Fünffache Vergewaltigung in München: Junge Frau in eigener Wohnung missbraucht und ausgeraubt

Eine 26-jährige Münchnerin wurde in ihrer eigenen Wohnung von fünf Männern vergewaltigt, während ein sechster Mann die Habseligkeiten der jungen Frau zusammenraffte, um sie später zu verkaufen. Die Tat ereignete sich bereits im April, wurde aber erst jetzt bekannt. Am Dienstag wurde ein "Anwesen" durchsucht. Das einzige Detail der Staatsanwaltschaft: Die Täter sind in Deutschland aufgewachsen.

Die fünf mutmaßlichen Vergewaltiger waren zwischen 18 und 21 Jahre alt und sitzen bereits in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft München I auf Nachfrage der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte, wurde die 26-Jährige in ihrer eigenen Wohnung von den Tätern vergewaltigt.

Ein weiterer Mann soll die Habseligkeiten des Opfers später zum Verkauf angeboten haben, er wird der Hehlerei, aber nicht der Vergewaltigung beschuldigt. 

Anwesen in Sauerlach durchsucht

Die Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt, die Polizei darf keine Auskünfte erteilen und die Tat vom April erreichte erst jetzt die Öffentlichkeit. Warum bei dem Fall ein solch hoher Grad an "Verschwiegenheit" an den Tag gelegt wird und warum erst jetzt über die Tat, die sich bereits im April zugetragen hat, berichtet wird, ist nicht bekannt. Wie die SZ meint: "Offenbar hat der Fall einige Brisanz."

Wie die Zeitung berichtet, durchsuchten die Ermittler am Dienstagmorgen mit Unterstützung einer Sondereinheit der Polizei ein Anwesen im 20 Kilometer von der bayerischen Hauptstadt entfernten Sauerlach und die fünf Münchner Wohnungen der Verdächtigten.

Täter in Deutschland aufgewachsen

Unklar ist bisher der Tathergang und auch, wie die junge Frau die sechs Männer kennengelernt hat und warum sie sich mit ihnen zum Tatzeitpunkt allein in ihrer Wohnung aufhielt. Die Ermittler schweigen.

Die "Augsburger Allgemeine" schreibt ein Detail der Staatsanwaltschaft: "Die fünf Männer seien allesamt in Deutschland aufgewachsen". Die Staatsanwältin betonte: "Es sind keine Flüchtlinge." Ob es sich um deutsche Staatsbürger gehandelt habe, wurde nicht mitgeteilt.

Das Opfer hatte nach der Tat die Polizei informiert, worauf eine wochenlange Suche nach den Tätern stattfand, erfolgreich, wie sich jetzt herausstellte. (sm)