraucherschützer empfehlen als Alternative einen Ratenkredit. Das sind Darlehen über eine bestimmte Summe und einen bestimmten Zinssatz, die in einem festen Zeitraum zurückgezahlt werden. Der effektive Jahreszins für einen Ratenkredit liegt laut Smava derzeit bei durchschnittlich 5,65 Prozent – und bei 3,77 Prozent für Verbraucher, die Ratenkredite im Internet verglichen und dann dort abgeschlossen haben.

YouGov befragte End November 2.044 Menschen in Deutschland im Alter ab 18 Jahren online. (afp)