Haldern: Afrikaner-Aufstand im Asylheim – Betrunkene Männer aus Togo und Ghana gehen mit Eisenstangen auf Wachdienst los

Eine ganze Reihe von Eskalationen ereigneten sich über das vergangene Wochenende ab in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Rees II in Haldern-Töven mit einer Gruppe afrikanischer Neuankömmlinge.

Am Freitag, 3. März, gegen 20 Uhr fuhr ein Bus mit 18 neuen Zuwanderern im ehemaligen Bundeswehrdepot Haldern, der jetzigen ZUE Rees II ein.

Die Stimmung unter den Asylbewerbern war schlecht, die Abgeschiedenheit des Ortes schien ihnen nicht zu gefallen. 500 Meter waren es bis zur nächsten Landstraße, die nach rund vier Kilometern in den Ortskern von Haldern führte – dazwschen einige Bauernhöfe, Einfamilienhäuser und viel Wald.

Neun der Flüchtlinge weigerten sich daraufhin, den Bus zu verlassen. Ein entsprechender Notruf ging bei der Polizei gegen 20.50 Uhr ein.

Neue Unterkunft im Funkloch

Ursprünglich sollten sie in Rheinberg unterkommen. Als der Zielort dann auf Haldern geändert wurde und der Bus auf das Betriebsgelände fuhr, zeigte sich erster Unmut. Hier zwischen den Gebäuden gab es keinen Handyempfang, es gibt ein Funkloch mit wenigen Lücken. Die Unterkunft wurde erst eine Woche zuvor eröffnet.

Der eintreffenden Polizei gelang es dann, die neun Asylbewerber so weit zu beschwichtigen, dass sie erst einmal die Nacht in der Halderner Unterkunft verbringen, danach wolle man weiter sehen, berichtet die „Rheinische Post“.

Alkohol und Eisenstangen

Gleich am Samstagvormittag machten sich acht Männer im Alter von 18 bis 28 Jahren, zwei Asylbewerber aus Togo und sechs aus Ghana, auf den Weg nach Haldern, zum Einkaufen. Laut Polizei deckten sie sich mit Alkohol ein und besorgten sich auf dem Rückweg Eisenstangen auf Baustellen, mit denen sie gegen 13.30 Uhr des 4. März das Sicherheitspersonal massiv bedrohten.

Die Security mussten sich im Wachraum verbarrikadieren. Die Afrikaner, vier von ihnen waren alkoholisiert, versuchten daraufhin im Wachraum einzudringen, die Scheiben mit ihren Eisenstangen einzuschlagen. Doch das Sicherheitsglas hielt dem Angriff stand.

Polizist schwer verletzt

Aus Wut randalierten sie dann im Waschcontainer, schlugen hier Scheiben ein und demolierten die Einrichtung. Anschließend gingen sie ins Erdgeschoss eines nicht bewohnten Wohnblocks und schlugen hier Scheiben ein. Insgesamt zerstörte der wütende Afro-Mob mehr als 30 Fensterscheiben.

Die Mitarbeiter der Einrichtung alarmierten die Polizei Kleve, die mit Verstärkung durch die Bundespolizei aus Wesel mit 10 bis 15 Streifenwagen anrückte. Bei der anschließenden gewaltsamen Aktion brach sich ein Polizist den Fuß.

Den alarmierten Polizeikräften gelang es trotz Widerstandes durch die Randalierer, alle acht Männer zu überwältigen. Ein Beamter der Bundespolizeiinspektion Kleve verletzte sich dabei schwer. “

(Polizeibericht)

Die Asylbewerber sehen nun entsprechenden Strafverfahren wegen Schweres Landfriedensbruchs, Widerstandes, Bedrohung, Körperverletzung und Sachbeschädigung entgegen. Nach Feststellung ihrer Personalien wurden die Männer bis auf einen wieder entlassen. Dieser musste über Nacht bleiben.

Entsetzen bei Behörden und Menschen

Eine Anwohnerin sagte der „RP“, dass sie normalerweise in dem Gebiet um die Einrichtung spazieren gehe, was sie jetzt nicht mehr tue:

Am Samstag habe ich hier viel Polizei gehört. Was los war, habe ich in der Zeitung gelesen und finde das ganz schrecklich, wie brutal die Männer waren. Sowas ist gefährlich und hat auch nichts mehr mit Menschlichkeit und Nächstenliebe zu tun. Die sind frustriert, ja, aber das ist doch kein Grund, mit Eisenstangen um sich zu prügeln.“

(Rentnerin aus Haldern)

Ins Depot mussten sie übrigens nicht zurück, sie wurden auf vier andere Unterkünfte verteilt, so die „Rheinische Post“.

An der Wache am Eingang der Unterkunft sind auch heute noch deutliche Spuren zu sehen: stellenweise mehrfach gesplitterte Fensterscheiben aus Sicherheitsglas, notdürftig mit Papier abgeklebt. Auch die Bezirksregierung ist entsetzt über den plötzlichen Gewaltausbruch: „Einen solchen Fall haben wir bislang in unseren Einrichtungen noch nicht gehabt“, verriet Dorothee Gindrig, die Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf.

Ob die Randale Auswirkungen auf das Asylverfahren der Afrikaner hat, dafür ist das BAMF zuständig. Ghana gilt übrigens als sicheres Herkunftsland.

 

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