Islamisten in Deutschland: Bundesanwaltschaft ermittelt nach Razzia gegen Helfer radikalislamischer Al-Nusra-Front

Erneut gab es eine Razzia gegen Islamisten in Deutschland. In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen hat es am Mittwoch Durchsuchungen wegen des Verdachts der Unterstützung der ausländischen terroristischen Vereinigung "Jabhat al-Nusra" (JaN) gegeben.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen zwei Helfer der radikalislamischen Al-Nusra-Front in Syrien. Am Mittwoch seien Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und Großbritannien durchsucht worden, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Den beiden Beschuldigten wird vorgeworfen, die radikalen Islamisten in Syrien bereits seit mehreren Jahren unterstützt zu haben.

Der Behörde zufolge sollen die beiden Männer Spenden gesammelt sowie an der Organisation und Durchführung von Hilfskonvois beteiligt gewesen sein. Konkret sollen Krankenwagen und medizinische Geräte, Medikamente und Nahrungsmittel an die Vereinigung nach Syrien geliefert worden sein.

Die Lieferungen erfolgten den Ermittlungen zufolge unter anderem über die beiden Vereine „Medizin mit Herz“ und „Medizin ohne Grenzen“. Mit den Durchsuchungen will die Bundesanwaltschaft an weitere Beweismittel kommen. (afp)