Freiburg: Gericht erhebt Anklage gegen Hussein K. (22+) wegen Mordes an Maria Ladenburger (19) – Nach Jugendstrafrecht

Hussein K. war nach Angaben deutscher Behörden im November 2015 ohne Papiere nach Deutschland gekommen. Zuvor wurde er von den griechischen Behörden laufen gelassen, nachdem er 2013 wegen versuchtem Mord an einer Studentin zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde. Jetzt wird er wegen Mordes in Deutschland angeklagt.

Rund fünfeinhalb Monate nach der Vergewaltigung und Tötung einer Studentin und Flüchtlingshelferin in Freiburg hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes gegen den tatverdächtigen Hussein K. aus Afghanistan erhoben. Er sei vor dem Landgericht Freiburg nach Jugendstrafrecht angeklagt, teilte die Behörde mit.

Dem jungen Afghanen wird vorgeworfen, im Oktober 2016 die 19 Jahre alte Studentin Maria Ladenburger vergewaltigt und getötet zu haben. Sieben Wochen später wurde der Verdächtige festgenommen. Der Flüchtling gab an, 17 Jahre alt zu sein. Zwei von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Altersgutachten gehen jedoch davon aus, dass er zur Tatzeit mindestens 22 Jahre alt war.

Weil Zweifel jedoch nicht ausgeräumt werden könnten, werde nach Jugendstrafrecht angeklagt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Einen Termin für den Prozess gebe es noch nicht.

Hussein K. war nach Angaben deutscher Behörden im November 2015 ohne Papiere nach Deutschland gekommen. Zwei Jahre zuvor hatte er in Griechenland eine Studentin (20) ausgeraubt und eine Steilküste hinabgeworfen. Das Opfer überlebte nur mit Glück. Dafür wurde der damals bereits 17-Jährige zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, im Oktober 2015 aber vorzeitig gegen Auflagen entlassen worden. Kurze Zeit später tauchte er unter und kam als Flüchtling nach Deutschland.

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