Flüchtlingshilfe: Als Politiker „muß man wissen, wovon man spricht“.

Als Politiker "muß man wissen, wovon man spricht" sagt Andreas Strixner, AfD-Schatzmeister in Bayern. Er engagiert sich in der Flüchtlingshilfe und wird von den Zugereisten gewarnt: Warum läßt Deutschland so viele Leute herein "die es mit unserem Land nicht gut meinen"?

AfD-Mitgliedschaft und ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe schließen sich nicht aus, sagt Andreas Strixner im JF-Interview. Andreas Strixner ist Industriekaufmann und bayerischer Landesschatzmeister der AfD im oberbayerischen Dachau.

Der AfD-Politiker ist selbst in der Flücht- lingshilfe aktiv und wollte sich anfangs "das einfach nur ansehen." Denn als Politiker "muß man wissen, wovon man spricht". 

Er bemerkte, "wie wichtig es ist, daß die Flüchtlinge eine Perspektive bekommen, und zwar entweder indem sie anerkannt oder abgelehnt werden. Entscheidend ist, daß sie möglichst bald erfahren, woran sie sind und nicht monate- oder jahrelang herumsitzen. Wenn diese Leute nicht betreut werden, dann kann die Stimmung ganz schnell kippen und man hat ein Problem im Ort. Davor will ich meine Heimatgemeinde Jetzendorf bewahren."

Die Flüchtlinge warnen: Ihr holt den Bürgerkrieg nach Deutschland

Vor Ort wird er von Migranten gefragt: Warum läßt Deutschland so viele Leute herein "die es mit unserem Land nicht gut meinen."

"Gestern etwa fragte mich einer: „Warum läßt Merkel die ganzen Syrer rein?“ „Warum?“ erwiderte ich. „Weil da so viele ‘Terroristen’ darunter sind!“ „Wie willst du denn das erkennen?“ „Ihr Deutschen könnt das natürlich nicht, aber wenn ich mit denen über Religion spreche, merke ich ganz schnell, wer IS-Anhänger ist.“ Es sind die Flüchtlinge, die mich warnen: Ihr holt euch so den Bürgerkrieg nach Deutschland! Und die meiste Angst vor diesen fragwürdigen Leuten haben nicht etwa die Pegida- oder AfD-Anhänger, sondern die Flüchtlinge selbst! Es ist also gar nicht so absurd, wie die Medien gerne tun, wenn etwa ein Björn Höcke vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen warnt."

Wie kann man die Flüchtlingskrise auf politischem Wege lösen?

Strinxner sagt: "Wirklich Verfolgte sollen natürlich Asyl bekommen, da stehe ich voll dahinter. Das sind aber auch nur ein bis zwei Prozent."

Dann gäbe es die, die subsidiären Schutz genießen: "Ich habe Verständnis für Menschen, die vor Krieg oder Terror fliehen, nicht aber für Leute, die sich etwa nur vor dem Wehrdienst drücken wollen, wie das derzeit vor allem bei vielen Eritreern der Fall ist. Für die Zahl der Subsidiären müßte eine Obergrenze festgelegt und die Zahl darüber hinaus per Kontingenten fair auf die EU-Staaten verteilt werden."

Und die "übrigen etwa siebzig Prozent sind Wirtschaftsflüchtlinge und müßten konsequent zurückgeschickt werden – und zwar im Sinne aller besser morgen als übermorgen." 

Hier ein paar Ausschnitte aus dem Interview

Eine Frage war: "Bekanntlich gibt es bei der Mehrheit keine sachliche Grundlage für ein Bleiberecht. Helfen Sie also nicht, Leute zu integrieren, die eigentlich wieder gehen müssen?"

Antwort: "Etwa siebzig Prozent der Flüchtlinge bei uns werden nicht verfolgt, sondern sind aus wirtschaftlichen Gründen gekommen – und weil „Mama Merkel“ sie gerufen hat. Das ist mir bewußt, und ich fordere auch, daß diese Leute gemäß den Gesetzen wieder gehen müssen. Dennoch sehe ich keinen Sinn darin, bis zur Klärung des Status nicht entsprechend tätig zu werden. Sonst verwandelt sich die örtliche Asylunterkunft schnell in einen sozialen Brennpunkt."

Frage: "Das heißt, Sie helfen gar nicht aus Mitgefühl, sondern aus Vernunft?"

Antwort: "Ich glaube, daß Mitgefühl allein ein schlechter Ratgeber ist."

Frage: "Aber ergibt sich das nicht von selbst, wenn die Leute von ihrem Schicksal erzählen?"

Antwort: "Gerade als Helfer und Politiker kann ich es mir nicht erlauben, einfach nur emotional zu werden. Denn wer nur emotional wird, wird schwach, und wer schwach wird, wird überrannt – und glauben Sie mir, ich weiß aus eigener Erfahrung, viele Flüchtlinge nutzen das aus. Möglicherweise ist das ja menschlich verständlich, aber man muß sich dessen eben bewußt sein. Was ich will, ist helfen, Probleme zu lösen. Vielleicht liegt es daran, daß ich von Beruf Controller bin und einen Sinn dafür habe, wie wichtig Effizienz und geordnete Verhältnisse sind. Ich mache den bei uns untergebrachten Asylsuchenden da übrigens auch nichts vor. Sie wissen, daß ich versuche, ihnen konstruktiv, aber im Rahmen der Gesetze zu helfen und nicht – wie linke Flüchtlingshelfer – sie dabei unterstütze, um jeden Preis, notfalls illegal, im Land zu bleiben."

Frage: "Haben Sie solche Fälle?"

Antwort: "Sicher, wir haben zum Beispiel einen Mann, der in Ungarn erstregistriert wurde und daher nun gemäß Gesetz – Stichwort Dublin-Vertrag – dahin zurückmuß. Ich werde ihm nicht helfen, hier einen Anwalt einzuschalten, um doch bleiben zu können. Da bin ich zu meinen Flüchtlingen ganz ehrlich."

Und hier geht es zum gesamten Interview. (ks)