Präsident Zeman: „Heute zweifelt fast niemand mehr“ – Steigende Anzahl von Migranten bringt mehr Terrorismus

Der tschechische Präsident will die Quotenpläne der EU nicht akzeptieren: Mit der Zunahme der Flüchtlinge und Migranten würde auch das Anschlagsrisiko im Land steigen, so Zeman. Heute habe "fast niemand mehr" Zweifel daran, dass der Terrorismus mit der Flüchtlingskrise zugenommen hat.

Tschechien soll keine weiteren Flüchtlinge aus dem Nahen-Osten aufnehmen. Dies forderte der tschechische Präsident Milos Zeman in seiner Weihnachtsbotschaft, berichtet „Sputniknews“ unter Berufung auf tschechische Medien.

Grund ist, dass die steigende Anzahl an Flüchtlingen in Europa mit den Terror-Attentaten zusammen hängt.

„Heute hat fast niemand mehr Zweifel an der Verbindung zwischen der Migrationswelle und den Terror-Anschlägen“, so Zeman. Aus diesem Grund sei er gegen die Quotenpläne der EU.

Tschechien solle 6.000 weitere Migranten in den kommenden zwei Jahren aufnehmen. Tschechiens Staatsoberhaupt schlug jedoch vor, Italien und Griechenland – sie sind von der Flüchtlingskrise als Ankunftsländer am stärksten betroffen – finanziell zu unterstützen.

Tschechien ist nicht bereit, Menschen unkontrolliert einreisen zu lassen

Zeman betonte auch: Tschechien sei nicht bereit, so wie Deutschland, Flüchtlinge und Migranten massenhaft und unkontrolliert ins Land einreisen zu lassen.

In Europa herrscht zur Zeit die schlimmste Flüchtlingskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Durch die anhaltenden Konflikte und die Ausbeutung des Nahen- und Mittleren-Ostens ist kein Ende der Krise in Sicht.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit Anfang 2016 fast 303.000 Flüchtlinge auf dem Seeweg nach Europa gekommen.

Die meisten dieser Menschen werden von Schleusern in Boote gesetzt, aber dann von der Grenzschutzorganisation Frontex nach Europa gebracht. Nur wenige der hunderttausend Flüchtlinge gelangten tatsächlich mit den von Schleusern organisierten Booten in die EU. (so)