Islamisten unterwandern Bundeswehr: Neues Gesetz zur Soldatenüberprüfung ab Juli 2017

In Deutschland gibt es Hinweise darauf, dass Islamisten die Bundeswehr unterwandern, berichtet die "Welt am Sonntag". Immer mehr junge Männer würden sich von der Armee rekrutieren und ausbilden lassen. Es bestehe die Gefahr, dass einige davon mit dem Erlernten Anschläge in- und außerhalb Deutschlands durchführen könnten.

Mittlerweile stehen Hunderte Soldaten unter Extremismus-Verdacht. Deshalb will die Bundeswehr ab Juli 2017 die Bewerber einer Sicherheitsüberprüfung durch den Militärischen Abschirmdienst (MAD) unterziehen. Extremisten, Terroristen und auch Kriminelle sollen so frühzeitig erkannt und noch vor Dienstbeginn aussortiert werden: Ein entsprechender Entwurf für die Änderung des Soldatengesetzes soll in der kommenden Woche im Bundeskabinett verabschiedet werden. Das berichtet die „Welt am Sonntag“.

Bislang durften nur Soldaten, die bereits in der Bundeswehr eingestellt wurden, sicherheitsüberprüft werden. „Die Bundeswehr bildet im Rahmen ihres Auftrags alle Soldatinnen und Soldaten in Handhabung und im Gebrauch von Kriegswaffen aus“, heißt es in einer Begründung zur Gesetzesänderung, die der „Welt am Sonntag“ vorliegt. Daraus erwachse die Gefahr des Missbrauchs. Terroristen könnten „diese bei der Bundeswehr erworbenen Fähigkeiten nutzen, um gut vorbereitete Gewalttaten im In- oder Ausland zu verüben“.

Es gebe Hinweise, wonach Islamisten versuchen „sogenannte Kurzzeitdiener in die Bundeswehr zu bringen, damit sie eine solche Ausbildung erhalten“, steht in dem Dokument. Aber auch Angriffe von extremistischen Soldaten auf eigene Kameraden seien denkbar. „Gefahren durch solche Täterinnen und Täter sind auch im Inland und außerhalb von Einrichtungen der Bundeswehr nicht auszuschließen“.

(dts Nachrichtenagentur)

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