Anders als der Zentralratspräsident: Jüdische Online-Enzyklopädie „Jewiki“ gibt Wahlempfehlung für AfD ab

Die Seite "Jewiki empfiehlt, bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag mit beiden Stimmen die Alternative für Deutschland zu wählen.“ Die Webseite beschreibt die Islamisierung Deutschlands als eine ernstzunehmende Gefahr.

Jewiki, die größte, deutschsprachige Online-Enzyklopädie zum Judentum gibt eine Wahlempfehlung zur Bundestagswahl ab. Auf der Seite steht: „Jewiki empfiehlt, bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag mit beiden Stimmen die Alternative für Deutschland zu wählen.“

Die Webseite beschreibt die Islamisierung Deutschlands als eine ernstzunehmende Gefahr und listet die institutionalisierten Menschenrechtsverletzungen in islamisch-dominierten Ländern auf. Sie verlinkt auch das Wahlprogramm der AfD.

Auch eine brisante Liste mit 51. Argumenten, die vor Tabuthemen strotzt, wie „Kulturmarxismus statt Wertevermittlung. Erziehung findet nicht mehr statt“, Ausländerkriminalität, „Frühsexualisierung und umfassende Indoktrination von Kindern“ und drohende Islamisierung ist dort zu finden.

Statement zur Positionierung des Zentralrats der Juden

„Die Skandalisierungen der AfD durch den Zentralrat der Juden, durch die Jüdische Allgemeine oder beispielsweise durch Sacha Stawski sind nicht nur unbegründet, sondern absolut unverständlich und eindeutig zum Nachteil der in Deutschland lebenden Juden. Sie sind sogar brandgefährlich. Ganz im Gegenteil: Eine Unmenge von Juden wählt AfD oder hat schon AfD gewählt“, schreibt Jewiki.

 

Die Position des Zentralrats der deutschen Juden gegenüber der AfD wird durch eine Stellungsnahme des Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, illustriert.

Dieser sagte: „Wenn das jüdische Leben in Deutschland der Verteidigung durch die AfD bedürfte, hätte ich längst gesagt, alle Juden sollen Deutschland verlassen. Dann wäre ein jüdisches Leben hier nur schwer vorstellbar.“

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, befürchtet, dass die AfD in Zukunft Stimmung gegen Mitglieder seiner Religionsgemeinschaft machen könnte. „Es ist eine Partei, die gegen Minderheiten Stimmung macht“, sagte er dem „Tagesspiegel“ (Sonntagsausgabe). Er sei überzeugt: „Wenn das Thema Muslime nicht mehr interessant sein sollte und es wäre zudem politisch wie gesellschaftlich opportun, dann könnte es sehr wohl andere Minderheiten treffen. Dazu zähle ich auch Juden.“

(dts/aw)

Siehe auch:

Nach Barcelona-Terror: Großrabbiner sieht für Juden in Europa keine Zukunft – „Europa ist verloren“

Zentralrat der Juden beklagt: Unter muslimischen Schülern ist Antisemitismus weit verbreitet

Zentralratschef der Juden: Vielen Flüchtlingen „wurde der Antisemitismus in die Wiege gelegt“

 

Save

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
in Ihrem und unserem Interesse werden wir ab 17. Oktober 2017, nur noch von unseren Moderatoren freigegebene Kommentare veröffentlichen. Nach langer Beobachtung mussten wir feststellen, dass viele aggressive Kommentare in Inhalt und verletzender Form dem Ansehen der Epoch Times geschadet haben. Wir bedanken uns für konstruktive Ergänzungen, Anregungen und auch kritische Anmerkungen. Diese werden wir wie bisher so schnell wie möglich freischalten. Aber aus Mangel an Manpower werden wir die Kommentarfunktion auch manchmal ganz schließen müssen.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ihre Epoch Times-Redaktion